Dänemark mit Duselsieg | Fußball | DW | 16.06.2018
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3. WM-Tag

Dänemark mit Duselsieg

Dänemark gewinnt mit viel Glück gegen das in dieser Begegnung glücklose Peru. Vize-Weltmeister Argentinien wird von den unbeugsamen Isländern gestoppt. Das, und alles Weitere in der Zusammenfassung des Tages.

Torschütze Yussuf Poulsen (l.) genießt die Glückwünsche seiner Mannschaftskameraden (Foto: Getty Images/O. Mason)

Torschütze Yussuf Poulsen (l.) genießt die Glückwünsche seiner Mannschaftskameraden

Peru - Dänemark 0:1 (0:0)

Bundesliga-Profi Yussuf Poulsen hat Dänemark einen erfolgreichen WM-Einstand beschert und Peru die Rückkehr auf die Fußball-Weltbühne nach 36 Jahren gründlich verdorben. Einen Tag nach seinem 24. Geburtstag gelang dem Angreifer von RB Leipzig am Samstag in Saransk der Siegtreffer zum glücklichen 1:0 (0:0)-Erfolg. Vor rund 40.000 Zuschauern in der Mordowia-Arena traf Poulsen nach Vorarbeit von Tottenham-Star Christian Eriksen in der 59. Spielminute.

Die Südamerikaner erwiesen sich mit dem eingewechselten Paolo Guerrero als ebenbürtiger Gegner, vergaben aber beste Chancen und verschossen kurz vor der Pause einen Foulelfmeter durch Christian Cueva (45.+1). "Wir haben guten Fußball gespielt, hatten aber nicht das Glück, unsere Chancen auch zu verwerten. Das war schon hart. Wir hoffen jetzt, dass es besser wird", sagte der ehemalige Schalker Jefferson Farfan. "Es war ein emotionales Spiel, vor allem für mich", sagte Poulsen: "Zuerst war ich der böse Bube, dann der Held. Aber da war auch viel Glück dabei."

Argentinien - Island 1:1 (1:1)

Russland, WM 2018: Gruppe D: Argentinien - Island
(Reuters/C. Recine)

Frustrierter Messi nach dem Remis gegen die Außenseiter

Lionel Messi knallte den Ball voller Frust Dutzende Meter in den Himmel, die Kapitänsbinde riss er sich vom linken Arm. Einen Tag nach der genialen Drei-Tore-Vorstellung von Cristiano Ronaldo sollte es am Argentinier sein, den Widerstand der starken Männer aus Island zu brechen und der WM auch seinen Stempel kraftvoll aufzudrücken - es misslang.

Messi, der fünfmalige Weltfußballer, war an diesem Samstag kein Ronaldo. Er verschoss gar einen Foulelfmeter, vergab mehrere weitere gute Chancen und schaffte es nicht, einen Mitspieler entscheidend in Szene zu setzen. Die zähen und vollkommen abgekämpften Isländer ließen nach dem 1:1 (1:1) unentschieden mit Tausenden Fans ihr "Huh!" durch das Moskauer Spartak-Stadion rollen.

"Es war ein Spiel, nach dem wir großen Frust spüren, denn wir wollten unbedingt gewinnen", sagte Argentiniens Trainer Jorge Sampaoli: "Der Elfmeter ist nur ein Fall für die Statistik. Er war eine große Chance." Für Argentinien traf nur Sergio Agüero vom englischen Meister Manchester City (19.), für Island Alfred Finnbogason ("Ein super Ergebnis") vom FC Augsburg (23.)

 

Frankreich - Australien 2:1 (0:0)

Ein Urteil zum viel diskutierten ersten Einsatz eines Videobeweises bei einem WM-Spiel wollte Didier Deschamps nicht abgeben. "Ich werde mich heute nicht über den Videobeweis beschweren, weil er für uns entschieden hat", sagte Frankreichs Nationaltrainernach dem glücklichen 2:1 (0:0)-Auftaktsieg seiner Mannschaft gegen Australien. Nach Ansicht der Videobilder hatte Schiedsrichter Andres Cunha auf Foulelfmeter entschieden, den Antoine Griezmann zum 1:0 verwandelte (58. Minute). Beim Siegtreffer durch Paul Pogba (81.) half den schwachen Franzosen zudem die Torlinientechnologie.

Australien-Coach tief enttäuscht

Australiens Nationaltrainer Bert van Marwijk im Porträt (Foto: picture-alliance/dpa/Sputnik/M. Bogodvid)

Der Blick ins Leere: Australiens Coach Bert van Marwijk

Australiens Coach Bert van Marwijk haderte mit der Entscheidung des Referees aus Uruguay nach Videobeweis, durch den seine bis dahin stark spielende Mannschaft in Rückstand geriet. "Ich habe gehofft, dass es vielleicht einmal einen ehrlichen Referee gibt, in dem Moment, wo er zum Bildschirm geht. Ich habe ihn da stehen sehen und seine Körpersprache war, dass er es nicht wusste", sagte der Niederländer. "Er ist auch ein Mensch, jeder macht Fehler." Australiens Ausgleich durch Kapitän Mile Jedinak (62.) fiel ebenfalls per Elfmeter, nachdem Samuel Umtiti den Ball im Strafraum mit der Hand gespielt hatte.

Nach Ansicht von van Marwijk hätte sein Team mindestens einen Punkt verdient gehabt - es wäre Australiens erster bei einer WM seit acht Jahren gewesen. "Niemand hätte erwartet, dass wir so gegen Frankreich spielen. In vielen Momenten wussten sie nicht mehr, was sie tun sollten. Das ist ein Kompliment für uns", sagte er.

Kroatien - Nigeria 2:0 (1:0)

Kroatische Spieler feiern mit den Fans (Foto: Getty Images/AFP/P. Hertzog)

Kroatische Spieler feiern mit den Fans

Ein kurioses Eigentor und ein Elfmeter haben Kroatiens "Bundesliga-Team" zum gelungenen WM-Auftakt gegen ein lebloses Nigeria verholfen. Unglücksrabe Oghenekaro Etebo (33.) fälschte als letzte Station einer Billardkombination den Ball zunächst ins eigene Netz ab, Luka Modric (71.) verwandelte später vom Punkt - und Kroatien, gespickt mit neun ehemaligen oder aktuellen Deutschland-Legionären, gewann 2:0 (1:0) gegen die enttäuschende Mannschaft des deutschen Trainers Gernot Rohr.

Kroatien, 1998 immerhin Halbfinalist, setzte sich damit an die Spitze der kniffligen Gruppe D. In der warten auf beide Mannschaften Duelle mit dem Vize-Weltmeister Argentinien und Island. Nigeria wird sich enorm steigern und eine bis zwei Überraschungen schaffen müssen, um zum vierten Mal nach 1994, 1998 und 2014 das Achtelfinale zu erreichen.

 

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