Corona-Live-Ticker vom 5. April: Hoffnung keimt auf | Deutschland | DW | 05.04.2020
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COVID-19

Corona-Live-Ticker vom 5. April: Hoffnung keimt auf

Leichte Entspannung in Italien, Spanien und Frankreich. In Großbritannien macht die Queen ihrem Volk Mut. In Deutschland nähert sich die Zahl der registrierten Infizierten derweil der 100.000er-Marke. Mehr im Live-Blog.

Coronavirus Italien Rom Vatikan Petersplatz (REUTERS)

Die Polizei riegelt den Platz vor dem Petersdom in Rom ab

Dieser Ticker ist geschlossen. Hier noch einmal die Ereignisse vom Sonntag zum Nachlesen - den aktuellen Ticker (6. April) finden sie hier:

Das Wichtigste in Kürze:

  • Schon fast 100.000 registrierte Coronavirus-Infizierte in Deutschland
  • Zahl der täglichen Todesopfer in Italien, Spanien und Frankreich sinkt
  • Queen Elizabeth II. beschwört Durchhaltevermögen in Corona-Krise

Die Meldungen im Einzelnen - Alle Zeiten in MEZ

21.50 Uhr - In Deutschland sind bis Sonntagabend mehr als 95.900 Infektionen mit dem neuen Coronavirus registriert worden (Vortag: gut 91.100 Infektionen). Das geht aus einer Auswertung der Deutschen Presse-Agentur (dpa) hervor, die die neuesten Zahlen der Bundesländer berücksichtigt. Mindestens 1415 mit SARS-CoV-2 Infizierte sind demnach bisher bundesweit gestorben (Vortag: 1316). Laut einer Statistik der Johns-Hopkins-Universität aus den USA gab es bis Sonntagabend hierzulande sogar 1524 Todesfälle und fast 99.000 registrierte Infizierte.

21.30 Uhr - In Großbritannien hat Königin Elizabeth II. ihr Volk in einer historischen Rede zum Durchhalten in der Coronavirus-Pandemie aufgerufen - und ihnen Mut zugesprochen. "Wir bekämpfen diese Krankheit gemeinsam", sagte die 93 Jahre alte Monarchin in der mit Spannung erwarteten Ansprache, die am Sonntagabend übertragen wurde. "Wenn wir vereint und entschlossen bleiben, werden wir sie überwinden", so die Queen. 

20.49 UhrFrankreich hat den niedrigsten Anstieg bei den Corona-Todesfällen seit einer Woche registriert. 357 Krankenhauspatienten starben binnen 24 Stunden an der vom neuartigen Coronavirus verursachten Lungenkrankheit Covid-19, wie die Gesundheitsbehörden mitteilten. Die Gesamtzahl der Todesfälle infolge einer Corona-Infektion erhöhte sich demnach auf 8076. 

20.45 Uhr - Die Slowakei will im Kampf gegen die Coronavirus-Pandemie die Bewegungsfreiheit der Bürger beschränken. Die Maßnahme solle am Mittwoch bis zum 13. April gelten, sagt Ministerpräsident Igor Matovic. Die Fahrt zur Arbeit, der Gang zum Supermarkt oder der Besuch beim Arzt seien noch erlaubt. Mit dem Schritt will die Regierung die Ausbreitung der Lungenkrankheit über Ostern verhindern. In der Slowakei sind bislang nach offiziellen Angaben 485 Personen mit dem Virus infiziert.

20.03 UhrAuch Norwegen beteiligt sich an der inzwischen massiv angelaufenen Hilfewelle für das vom Coronavirus gezeichnete Italien. Gesundheitsminister Bent Hoie kündigte an, dass sein Land ein medizinisches Team nach Italien in Marsch setzen werde. "Wir haben die Infektion in Norwegen unter Kontrolle, während Italien auf dem Höhepunkt der Krise steht", sagte Hoie. Das etwa 25-köpfige Team aus Ärzten und Helfern, alles Freiwillige, soll in der Lombardei zum Einsatz kommen.

19.52 UhrAls Zeichen gegen die Dunkelheit in der Coronavirus-Krise haben Menschen vielerorts in Indien nachts Lichter entzündet. Auf Bildern war zu sehen, wie einige mit Kerzen, Leuchten oder Handytaschenlampen an ihren Türen oder auf Balkonen standen und das Licht in ihren Häusern ausgeschaltet hatten. Zuvor hatte Premier Narendra Modi die Bürger zu der Aktion aufgerufen. In Indien herrscht derzeit eine dreiwöchige Ausgangssperre.

Indien Neu Delhi | Coronavirus | Solidarität, Kerzen & Lichter (Reuters/D. Siddiqui)

Diese Frauen in Neu Delhi wollen mit ihren Lichtern das Coronavirus vertreiben

 

19.32 UhrDie Zahl der Coronavirus-Fälle in der Türkei ist auf mehr als 27.000 gestiegen. Innerhalb von 24 Stunden seien 3135 Menschen positiv getestet worden, teilte Gesundheitsminister Fahrettin Koca via Twitter mit. Die Zahl der offiziell gemeldeten Fälle stieg damit auf 27.069. An einem Tag verstarben demnach 73 Menschen an der Lungenkrankheit Covid-19, die Gesamtzahl der Todesopfer stieg damit auf 574. Zugleich stieg die Zahl der offiziell von der Lungenkrankheit Covid-19 Genesenen nach Angaben von Koca von 786 auf 1042. 

19.09 UhrIn Pakistan sind wegen der Corona-Krise 20.000 Teilnehmer einer religiösen Massenveranstaltung unter Quarantäne gestellt worden. Nach zehntausenden weiteren Gläubigen werde noch gesucht, teilten die Behörden mit. Mehr als 100.000 Menschen hatten vom 10. bis 12. März nach Angaben der Veranstalter an dem Treffen der islamischen Missionsbewegung Tablighi Jamaat in Lahore teilgenommen. Die Organisatoren hatten eine Warnung der Regierung ignoriert und die Veranstaltung trotz der Ausbreitung des neuartigen Coronavirus nicht abgesagt. 

18.21 Uhr - In Italien ist bereits den zweiten Tag in Folge die Zahl der an den Folgen des Coronavirus gestorbenen Menschen gesunken. Der Zivilschutz zählte 525 Todesopfer am Sonntag, nach 681 am Samstag. Damit stieg die Gesamtzahl der Toten in Italien auf nunmehr 15.887, die aktuell höchste Zahl weltweit. Die Zahl der Menschen in Italien, die sich nachweislich mit dem Erreger Sars-CoV-2 infiziert haben, stieg am Sonntag um rund 3,5 Prozent auf 128.948. Das ist in etwa die gleiche Steigerungsrate wie an den Tagen zuvor, es wird allerdings mit einer hohen Dunkelziffer nicht erfasster Fälle gerechnet.

18.02 Uhr - In der Diskussion um Europas Antwort auf die Viruskrise schlägt Griechenlands Ministerpräsident Kyriakos Mitsotakis einem Medienbericht zufolge vor, dass die europäischen Länder gemeinsam die Patente von Impfstoffen und Schnelltests für den Coronavirus erwerben. Damit könnten diese Produkte dann schnell und gerecht dort verteilt werden, wo sie am dringendsten gebraucht würden, sagte Mitsotakis der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" (Montagausgabe) laut Vorabbericht.

Deutschland Biotech-Unternehmen CureVac (picture-alliance/dpa/S. Gollnow)

Weltweit wird fieberhaft an einem Impfstoff gegen das Coronavirus gesucht - wie die das deutsche Unternehmen CureVac

17.50 Uhr - Kanadas Gesundheitsbehörden melden einen Anstieg der Todesfälle um 20 Prozent auf 258 und der festgestellten Infektionen um zwölf Prozent auf 14.426.

17:50 UhrEiner der führenden Widersacher des früheren libyschen Machthabers Muammar al-Gaddafi ist am Coronavirus gestorben. Mahmud Dschibril, Ex-Chef des libyschen Übergangsrats, sei in einem Kairoer Krankenhaus gestorben, teilte Chaled al-Mrimi, Generalsekretär der Allianz der Nationalen Kräfte mit. Das Parteienbündnis war 2012 von Dschibril ins Leben gerufen worden. Der 68-jährige Dschibril war maßgeblich am gewaltsamen Sturz des jahrzehntelang herrschenden Machthabers Gaddafi 2011 beteiligt gewesen. Nach dessen Entmachtung leitete er zeitweise die Übergangsregierung. 

17.48 Uhr - Im US-Bundesstaat New York ist die Zahl der Todesfälle in den vergangenen 24 Stunden um 594 auf 4159 und die der bestätigten Infektionen um 8327 auf 122.000 gestiegen. Das teilt Gouverneur Andrew Cuomo mit. Als positive Nachricht wertet er, dass drei mal so viele Menschen aus den Krankenhäusern entlassen worden seien wie neu aufgenommen.

17.30 UhrDas Coronavirus hat nun auch erste Auswirkungen auf den für Muslime heiligen Fastenmonat Ramadan. Ägypten untersagte am Sonntag Tafeln zum Fastenbrechen (Iftar), an denen arme Menschen während des Ramadan normalerweise kostenlos essen können. Stattdessen sollten Wohltätigkeitsorganisationen lieber Bargeld oder Lebensmittel spenden, teilte das für Moscheen zuständige Ministerium mit. In dem nordafrikanischen Land haben sich nach offiziellen Angaben bisher 1070 Menschen mit dem Virus infiziert, 71 starben daran. Der Ramadan beginnt dieses Jahr am 23. April.

17.19 Uhr - In den USA könnte der Herausforderer von US-Präsident Donald Trump bei der Wahl im November womöglich auf einem "virtuellen" Nominierungsparteitag bestimmt werden. Darauf weist Ex-Vizepräsident Joe Biden hin, der aussichtsreichster Bewerber der Demokraten im Rennen um die Kandidatur ist. Womöglich werde es zum angepeilten Termin am 17. August nicht machbar sein, bis zu 30.000 Menschen an einem Ort zu versammeln, sagt er im Gespräch mit dem Sender ABC. Wegen der Corona-Krise haben die Demokraten ihren Parteitag bereits um einen Monat verschoben.

17.05 UhrNach einem starken Anstieg der Coronavirus-Infektionen hat Singapur fast 20.000 Wanderarbeiter für zwei Wochen unter Quarantäne gestellt. An diesem Sonntag war nach Behördenangaben mit 120 Neuinfektionen der bislang größte Zuwachs binnen 24 Stunden registriert worden. Viele Fälle stehen demnach in Verbindung mit den Unterkünften der Wanderarbeiter. Zwei Wohnheime mit insgesamt 19.800 Arbeitern wurden unter Quarantäne gestellt. Die Arbeiter werden nach Behördenangaben vor Ort medizinisch betreut und mit Lebensmitteln versorgt. Zudem wird ihnen weiterhin ihr Gehalt gezahlt.

17.03 Uhr - In Afrika könnten einer Studie zufolge durch die Corona-Krise rund 20 Millionen Arbeitsplätze verloren gehen. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie der Afrikanischen Union. Deren Experten erwarten je nach weiterem Fortgang der Pandemie einen Rückgang der Wirtschaftsleistung des Kontinents um 0,8 bis 1,1 Prozent.

16.54 Uhr - Das Zentralregister für Intensivbetten widerspricht Berichten, wonach es in deutschen Krankenhäusern mittlerweile fast 40.000 Intensivbetten gibt. "Wir können diese Zahl in keinster Weise bestätigen", sagt eine Sprecherin der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (Divi), die das Zentralregister betreibt, dem "Handelsblatt". Der Präsident der Deutschen Krankenhausgesellschaft (DKG), Gerald Gaß, hatte vor kurzem die Schätzung geäußert, dass inzwischen rund 40.000 Intensivbetten zur Verfügung stehen – von denen etwa 15.000 bis 20.000 frei seien. Wie aus den vom Divi veröffentlichten Zahlen hervorgeht, gab es am Freitagnachmittag 13.346 mit allen Arten von Intensivpatienten belegte Betten, 10.074 waren frei. 2680 der Betten dienten der Behandlung von Corona-Patienten. Von diesen mussten 83 Prozent beatmet werden.

Deutschland Coronavirus Intensivbett an Uniklinik Dresden (picture-alliance/dpa/R. Bonss)

Wieviel Intensivbetten stehen in Deutschland bereit? Die Zahlen sind widersprüchlich...

16.46 UhrIm Kampf gegen die Corona-Pandemie hat der europäische Flugzeughersteller Airbus vier Millionen Schutzmasken von China nach Europa gebracht. Der Großteil der Gesichtsmasken werde an die Gesundheitsbehörden in Deutschland, Frankreich, Spanien und Großbritannien geliefert, teilte ein Sprecher des Unternehmens mit.

16.17 Uhr - Österreichs Gesundheitsminister Rudolf Anschober spricht von einer hoffnungsvollen Entwicklung. Die Neuinfektionen fallen mit 270 geringer aus als der Anstieg der genesenen Patienten, der mit 491 angegeben wird. Nach Angaben des Ministeriums ist die Zuwachsrate bei den Infektionen seit mehreren Tagen deutlich rückläufig. Außerdem sinkt die Zahl der Patienten, die auf Intensivstationen behandelt werden. Anschober mahnt die Bürger aber, sich konsequent an die Kontaktsperren zu halten. Es dürfe nun kein Nachlassen geben. Bislang wurden in Österreich insgesamt 11.897 Infektionen und 204 Todesfälle gemeldet.

16.03 UhrTrotz organisatorischer Schwierigkeiten ist die Bundesregierung bei der Rückholung von Deutschen aus dem Ausland weiter vorangekommen. Die Zahl der nach Hause zurückgeholten Reisenden werde an diesem Sonntag auf 205.000 steigen, sagte ein Sprecher des Auswärtigen Amts der Nachrichtenagentur AFP. Zuletzt starteten Flugzeuge aus Peru und Kolumbien. Allerdings saßen weiterhin mehr als 40.000 Deutsche im Ausland fest. Außenminister Heiko Maas (SPD) räumte Anfangsschwierigkeiten des Rückholprogramms ein.

15.43 UhrDie Türkei hat die strenge Ausgangssperre für junge Menschen in der Corona-Krise wieder gelockert. Junge Arbeitnehmer und Saisonarbeiter in der Landwirtschaft seien von den Einschränkungen für unter 20-Jährige ausgenommen, teilte das türkische Innenministerium mit. Präsident Recep Tayyip Erdogan hatte am Freitag in einer Fernsehansprache angekündigt, dass Menschen unter 20 Jahren ihre Wohnungen nicht mehr verlassen dürften. Für über 65-Jährige und chronisch Kranke war bereits zuvor eine Ausgangssperre angeordnet worden. 

Türkei Corona-Pandemie (Imago-Images/Xinhua/A. Kaya)

Dieser Junge Mann in Istanbul wird von der türkischen Polizei nach Hause geschickt

 

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