Dardai ab Sommer nicht mehr Hertha-Cheftrainer | Sport | DW | 16.04.2019
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Bundesliga

Dardai ab Sommer nicht mehr Hertha-Cheftrainer

Bundesligist Hertha BSC zieht die Konsequenz aus der sportlichen Talfahrt: Pal Dardai wird nach der Saison als Cheftrainer abgelöst. So ganz geht der Ungar aber nicht.

Seine längste Niederlagenserie kostet Pal Dardai zwar im Sommer den Job als Cheftrainer, dem Fußball-Bundesligisten Hertha BSC bleibt der Rekordspieler und Publikumsliebling aber erhalten. Ein außergewöhnliches Vertragswerk macht es möglich, dass der 43-Jährige nach dem Aus bei den Profis im nächsten Jahr wieder als Coach im Nachwuchsbereich arbeitet. Die Berliner reagierten mit dieser Entscheidung auf zuletzt fünf Pleiten nacheinander und dem Absturz auf den elften Tabellenplatz. Geschäftsführer Michael Preetz sucht bereits einen fähigen Nachfolger für den Ungarn Dardai, der am Saisonende nach knapp viereinhalb Jahren abtritt. "Ein neuer Impuls im Sommer ist der richtige Schritt für Hertha BSC", sagte Preetz.

Ab 2020 Nachwuchstrainer

"Manchmal ist es so, dass die Zeit für eine Veränderung gekommen ist. Ich habe immer betont, dass es mir um das Beste für Hertha BSC geht, denn Hertha ist und bleibt mein Zuhause", sagte Dardai, der schon als Profi 286 Spiele für den Hauptstadt-Klub absolvierte. Nach einer einjährigen Auszeit wird er ab Sommer 2020 wieder Hertha-Nachwuchstrainer. "Pal ist ein wichtiger Bestandteil der positiven Entwicklung unseres Klubs und wird auch über seine Zeit als Cheftrainer der Profis hinaus ein großer Faktor der Hertha-Familie bleiben", sagte Geschäftsführer Preetz.

In die Europa League geführt

Dardai war im Februar 2015 als Nachfolger von Jos Luhukay zum Cheftrainer befördert worden und hatte den Klassenverbleib geschafft. Als Sechster der Saison 2016/17 führte Dardai Hertha in die Europa League und integrierte viele junge Spieler in das Profiteam. Im vergangenen Jahr zeigte die Mannschaft auch offensiv eine spielerische Entwicklung, zuletzt stagnierten die Leistungen aber: Fünf Liga-Niederlagen in Serie hatte es unter Dardai zuvor noch nie gegeben.

Nächster Gegner im Olympiastadion ist am Ostersonntag Tabellenschlusslicht Hannover 96. Ein Sieg ist dann Pflicht. Nach einer soliden Hinrunde, die Hertha auf Platz acht beendet hatte, sind die Berliner in der Rückserie wie schon in den vergangenen Spielzeiten abgestürzt. Ursprüngliches Saisonziel war ein einstelliger Tabellenplatz, auf diesen beträgt der Rückstand bereits zehn Punkte.

sn/ck (dpa,sid)

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