Corona-Ticker vom 13. April: Macron verlängert Ausgangsbeschränkungen | Aktuell Welt | DW | 13.04.2020
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COVID-19

Corona-Ticker vom 13. April: Macron verlängert Ausgangsbeschränkungen

Die Franzosen müssen weiter auf eine Lockerung der Ausgangsbeschränkungen warten. Der britische Premier Johnson zeigt sich nachdenklich. Und: Aus Griechenland kommt ein Notruf. Mehr im DW-Live-Blog.

Dieser Ticker ist nun geschlossen - hier noch einmal die Ereignisse des Montags zum Nachlesen:

Das Wichtigste in Kürze:

  • Ausgangssperre in Frankreich wird bis zum 11. Mai verlängert
  • Wissenschaftler der Leopoldina empfehlen Wiederaufnahme des Schulunterrichts in Deutschland
  • Britischer Premier Johnson konzentriert sich auf Genesung

Die Meldungen im Einzelnen - alle Zeiten in MESZ

20. 17 Uhr- Frankreichs Präsident Emmanuel Macron hat die strengen Ausgangsbeschränkungen im Kampf gegen COVID-19 bis zum 11. Mai verlängert. Es gebe Hoffnung, sagte Macron in einer Fernsehansprache. Aber in der Region Grand Est oder im Großraum Paris seinen die Krankenhäuser überlastet. Der Präsident bedankte sich bei allen, die sich an die Regeln halten. Er wisse, dass dies noch schwieriger sei, wenn man in einer engen Wohnung lebe.

18.38 Uhr - In Italien sind am Montag weniger Neu-Infektionen registriert worden als am Vortag. Die Zivilschutzbehörde meldete 3153 neue Fälle, nach zuletzt 4092. Insgesamt sind damit in Italien knapp 160.000 Ansteckungen bekannt - nur die USA und Spanien haben mehr Fälle.

18.21 Uhr - Im Kampf gegen das Coronavirus in Russland will Kremlchef Wladimir Putin auch die Erfahrungen des Militärs nutzen. Die Streitkräfte hätten bei Hilfseinsätzen in Italien und Serbien wichtige Erfahrungen gesammelt. Putin betonte, die nächsten Wochen seien bei der Bewältigung der Corona-Krise entscheidend. 

Großbritannien London | Coronavirus | Boris Johnson, Dankesrede NHS (Reuters/Pippa Fowles/No 10 Downing Street)

Der britische Premier Boris Johnson: "Mein Leben stand auf Messers Schneide"

16.21 Uhr - Der an der Lungenkrankheit COVID-19 erkrankte britische Premierminister Boris Johnson konzentriert sich nach der Entlassung aus dem Krankenhaus "auf seine Genesung". Das teilte sein Sprecher mit. Der Premier führe noch nicht die Regierungsgeschäfte. Nach dem Verlassen der Klinik hatte Johnson betont, sein Leben habe auf Messers Schneide gestanden. Die Zahl der Corona-Toten in Großbritannien stieg derweil um 717 auf über 11.000. 

15.53 Uhr - Estland will erst kurzfristig über eine Verlängerung des noch bis zum 1. Mai laufenden Corona-Notstands entscheiden. Regierungschef Jüri Ratas sagte, die Ausbreitung des Virus sei noch nicht eingedämmt. "Ob der Ausnahmezustand verlängert oder nicht, wird daher Ende April entschieden." Pläne für zusätzliche Beschränkungen gebe es nicht.

15.20 Uhr - US-Präsident Donald Trump hat einen Tweet an andere Twitter-Nutzer weitergeleitet, in dem die Entlassung des Regierungsberaters und Seuchenexperten Anthony Fauci gefordert wird. Fauci hatte zuvor erklärt, es hätten Menschenleben gerettet werden können, wenn früher Kontakteinschränkungen in den USA wegen der Pandemie erlassen worden wären.

14.53 Uhr - Auch in der Corona-Krise darf Europa nach den Worten des Ratsvorsitzenden der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Heinrich Bedford-Strohm, nicht wegsehen, wenn Menschen ertrinken. Am Osterwochenende seien mehrere Schlauchboote mit Schutzsuchenden auf dem Mittelmeer in Not geraten, schrieb der bayerische Landesbischof auf Facebook. Ein Boot mit vermutlich 85 Menschen sei gesunken, zu zwei Booten gebe es keinen Kontakt mehr.

14.48 Uhr - In Bayern hat die Polizei am Osterwochenende dem Landesinnenministerium zufolge rund 78.000 Kontrollen wegen der in der Corona-Krise geltenden Ausgangsbeschränkungen und der Schließung von Gastronomie und Einzelhandel durchgeführt. Dabei registrierte sie rund 10.000 Verstöße. Innenminister Joachim Herrmann bescheinigte aber den Menschen im Freistaat insgesamt ein "sehr vorbildliches" Verhalten.

14.22 Uhr - Das österreichische Bundesland Salzburg hat die wegen der Coronakrise ausgerufene Quarantäne in acht von neun Gemeinden aufgehoben. In der Nacht zum Dienstag gehe die Isolation für Orte wie Großarl, Bad Gastein, Saalbach-Hinterglemm und Zell am See zu Ende, erklärte Landeschef Wilfried Haslauer. Allein in Altenmarkt wollten die Behörden zumindest noch zwei Tage abwarten. Die Corona-Situation im gesamten Land sei erfreulich, so Haslauer. Es gebe fast doppelt so viele Genesene wie neu Infizierte.

14.10 Uhr - In den Niederlanden steigt die Zahl der Coronavirus-Toten um 86 auf 2823. Die Zahl der Infizierten wächst um 964 auf 26.551, teilte das Nationale Institut für Öffentliche Gesundheit mit.

Kosovo, Pristina (Getty Images/S. Gallup)

Pristina, die Hauptstadt des Kosovo, steht unter Quarantäne

13.48 Uhr - Die Behörden des Kosovos haben über die Hauptstadt Pristina wegen des sprunghaften Anstiegs von Corona-Erkrankungen die Quarantäne verhängt. An den Ortseingängen schickten Polizisten Autofahrer ohne Sondergenehmigung wieder zurück, berichtete das Internet-Portal "insajderi.com". Am Tag zuvor hatten die Gesundheitsbehörden des Landes 79 neue Corona-Infektionen innerhalb von 24 Stunden gemeldet. 

13.35 Uhr - Der Tourismus in Griechenland als wichtigster Sektor der Wirtschaft steht wegen der Corona-Krise vor einer Katastrophe. Die Umsatzverluste werden von der Hotelkammer bis zum Jahresende auf knapp 4,5 Milliarden Euro geschätzt. 65 Prozent der Hoteliers fürchten, dass ihre Unternehmen bankrott gehen werden. 45.000 Arbeitsplätze seien bereits verloren gegangen. Dies ist das Ergebnis einer Umfrage, die das Tourismus-Forschungsinstitut der Hotelkammer Griechenlands Anfang April vornahm.

13.03 Uhr - Die deutsche Metall- und Elektroindustrie erwartet wegen der Corona-Krise bis Ende April rund 2,2 Millionen Beschäftigte in Kurzarbeit. Das sagte der Hauptgeschäftsführer des Arbeitgeberverbands Gesamtmetall, Oliver Zander. Derzeit seien bereits etwa 1,2 Millionen der insgesamt vier Millionen Branchenbeschäftigten in Kurzarbeit. Dabei sei die Arbeitszeit im Durchschnitt um zwei Drittel verringert worden. "Das zeigt die Dramatik der Situation", sagte Zander.

12.58 Uhr - In Rumänien ist angesichts der Corona-Krise ein drittes Krankenhaus unter Führung der Armee gestellt worden. Wie Gesundheitsminister Nelu Tataru erklärte, soll das Kreiskrankenhaus im südostrumänischen Focsani nun von Militärärzten geleitet werden, nachdem sich dort 25 Ärzte und Pfleger sowie der Klinikmanager mit dem Virus Sars-CoV-2 infiziert hatten. 

12.47 Uhr - In Tschechien treten am Dienstag zusätzliche Bestimmungen für Berufspendler in Kraft, die in Deutschland arbeiten. Wer im Gesundheits- und Rettungswesen, in sozialen Einrichtungen oder im Bereich der kritischen Infrastruktur arbeitet, kann weiter täglich pendeln. Neu ist, dass die Regierung in Prag wegen der Coronavirus-Pandemie für diese Gruppe die Einhaltung strenger Hygienevorschriften einfordert. Dazu zählen das Tragen eines Mundschutzes am deutschen Arbeitsplatz sowie die Minimierung von sozialen Kontakten.

12.06 Uhr - Die Forschungsgemeinschaft Leopoldina als wichtiger Berater der Bundesregierung hat in einer neuen Stellungnahme eine Maskenpflicht für den öffentlichen Personenverkehr vorgeschlagen. Die Wissenschaftler empfehlen zudem die rasche Wiederaufnahme des Schulunterrichts. "Die Wiedereröffnung der Bildungseinrichtungen sollte sobald wie irgend möglich erfolgen, und zwar schrittweise und nach Jahrgangsstufen differenziert", schreiben die Experten. Das Gutachten ist eine der Grundlagen für Beratungen der Bundesregierung mit den Ländern am Mittwoch über eine Lockerung der Kontakteinschränkungen.

Coronavirus Russland Moskau Ausgangssperre Verkehrskontrolle (picture-alliance/dpa/Tass/V. Gerdo)

In Russland geben die Behörden ab Mittwoch elektronische Passierscheine aus

11.19 Uhr - Moskaus Behörden haben einen elektronischen Passierschein eingeführt, um die Bewegungen der Menschen während der Corona-Krise zu überwachen. Eine entsprechende Website zur Beantragung der Pässe wurde freigeschaltet. Das System soll dann ab Mittwoch einsatzbereit sein, teilten die russischen Behörden mit. Einen Passierschein brauchen alle Bürger, die mit dem Auto oder dem Nahverkehr während der verhängten Ausgangsbeschränkungen unterwegs sind. Moskaus Einwohner dürfen ihre Häuser seit dem 30. März nur verlassen, um mit ihren Hunden Gassi zu gehen, den Müll rauszubringen und das nächste Lebensmittelgeschäft oder die nächste Apotheke aufzusuchen. 

11.11 Uhr - 150 Platzverweise auf einen Streich hat die Brandenburger Polizei am Ostersonntag am Summter See im Landkreis Oberhavel ausgesprochen. Ein Zeuge habe über eine größere Menschenansammlung am Ufer informiert, sagte ein Sprecher des Polizeipräsidiums Brandenburg. Dicht an dicht hätten dort Sonnenbadende gelegen. Auf der kleinen Strandfläche konnte die geltende Abstandsregel zur Verringerung der Ansteckungsgefahr von Corona von 1,50 Metern nicht eingehalten werden. 

10.32 Uhr - In Spanien durften Hunderttausende Menschen erstmals nach zwei Wochen wieder zur Arbeit fahren. Der sogenannte "Winterschlaf", mit dem die linke Regierung den Kampf gegen die Corona-Pandemie intensiviert hatte, ging in jenen Regionen des Landes zu Ende, in denen der Ostermontag kein Feiertag ist. In Madrid gaben Polizeibeamte in U-Bahn-Stationen oder Bahnhöfen seit sechs Uhr morgens erstmals insgesamt 1,4 Millionen Schutzmasken aus. In der Hauptstadt fuhren nach Medienschätzungen rund 300.000 Menschen wieder zur Arbeit.

10.26 Uhr - Polizei und Militär in Ecuador haben in den vergangenen drei Wochen fast 800 Leichen aus Häusern in der besonders von der Coronavirus-Pandemie betroffenen Stadt Guayaquil geholt. 771 Leichen seien von einer Spezialeinheit aus den Häusern gebracht worden, schrieb Jorge Wated, Chef der Sondereinheit, im Onlinedienst Twitter. Aus der Hafenstadt im Süden Ecuadors wurden nach offiziellen Angaben 4000 der 7500 Infektionsfälle des Landes gemeldet. Krankenhäuser und Bestattungsdienste sind von dem Virusausbruch überfordert. 

09.59 Uhr - In Russland sind 2558 Neuinfektionen bestätigt worden - so viele wie nie zuvor an einem Tag. Damit steige die Zahl der nachweislich Infizierten binnen 24 Stunden auf 18.328, teilt das Corona-Krisenzentrum mit. 18 weitere Patienten seien gestorben. Damit verzeichnet Russland den offiziellen Angaben zufolge insgesamt 148 Tote, bei denen das Virus festgestellt wurde.

09.58 Uhr - Das Thema Hygiene und Sauberkeit rückt in der Corona-Krise verstärkt ins Bewusstsein der Bürger. Wie eine veröffentlichte Forsa-Umfrage ergab, änderte die Mehrheit der Bundesbürger diesbezüglich ihre Verhaltensweisen. 57 Prozent gaben an, sich aktuell viel oder etwas mehr mit Reinigung, Sauberkeit und Hygiene zu befassen. Regelmäßiges Händewaschen gilt neben dem Abstandhalten als wirksame Maßnahme gegen eine Ansteckung. 

09.25 Uhr - Südkorea will am Dienstag einem Insider zufolge die ersten von der US-Regierung erbetenen Test-Sets auf den Weg bringen. 600.000 Sets würden mit einem US-Flugzeug abgeholt, verlautet aus Regierungskreisen in Seoul. Südkorea reagiert auf eine Bitte von US-Präsident Donald Trump, die dieser Ende März in einem Telefonat mit seinem südkoreanischen Amtskollegen Moon Jae In geäußert hat. Südkorea hat bereits Test-Sets an mehrere Städte in den USA geschickt, darunter Los Angeles, bislang aber nicht auf Bitten der US-Regierung.

07.50 Uhr - Vor den Parlamentswahlen in Südkorea in dieser Woche haben so viele Bürger wie noch nie wegen der Coronavirus-Pandemie die Möglichkeit zur frühzeitigen Stimmabgabe genutzt. An der Vorauswahl am Freitag und Samstag hätten sich 26,7 Prozent der etwa 44 Millionen Wahlberechtigten beteiligt, teilte die nationale Wahlkommission auf ihrer Website mit. Das seien 0,6 Prozent mehr als bei der Präsidentenwahl 2017 und die bisher höchste Quote bei einer Vorauswahl gewesen. Die hohe Beteiligung führten die südkoreanischen Medien auch auf die grassierende Lungenkrankheit COVID-19 zurück. Viele wollten demnach größere Menschenmengen am eigentlichen Wahltag am Mittwoch vermeiden.

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