Corona-Live-Ticker vom 8. April: WTO rechnet mit Absturz des Welthandels | Aktuell Welt | DW | 08.04.2020
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COVID-19

Corona-Live-Ticker vom 8. April: WTO rechnet mit Absturz des Welthandels

Iran Teheran | Coronavirus | Temperaturmessung (picture-alliance/Zuma/R. Fouladi)

Ein Helfer des Roten Halbmondes misst einer Iranerin Fieber

11.55 Uhr -  Im Iran sind jetzt rund 4000 Menschen infolge des Virus gestorben. Ein Sprecher des Gesundheitsministeriums bezifferte die Zahl der Infektionen im Land auf 64.600 – knapp 2000 mehr als am Dienstag. 4000 Patienten befänden sich im kritischen Zustand. - (Achtung: die iranische Regierung hat die Zahlen um 13.16 Uhr korrigiert - hier sind jetzt die richtigen Zahlen.)

11.52 Uhr – Die Zahl der Todesfälle in Spanien ist um 757 auf mehr als 14.500 gestiegen. Wie das Gesundheitsministerium weiter mitteilte, sinkt der prozentuale Anstieg der Todeszahlen leicht. Insgesamt werden im Land mehr als 146.000 Infizierte registriert, rund 10.000 mehr als am Dienstag.

11.45 Uhr – Nach der Aufhebung des Ausreiseverbots in der chinesischen Stadt Wuhan strömen zehntausende Menschen zu den Bahnhöfen und zum Flughafen der Stadt. Laut Schätzungen der Regierung wollten im Laufe des Tages 55.000 Menschen allein mit dem Zug die Stadt verlassen.  In Wuhan waren Ende Dezember die ersten Fälle der rätselhaften Lungenkrankheit aufgetreten, die inzwischen als Covid-19 bekannt ist.

China Wuhan Tianhe International Airport Umarmungen beim Abschied (Reuters/Aly Song)

Zum Abschied eine Umarmung: Mediziner auf dem Flughafen von Wuhan

11.40 Uhr – Premierminister Abiy Ahmed hat den Notstand für Äthiopien ausgerufen, um die Ausbreitung einzudämmen. In dem Land wurden zwar nur 52 Infektionen und zwei Todesfälle registriert. Aber die Zahl nimmt rasch zu.

11.32 Uhr – Um eine unkontrollierte Corona-Ausbreitung zu verhindern, sollten die Flüchtlingslager auf den griechischen Ägäis-Inseln nach Ansicht von Pro Asyl komplett geräumt werden. "Es ist abwegig, hierzulande die Seuche einzudämmen und dann wissentlich deren Ausbreitung an anderen Orten in der EU zuzulassen", sagte der Geschäftsführer der Flüchtlingsrechte-Organisation, Günter Burkhardt. Deutschland wird voraussichtlich in der kommenden Woche die ersten 50 unbegleiteten Minderjährigen aus den Lagern aufnehmen. Das entschied das Bundeskabinett .

11.23 Uhr – Die Gesundheitsbehörden Malaysias haben 156 neue Fälle registriert, womit die Gesamtzahl auf über 4100 stieg. Die Zahl der Toten stieg um zwei auf 65.

11.07 Uhr – In Tschechien hat die Zahl der bestätigten Virus-Infektionen die Marke von 5000 überstiegen. Das Gesundheitsministerium meldet 195 neue Fälle. Der Zuwachs verlangsamt sich demnach. Die Regierung hatte am Montag eine Lockerung der Maßnahmen beschlossen. So sollen einige Geschäfte wieder öffnen können und einige Sportarten wie Joggen und Fahrradfahren wieder erlaubt werden.

11.00 Uhr – Die Regierung in Indonesien hat 218 neue Infektionen registriert, damit stieg die Gesamtzahl auf knapp 3000. Die Zahl der Toten stieg um 19 auf 240.

10.49 Uhr – Großbritannien ist nach den Worten des Londoner Bürgermeisters Sadiq Khan noch weit von einer Lockerung der Maßnahmen entfernt. Er gehe davon aus, dass es bis zum Höhepunkt des Virusausbruchs möglicherweise noch eineinhalb Wochen dauere, sagt Khan.

10.44 Uhr – Auf dem französischen Flugzeugträger Charles de Gaulle besteht bei rund 40 Seestreitkräften ein Covid-19-Verdacht. Sie stünden unter verstärkter medizinischer Beobachtung, teilte das französische Verteidigungsministerium mit. Auf dem Flugzeugträger gebe es eine medizinische Station mit Beatmungsgeräten.

10.37 Uhr – Der Autobauer BMW steigt in die Fertigung von Atemschutzmasken ein. "Damit gehen wir die globalen Engpässe aktiv an", sagte Vorstandschef Oliver Zipse während eines Treffens mit dem bayerischen Ministerpräsidenten Markus Söder. Bald könne man täglich mehrere hunderttausend Masken produzieren.

10.33 Uhr – In Russland ist die Zahl der bestätigten Virus-Infektionen den zweiten Tag in Folge um mehr als tausend gestiegen. Am Mittwoch meldeten die zuständigen Behörden ein Plus von 1175 Fällen - so viele wie noch nie zuvor an einem Tag. Insgesamt sind demnach in Russland jetzt 8672 Ansteckungen und 63 Todesfälle registriert.

10.31 Uhr – In den USA mehren sich die Nachrichten über Corona-Erkrankungen und Todesfälle in den Gefängnissen. Inhaftierte und Bedienstete in den Haftanstalten klagen vor allem darüber, dass Abstand halten nicht möglich sei, aber auch über die hygienischen Zustände. Landesweit befinden sich rund 2,3 Millionen Menschen in mehr als 7.000 Anstalten in Haft.

10.05 Uhr – Die deutsche Wirtschaft steht nach Ansicht der führenden Forschungsinstitute wegen der Virus-Krise vor einer dramatischen Talfahrt. "Die Pandemie löst eine schwerwiegende Rezession in Deutschland aus", teilten die Ökonomen in ihrem Frühjahrsgutachten für die Bundesregierung mit. 2020 werde das Bruttoinlandsprodukt (BIP) um 4,2 Prozent schrumpfen. Allerdings bestehe die Gefahr, dass es noch schlimmer kommen könnte.

10.00 Uhr -  Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier sieht viele Familien vor großen Herausforderungen und Problemen. In einergemeinsamen Videobotschaft mit seiner Ehefrau Elke Büdenbender sprach er von einer "belastenden Zeit". Die Familien müssten nicht nur den veränderten Alltag bewältigen, sondern dürften auch Angehörige in Pflegeheimen derzeit nicht besuchen. Büdenbender sagte, vor allem dürften diejenigen nicht vergessen werden, "die diese Krise ganz besonders hart trifft" - die Alleinerziehenden, die Alleinstehenden "oder die Familien, die auf allerengstem Raum zusammenleben und jetzt noch größere Existenzsorgen haben als früher".

09.52 Uhr – Die Deutsche Post sieht trotz der Krise keinen Bedarf für staatliche Finanzhilfen. Post-Chef Frank Appel sagte, der Konzern sei sehr gut aufgestellt. Zwar verbuche das Unternehmen im Express- und Frachtgeschäft, in der Lieferkettenlogistik und bei Werbepost zuletzt spürbare Rückgänge. Das Paketgeschäft sei aber auf ein Niveau gewachsen, wie man es normalerweise nur in der Vorweihnachtszeit sehe, sagte Appel.

09.45 Uhr – Die französischen Profifußballvereine haben sich mit ihren Spielern auf einen temporären Gehaltsverzicht geeinigt. " Der Präsident der Spielergewerkschaft UNFP, Philipp Piat,  sagte, vorgesehen sei ein Stufenmodell ab einer Reduzierung von 20 Prozent für Profis, die mehr als 10.000 Euro im Monat verdienen. Topverdiener ab 100.000 Euro sollen auf die Hälfte ihres Gehalts verzichten, bis die ausgesetzten Fernsehgelder wieder fließen. Das Abkommen ist rechtlich nicht verbindlich.

09.36 Uhr – Nachdem sich die EU-Finanzminister nicht auf ein gemeinsames Hilfsprogramm zur Behebung der Coronakrise einigen konnten, rufen der deutsche Finanzminister Olaf Scholz und sein französischer Kollege Bruno Le Maire alle Seiten zu einer Einigung auf. "In dieser schweren Stunde muss Europa eng zusammenstehen", schreibt Scholz auf Twitter. 

09.29 Uhr – Der wissenschaftliche Berater der französischen Regierung in der Coronakrise, Jean-François Delfraissy, empfiehlt, die nationale Ausgangssperre noch mehrere Wochen beizubehalten. Derzeit ist die Maßnahme bis zum 15. April begrenzt. Bis zu 17 Millionen Franzosen seien durch das Virus aufgrund ihres Alters, Vorerkrankungen oder Übergewicht besonders betroffen, sagte er. In Frankreich sind nach Angaben der Johns-Hopkins-Universität 110.000 Menschen infiziert und 10.300 gestorben.

09.05 Uhr - Angesichts der Pandemie haben Entwicklungsminister Gerd Müller und Hilfsorganisationen zu Oster-Spenden aufgerufen. Die deutschen Hilfsorganisationen leisteten "einen unverzichtbaren Beitrag, den Corona-Ausbruch in den Flüchtlingsregionen einzudämmen", sagte Müller. Die kirchlichen Hilfswerke sorgen sich aufgrund der ausfallenden Osterkollekte. Die Präsidentin von "Brot für die Welt", Cornelia Füllkrug-Weitzel, betonte, Kollekten und Spenden seien die Basis der Arbeit der Organisation.

08.41 UhrDer Weg für ein staatliches Hilfspaket an den Tui-Konzern in der Corona-Krise ist frei. Mehrere Banken erklärten ihre Zustimmung zu einem vom Bund in Aussicht gestellten Kredit über 1,8 Milliarden Euro, teilte der weltgrößte Reiseanbieter in Hannover mit. Das Geld kommt von der staatlichen Förderbank KfW - wegen gleichzeitiger Änderungen an einem anderen Darlehensprogramm mussten aber noch weitere Institute ihr Einverständnis geben.

08.30 UhrDer im Krankenhaus liegende britische Premierminister Boris Johnson ist nach Angaben der Regierung in einem stabilen Gesundheitszustand. Er sei guten Mutes, teilt Edward Argar, Staatssekretär im Gesundheitsministerium, mit. Er habe zusätzlichen Sauerstoff erhalten, werde aber nicht künstlich beatmet. Johnson ist an COVID-19 erkrankt und liegt in einem Londoner Krankenhaus auf der Intensivstation.

08.10 UhrIm Streit über ein milliardenschweres Corona-Rettungspaket haben die EU-Finanzminister vorerst kein Ergebnis vorgelegt, sondern sich auf Donnerstag vertagt. Dies teilte Eurogruppen-Chef Mario Centeno auf Twitter mit. 

07.43 Uhr - Im Kampf gegen den Virusausbruch ist ein Ende sämtlicher Maßnahmen auf einmal nach Einschätzung des Robert-Koch-Instituts (RKI) derzeit nicht denkbar. "Ein Exit suggeriert vielleicht, dass man einfach die ganzen Maßnahmen aufhebt und dann so lebt wie vor dieser Epidemie. Ich persönlich kann mir das momentan nicht vorstellen", sagt RKI-Chef Lothar Wieler mit Blick auf die Debatte über einen Ausstieg aus den Beschränkungen, die sogenannte Exit-Strategie. "Ich kann mir vorstellen, dass es schrittweise bestimmte Änderungen gibt." Über das genaue Vorgehen müsse die Politik entscheiden. "Für mich ist der Exit zu einseitig belegt", erklärt Wieler im Deutschlandfunk. 

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