Corona-Live-Ticker vom 5. April: Hoffnung keimt auf | Deutschland | DW | 05.04.2020
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COVID-19

Corona-Live-Ticker vom 5. April: Hoffnung keimt auf

15.41 Uhr - Das Gesundheitsministerium in London teilt für Großbritannien einen Anstieg der Todesfälle um 621 auf 4934 mit und nennt die Zahl der bestätigten Infektionen mit 47.806.

15.16 UhrUm eine Ausbreitung des Coronavirus in Haftanstalten zu verhindern, hat Marokkos König Mohammed VI. mehr als 5600 Strafgefangene begnadigt. Die Insassen würden wegen der "außergewöhnlichen Umstände im Zusammenhang mit der Gesundheitssituation und den notwendigen Maßnahmen" zur Eindämmung des Coronavirus schrittweise aus der Haft entlassen, teilte das Justizministerium in Rabat mit. Marokko hat bisher 960 Infektions- und 66 Todesfälle durch das Coronavirus gemeldet.

15.10 UhrDie Gesellschaft für bedrohte Völker hat vor einer deutlichen Zunahme von Menschenrechtsverletzungen in China aufgrund der Corona-Krise gewarnt. So seien seit Januar mehr als 900 Fälle von Verschwindenlassen, Verhaftungen, Einweisungen in Lager, erzwungenen Geständnissen und Geldstrafen in Zusammenhang mit der Krise registriert worden, erklärte die Menschenrechtsorganisation in Göttingen. "Unter dem Vorwand der Pandemie-Bekämpfung wird auch Gehirnwäsche betrieben und die Religions- und Pressefreiheit weiter eingeschränkt", sagte Direktor Ulrich Delius. 

14.44 Uhr - Der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) plädiert für ein zweites Corona-Hilfspaket von Bund und Ländern mit klaren Signalen für die Betriebe. "Der Schutzschirm der Bundesregierung enthält bereits gute Instrumente, die krisenmildernde Wirkung entfalten", erklärt DIHK-Präsident Eric Schweitzer. "Es ist aber dringend notwendig, das jetzt weiter zu entwickeln", ergänzt er. "Verständlicherweise kann aktuell niemand eindeutig sagen, wann unser Land wieder den Normalbetrieb aufnehmen kann. Aber es wäre schon wichtig zu wissen, mit welchen an die Krise angepassten Regeln einzelne Branchen zum Zeitpunkt X wieder loslegen können."

14.40 UhrMehrere südostasiatische Rebellenmilizen haben im Kampf gegen das Coronavirus einseitige Waffenstillstände erklärt. Im ethnisch mehrheitlich malaiischen und religiös islamischen Süden Thailands will die größte muslimische Separatistenmiliz Barisan Revolusi Nasional (BRN) die Waffen ruhen lassen, um den Zugang von humanitärer und medizinischer Hilfe in die von dem Virus betroffenen Regionen zu gewährleisten. Das berichtete die staatliche malaysische Nachrichtenagentur Bernama.

14.38 Uhr - SPD-Chef Norbert Walter-Borjans stellt sich gegen Forderungen von Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU), nach der Krise die Wirtschaft mit Steuersenkungen anzukurbeln. "Adam Riese war gebürtiger Bayer, von ihm könnte der bayerische Ministerpräsident lernen, dass man 156 Milliarden Euro zusätzlicher Kredite nicht abträgt, indem man die Staatseinnahmen senkt", sagt Walter-Borjans der Zeitung "Augsburger Allgemeine". "Markus Söder sollte lieber mit uns für mehr Investitionen und eine bessere Bezahlung der wahren Helden in der Corona-Krise eintreten."

14.32 Uhr - In den Niederlanden berichten die Gesundheitsbehörden einen Anstieg der Todesfälle um 115 auf 1766 und einen Zuwachs der bestätigten Infektionen um 1224 auf 17.851.

Coronavirus Italien Mailand (AP)

So schnell wird sich das Leben in Italien nicht normalisieren

14.05 Uhr - Italiens Gesundheitsminister Roberto Speranza stimmt seine Landsleute auf weitere "schwierige Monate" ein. "Unsere Aufgabe ist es, die Bedingungen zu schaffen, um mit dem Virus leben zu können", zumindest bis ein Impfstoff entwickelt sei, sagt er der Zeitung "La Repubblica". Es sei zu früh, um sagen zu können, wann die ab dem 9. März verhängten Einschränkungen des öffentlichen Lebens wieder aufgehoben werden könnten. Manche der Maßnahmen müssten wohl beibehalten werden.

13.54 UhrIn Tokio sind weitere 143 Coronavirus-Fälle bestätigt worden - der bislang höchste Anstieg innerhalb eines Tages. Am Vortag waren 118 Menschen positiv auf das neue Coronavirus getestet worden und damit erstmals mehr als 100 Menschen innerhalb eines Tages. Damit zählt die japanische Hauptstadt bereits mehr als 1000 Infektionsfälle. Mit den inzwischen täglich steigenden Zahlen nehme zugleich der Druck auf Ministerpräsident Shinzo Abe zu, möglicherweise den Ausnahmezustand auszurufen, um eine weitere Ausbreitung des Erregers zu verhindern, so lokale Medien. Wegen des weltweit grassierenden Erregers waren kürzlich die in diesem Sommer in Tokio geplanten Olympischen Spiele um ein Jahr verschoben worden.

13.51 UhrPapst Franziskus hat wegen der Corona-Pandemie unter ungewöhnlichen Umständen am Palmsonntag die Messe gelesen und damit die Karwoche eingeleitet. Nur einige Priester, Nonnen und andere Gläubige sowie ein Chor konnten im Petersdom in Rom dem Gottesdienst hinter verschlossenen Türen beiwohnen. Auf einem der Fotos war der 83-jährige Franziskus zu sehen, wie er einen Palmzweig während der Messe hält. Wegen der in Italien besonders schlimm grassierenden Corona-Pandemie hatte der Vatikan das diesjährige Programm zur Osterwoche zusammengestrichen. Die Öffentlichkeit ist ausgeschlossen.

Vatikan Papst Franziskus Palmsonntag

Papst Franziskus verlässt den Petersdom nach der Messe an diesem Palmsonntag

 

13.42 Uhr - Der Schweizer Gesundheitsminister Alain Berset hält es aufgrund der aktuellen Corona-Lage im Land für illusorisch, bereits die ersten Schritte zurück Richtung Normalität zu setzen. Erst wenn die Zahl der Menschen in den Krankenhäusern nicht mehr ansteige, könne man daran denken, sagte Berset der "Sonntagszeitung". "Die Erfahrung zeigt, wer zu früh nachgibt, verlängert die Krise." Der Zeitpunkt der Lockerung sei nicht nur eine politische Entscheidung, er hänge auch von der Wissenschaft ab. Das Virus gebe das Tempo vor.

13.30 UhrWeltweit sind US-Experten zufolge bereits mehr als 65.000 Menschen infolge der vom neuartigen Coronavirus verursachten Lungenkrankheit gestorben. Die Zahl der bestätigten Infektionen mit SARS-CoV-2 stieg bis Sonntagmittag auf mehr als 1,2 Millionen, wie aus Daten der Universität Johns Hopkins hervorging. In Italien starben demnach 15.000 Corona-Infizierte, in Spanien 12.000 und in den USA 8500. Unter den am stärksten von der Lungenkrankheit COVID-19 betroffenen Ländern registrierte die Universität den höchsten Anteil an Corona-Toten bislang in Spanien und Italien. In beiden Ländern starben rund 25,5 Menschen pro 100.000 Einwohner. In Deutschland waren es dagegen 1,7 Todesfälle pro 100.000 Einwohner, in China 0,24.

11.58 Uhr - Die seit gut drei Wochen anhaltende Ausgangssperre im von der Corona-Pandemie besonders schwer betroffenen Spanien zeigt offenbar Erfolge. Binnen der letzten 24 Stunden seien nur noch gut 6000 Neuinfektionen verzeichnet worden, teilte das Gesundheitsministerium in Madrid mit. Die Gesamtzahl stieg damit auf mehr als 130.000. Am Vortag waren in Spanien noch rund 7000 neue Ansteckungen gemeldet worden.

11.41 Uhr - In Indonesien müssen die Menschen nun Schutzmasken aus Stoff tragen, wenn sie ihre Häuser verlassen. Die Anordnung wird vom Gesundheitsministerium bekanntgemacht. Medizinische Schutzmasken sollen demnach dem medizinischen Personal vorbehalten bleiben. In den südostasiatischen Land ist die Zahl der festgestellten Infektionen zuletzt um 181 auf 2273 gestiegen und die Zahl der Todesfälle um sieben auf 198.

11.12 Uhr - In Berlin sind zwei Millionen Atemschutzmasken und 300.000 Schutzkittel aus China angekommen. Sie sind am Samstag am Flughafen Leipzig/Halle eingetroffen. Die Bundeswehr habe sie dort abgeholt und nach Berlin gebracht, sagte die Berliner Senatssprecherin Melanie Reinsch am Sonntagmorgen. Die Schutzmasken und -kittel sollen ab Montag in Berlin unter anderem an Kliniken, Pflegeheime und die Polizei verteilt werden.

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