Corona-Ticker vom 31. März: USA errichten Notkliniken | Aktuell Welt | DW | 31.03.2020
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Corona-Live-Ticker

Corona-Ticker vom 31. März: USA errichten Notkliniken

Die USA bauen Behelfskliniken, Italien trauert um die Corona-Opfer. Auch Indonesien schottet sich jetzt ab. Und Spanien verzeichnet einen traurigen Rekord. Mehr im DW-Live-Blog.

Coronavirus | USA | New York | Krankenhausschiff (picture-alliance/Photoshot/J. Fischer)

Nicht nur auf Schiffen, sondern auch in leerstehenden Gebäuden sollen Notkliniken errichtet werden

Das Wichtigste in Kürze:

  • In Italien hängen die Flaggen auf Halbmast
  • Indonesien lässt keine Ausländer mehr ins Land
  • Die USA suchen nach Gebäuden für Behelfskliniken

+++ Dieser Live-Ticker ist nun geschlossen. Den aktuellen finden Sie hier:

Hier noch einmal die Ereignisse vom Dienstag zum Nachlesen: +++

Die Meldungen im Einzelnen - Alle Zeiten in MESZ

23.35 Uhr -In den USA sind nach Daten de Nachrichtenagentur Reuters 184.000 Menschen positiv auf das Coronavirus getestet worden. Das ist ein Anstieg um 21.000 gegenüber dem Vortag. Zudem starben 700 Menschen. Das ist die höchste Zahl an einem einzigen Tag in den USA.

23.30 Uhr - Die Niederlande haben ihre Maßnahmen im Kampf gegen die Corona-Pandemie bis Ende April verlängert. Schulen, Restaurants und Bars bleiben bis zum 28. April zu, wie Ministerpräsident Mark Rutte mitteilte. Der Anstieg der Infektionszahlen und die Kapazitäten der Intensivstationen "lassen uns keine andere Wahl", sagte Rutte. Die Zahl der COVID-19-Fälle stieg am Dienstag um 845 auf fast 13.000. 

22.40 Uhr - Unter wachsendem Druck der Öffentlichkeit hat die italienische Regierung eine Lockerung der Ausgangssperre für Kinder beschlossen. Nach Appellen von Eltern, Lehrern sowie Kinderärzten beschloss das Innenministerium, dass Spaziergänge von Kindern in Begleitung eines Elternteils möglich sind, sofern sie nahe der eigenen Wohnung stattfinden. Sportliche Aktivitäten sind nicht erlaubt. Seit dem 5. März gehen die Kinder in Italien nicht mehr in die Schule.

21.05 Uhr -  In Serbien protestieren zehntausende Hundebesitzer gegen die besonders strenge Ausgangssperre in dem Balkanland. Sie fordern von der Regierung in Belgrad, jeden Abend zumindest eine halbe Stunde lang mit ihren Hunden Gassi gehen zu dürfen. Eine Petition an Regierungschefin Ana Brnabic haben laut dem Fernsehsender N1 schon mehr als 37.000 Menschen unterzeichnet.

20.34 Uhr - Die USA sind nach den Worten von Außenminister Mike Pompeo grundsätzlich bereit, angesichts der Coronavirus-Pandemie ihre Sanktionen gegen den Iran und andere Staaten zu überdenken. Noch am 20. März hatte er zu dem Thema erklärt, die Strafmaßnahmen beträfen ohnehin nicht medizinische und andere humanitären Güter.

20.29 Uhr - Frankreich verzeichnet einen traurigen Rekord bei den Corona-Toten. Innerhalb von 24 Stunden gab es 499 neue Todesfälle und damit so viele wie nie zuvor, wie Gesundheitsdirektor Jérôme Salomon in Paris mitteilte. Insgesamt verstarben 3523 Menschen an COVID-19. Fast 23.000 Menschen werden laut Salomon in Krankenhäusern behandelt, mehr als 5000 davon auf Intensivstationen. 

20.26 Uhr - Internationale Organisationen warnen davor, im Zuge der Corona-Krise Handelswege für Nahrungsmittel zu beschränken. Falsche Maßnahmen könnten vielerorts die Versorgung gefährden, Preise steigen lassen und zu Verlusten wichtiger Lebensmittel führen, erklärten die Welternährungsorganisation, die Weltgesundheitsorganisation und die Welthandelsorganisation in einem gemeinsamen Statement.

20.01 Uhr - Brasilien hat den Einsatz des Militärs erlaubt, um in der COVID-19-Pandemie die öffentliche Ordnung aufrechtzuerhalten und im Kampf gegen das Virus zu helfen. Die Maßnahme ist zunächst bis zum 28. Mai befristet. Die Zahl der Corona-Infizierten stieg auf mehr als 4500, 165 Menschen starben an der Lungenkrankheit. Gesundheitsminister Luiz Henrique Mandetta befürchtet, das Gesundheitssystem des größten und bevölkerungsreichsten Landes Lateinamerikas könne unter der Last von immer mehr Covid-19-Kranken zusammenbrechen.

19.22 Uhr - Mehr als 40.000 Menschen sind weltweit bereits an dem neuartigen Coronavirus gestorben. Fast drei Viertel der Todesfälle wurden in Europa registriert, wie eine Zählung der Nachrichtenagentur AFP auf Grundlage offizieller Daten ergab. Demnach infizierten sich rund um den Globus mehr als 800.000 Menschen mit dem Erreger, davon mehr als die Hälfte in Europa mit 440.928 Fällen. Von den bis Dienstagnachmittag bestätigten 40.057 Todesfällen wurden 29.305 in Europa registriert. Mit 12.428 Toten ist Italien das weltweit am stärksten von der Corona-Pandemie betroffene Land, gefolgt von Spanien mit 8189 Todesfällen.

19.21 Uhr - Saudi-Arabien ruft Muslime auf, Pläne für die Mekka-Wallfahrt Hadsch in diesem Jahr zurückzustellen. Zunächst müsse mehr über die Pandemie bekannt werden, erklärt der zuständige Minister. Zu der einwöchigen Pilgerfahrt reisen jährlich etwa 2,5 Millionen Menschen in das Königreich.

19.16 Uhr - Die Zahl der Toten durch das Coronavirus in der Türkei ist nach Daten des Gesundheitsministeriums von 46 auf 214 gestiegen. Die Zahl der bestätigten Fälle legte demnach um 2704 auf 13.531 zu.

19.10 Uhr - Der Kapitän des US-Flugzeugträgers "Theodore Roosevelt" schlägt Alarm, weil unter den 5000 Mannschaftsmitgliedern Covid-19 ausgebrochen ist. Kapitän Brett Crozier schreibt in einem bekanntgewordenen Brief an die Marine-Leitung, auf dem Schiff gebe es nicht genügend Quarantäne-Stationen. "Wir sind nicht im Krieg. Seeleute müssen nicht sterben", steht in dem Brief. Crozier schlägt vor, 4000 Seeleute von Träger abzuziehen und zu isolieren.

19.07 Uhr - Knapp sechs Wochen vor der Präsidentenwahl in Polen will die nationalkonservative Regierungspartei PiS das Wahlrecht ändern und wegen der Corona-Epidemie allen Stimmberechtigten eine Briefwahl ermöglichen. Einen entsprechenden Gesetzentwurf brachte die PiS-Fraktion ins Parlament ein. Anders als in Deutschland gibt es in Polen bislang keine allgemeine Option einer Briefwahl.

19.06 Uhr - Mehrere Staaten stellen Aprilscherze über die Pandemie unter Strafe. Thailand verweist auf Gesetze, die bis zu fünf Jahre Gefängnis vorsehen, Taiwans Präsidentin Tsai Ing Wen spricht auf Facebook von bis zu drei Jahren. Der Internetkonzern Google hat bereits seine traditionellen Scherze für dieses Jahr abgesagt. Das Bundesgesundheitsministerium bittet auf Twitter unter dem Motto "Corona ist kein Scherz" auf "erfundene Geschichten zu der Coronavirus-Thematik zu verzichten", um der Gefahr von Falschinformationen zu begegnen.

19.02 Uhr - Einige US-Diözesen erlauben ihren Gläubigen, angesichts der Corona-Krise in der Fastenzeit freitags Fleisch zu essen. Mehrere US-Bischöfe reagieren damit auf die Einschränkungen bei der Lebensmittelversorgung in der Pandemie.

18.53 Uhr UN-Generalsekretär António Guterres ist unzufrieden mit der seiner Ansicht nach schleppenden globalen Antwort im Kampf gegen das Coronavirus. "Wir bewegen uns langsam in die richtige Richtung, aber wir müssen schneller sein und viel mehr tun, wenn wir das Virus besiegen wollen", sagte Guterres in New York. Unter anderem gebe es noch immer keine koordinierten Handlungen aller Länder unter Führung der Weltgesundheitsorganisation WHO. Deren Richtlinien würden in vielen Teilen der Welt noch immer nicht beachtet.  

18.45 Uhr - Die Bayreuther Festspiele werden in diesem Jahr wegen der Corona-Krise nicht stattfinden. Die nachfolgenden Festspieljahrgänge müssten dadurch umdisponiert werden, teilten die Festspiele am Dienstagabend mit.

Dieses Jahr wird es keinen roten Teppich vor dem Bayreuther Festspielhaus geben

Dieses Jahr wird es keinen roten Teppich vor dem Bayreuther Festspielhaus geben

18.36 Uhr - Die Zahl der Toten in Italien ist erneut gestiegen. Das Katastrophenschutzministerium meldet 837 Tote und damit 12.428 insgesamt - die höchste Zahl weltweit - nach einer Zunahme von 812 am Montag. Dagegen blieb der Anstieg bei den neu nachgewiesenen Fällen mit 4053 etwa gleich, hier beträgt die Gesamtzahl 105.792. In der Lombardei, der bislang am schwersten betroffenen Region, ging die Zahl der Toten und neuen Infektionen zurück.

18.10 Uhr - Der Bruder des New Yorker Gouverneurs Andrew Cuomo, der populäre CNN-Moderator Chris Cuomo, ist positiv auf das Coronavirus getestet worden. Chris Cuomo twitterte, er habe typische Symptome und befinde sich in seinem Keller in Isolation. Von dort wolle er auch seine TV-Show weiter leiten.

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