Corona-Live-Ticker vom 4. April: Weltweit bereits mehr als 60.000 Coronavirus-Tote | Aktuell Welt | DW | 04.04.2020
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COVID-19

Corona-Live-Ticker vom 4. April: Weltweit bereits mehr als 60.000 Coronavirus-Tote

Weltweit sind mehr als 60.000 Menschen durch das Coronavirus gestorben. Spanien verlängert die Ausgangssperre. Und Italien meldet erstmals einen Rückgang der Intensivpatienten. Mehr dazu in unserem Live-Blog.

Spanien Madrid | Coronavirus | Medizinisches Personal, Schutzausrüstung (Reuters/S. Perez)

Die Welt wird wohl noch mit weitaus mehr Corona-Toten rechnen müssen

Dieser Ticker ist nun geschlossen. Hier noch einmal die Ereignisse vom Samstag zum Nachlesen:

Das Wichtigste in Kürze:

  • Spanien verlängert Ausgangssperre bis 26. April
  • US-Experten: Weltweit bereits mehr als 60.000 Coronavirus-Tote
  • Bundeswirtschaftsminister Müller fordert "Weltkrisenstab"

Die Meldungen im Einzelnen - Alle Zeiten in MESZ

23.47 Uhr - Der langjährige Grünen-Bundestagsabgeordnete und Rechtsanwalt Hans-Christian Ströbele (80) kündigt eine Klage vor dem Bundesverfassungsgericht an, falls zur Bekämpfung der Corona-Krise ältere und chronisch kranke Menschen separiert würden. Das wäre ein drastischer Eingriff in die Persönlichkeitsrechte, den man gar nicht begründen könne. Das wäre "wie Knast und kann sich nur ein Junger ausdenken, der davon nicht betroffen ist".

23.25 Uhr - US-Präsident Donald Trump will tausende Soldaten in die Bundesstaaten zur Unterstützung im Kampf gegen die Coronavirus-Epidemie schicken. "Wir werden eine gewaltige Menge an Militär zur Hilfe entsenden," sagt Trump zu Journalisten. Allein nach New York City sollen 1000 Militär-Beschäftigte gehen - einschließlich Ärzte und Krankenschwestern.

22.53 Uhr - Im Rahmen seiner speziell für die Corona-Krise eingerichteten "Airbus-Luftbrücke" hat der europäische Flugzeugbauer wieder Tausende von Schutzmasken aus China nach Europa gebracht. Eine Maschine vom Typ A350-1000 sei mit rund vier Millionen Gesichtsmasken an Bord in Hamburg gelandet, teilte der Luftfahrtkonzern mit. Ein Teil der Masken bleibe in Deutschland, der Rest werde an Krankenhäuser und andere Einrichtungen in den Airbus-Heimatländern Spanien, Frankreich und Großbritannien verteilt.

22.08 Uhr - Österreich wird im Kampf gegen das Coronavirus nach Ostern womöglich verstärkt auf Standortdaten von Mobiltelefonen zurückgreifen. Das deutete Kanzler Sebastian Kurz im Gespräch mit Journalisten an. Für die zwei Millionen Österreicher ohne Smartphone werde an Schlüsselanhängern gearbeitet, über die dann auch der Standort ermittelt werden könne. Außerdem wird wohl die Maskenpflicht ausgeweitet.

Österreich Wien Coronavirus Maskenpflicht im Supermarkt (picture-alliance/AP/H. Fohringer)

In österreichischen Supermärkten herrscht Maskenpflicht

21.52 Uhr - In den USA gibt es inzwischen 300.915 bekannte Infektionen mit dem Coronavirus. Nach Daten der Universität Johns Hopkins starben bislang 8162 Menschen an der Lungenkrankheit COVID-19. Die USA haben mit Abstand die meisten Infektionen weltweit. Das Virus verbreitet sich dort weiterhin rasant. 

21.45 Uhr - Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble stößt mit seinem Vorschlag, das Grundgesetz zu ändern, um die Handlungsfähigkeit des Parlaments auch während der Corona-Krise sicherzustellen, auf breiten Widerstand in den Bundestagsfraktionen. Der Vorsitzende der Linksfraktion, Dietmar Bartsch, sagte, das Parlament sei handlungsfähig, die demokratische Opposition zeige "sich außerordentlich kompromissbereit und wir sollten die Bevölkerung nicht zusätzlich mit solchen Diskussionen verunsichern". 

20.50 Uhr - In der Türkei ist die Zahl der Todesfälle um 76 auf 501 gestiegen. Die Zahl der Infizierten erhöhte sich um mehr als 3000 auf 23.934, teilt Gesundheitsminister Fahrettin Koca mit. Bislang wurden insgesamt 161.380 Personen auf Coronavirus getestet.

20.30 Uhr - In Frankreich ist die Zahl der Infizierten auf 68.605 von 64.338 gestiegen. Das teilt der Leiter der Gesundheitsämter Jerome Salomon mit. In den vergangenen 24 Stunden seien 441 Menschen am Coronavirus gestorben. Am Vortag hatten die Behörden 588 Todesfälle gemeldet.

20.12 Uhr - Nach Einschätzung von Kanzleramtsminister Helge Braun (CDU) ist der Höhepunkt der Krise in der Corona-Pandamie in Deutschland noch nicht erreicht. In einem vorab veröffentlichten Gespräch mit der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung" sagte er, die Aufgabe der Regierung sei es, "uns für unsere Bevölkerung auf den schwierigsten Teil dieser Krise vorzubereiten. Die Zeit mit den höchsten Infektionszahlen liegt noch vor uns." 

19.50 Uhr - Dubai kündigt im Kampf gegen das Coronavirus eine zweiwöchige Ausgangsbeschränkung an. Die Maßnahme gelte ab sofort, berichtet die staatliche Nachrichtenagentur WAM unter Berufung auf die zuständigen Behörden. In den 14 Tagen solle das Emirat desifiziert werden, um die Ausbreitung des Virus einzudämmen. In Dubai sind nach offiziellen Angaben 1505 Menschen mit dem Virus infiziert.

19.41 UhrUm eine mögliche Ausbreitung des Coronavirus in dem vom Bürgerkrieg gezeichneten Land zu verhindern, haben Jemens Huthi-Rebellen 1600 Gefangene auf freien Fuß gesetzt. Dies sei als Schutzmaßnahme gegen das Virus in den von den Huthis kontrollierten Gebieten gedacht, sagte Nabil al-Asani, Vertreter der Justizbehörden in den Rebellengebieten. Zuvor schon hatten die Regierungseinheiten hunderte Gefangene aus den überfüllten Haftanstalten freigelassen. Bisher ist im Jemen offiziell niemand am Coronavirus erkrankt.

19.28 UhrDie schwangere Verlobte des britischen Premierministers Boris Johnson, Carrie Symonds, hat nach eigenen Angaben eine Woche mit Symptomen der Lungenkrankheit Covid-19 im Bett verbracht. Das teilte die 32 Jahre alte ehemalige Kommunikationschefin der Konservativen Partei per Twitter mit. Getestet worden sei sie aber nicht. "Nach sieben Tage Ausruhen fühle ich mich stärker und bin auf dem Weg der Besserung", so Symonds. 

19.20 Uhr - In Kanada erhöht sich die Zahl der Coronavirus-Infizierten auf 12.924 von 11.747 am Vortag. Die Zahl der Toten sei auf 214 von 152 gestiegen, berichten die Gesundheitsbehörden.

18.30 Uhr - Erstmals seit gut einem Monat ist die Zahl der mit dem Coronavirus infizierten Intensivpatienten in Italien gesunken. 3994 Menschen würden derzeit auf Intensivstationen behandelt, 74 weniger als am Vortag, sagte Zivilschutz-Chef Angelo Borrelli. "Das sind sehr wichtige Neuigkeiten, denn das verschafft unseren Krankenhäusern eine Atempause." In der besonders schwer betroffenen Region Lombardei konnten demnach etwa 50 Patienten die Intensivstation verlassen. Die Zahl der an der Lungenkrankheit Covid-19 gestorbenen Menschen in Italien erhöhte sich am Samstag um 681 Tote auf knapp 14.700. Der Anstieg der Opferzahlen schwäche sich stetig ab, sagte Borrelli.

18.21 UhrIn der Corona-Krise steuert New York nach Einschätzung von Gouverneur Andrew Cuomo auf den Gipfelpunkt zu. Auf Basis verschiedener Projektionen erwarte er dies in etwa einer Woche, sagte er bei seiner täglichen Pressekonferenz. "Mir wäre lieber, der Gipfelpunkt wäre morgen. Ich will, dass das alles vorbei ist." Im Bundesstaat New York mit rund 19 Millionen Einwohnern hätten sich bislang knapp 114.000 Menschen mit dem Erreger infiziert, sagte Cuomo. Das sind rund 10.000 mehr als noch am Freitag. 3565 Menschen starben, mehr als 500 davon seit Freitag. 

USA New York | Coronavirus | Krankenwagen, Notfall (Reuters/S. Jeremiah)

In New York sind die Krankenwagen im Dauereinsatz

18.14 UhrDie Vereinigten Arabischen Emirate wollen die ab Herbst in Dubai geplante Weltausstellung "Expo 2020" wegen der Corona-Pandemie um ein Jahr verschieben. Eine entsprechende formelle Anfrage sei von der Regierung des Landes gestellt worden, hieß es am Samstag in einer Erklärung der Expo-Veranstalter. Die Weltausstellung solle nun vom 1. Oktober 2021 bis zum 31. März 2022 in Dubai stattfinden. Die Veranstaltung solle dabei weiter unter dem Titel "Expo 2020" laufen.

18.05 Uhr - Berlins Regierung versucht nach Angaben des Innensenats zu klären, wieso am Flughafen Bangkok 200.000 für die Hauptstadt bestimmte Schutzmasken verschwunden sind. Die Masken seien nicht bei einer US-Firma bestellt worden, "sondern bei einem deutschen Unternehmen für medizinischen Fachhandel", twittert die Senatsverwaltung. "Fakt ist: Es gab eine Bestellung der Polizei von 400.000 Schutzmasken FFP2. Fakt ist auch: die erste Marge von 200.000 Stück hat Berlin nie erreicht." Man prüfe gemeinsam mit dem Händler die Angaben zur Lieferkette. Innensenator Andreas Geisel hatte am Freitag schwere Vorwürfe gegen die US-Regierung erhoben.

17.38 UhrIn Großbritannien ist ein fünfjähriges Kind an der durch das neuartige Coronavirus ausgelösten Lungenkrankheit Covid-19 gestorben. Dies teilte am Samstag die staatliche Gesundheitsbehörde mit. Die Familie des Kindes habe darum gebeten, dass keine weiteren Einzelheiten bekanntgegeben werden. Bisher war das jüngste Todesopfer in Großbritannien ein 13-jähriger Jugendlicher.

17.36 UhrFußball-Superstar Cristiano Ronaldo verzichtet in der Corona-Krise auf den Friseur-Besuch und lässt sich die Haare stattdessen zu Hause schneiden. Der 35 Jahre alte Portugiese - sonst für seine Eitelkeit bekannt - veröffentlichte ein Video von dem Haarschnitt auf Instagram und schrieb dazu: "Bleib zu Hause und bleib stilvoll". Innerhalb weniger Stunden wurde das Video mehr als 18 Millionen Mal aufgerufen und tausendfach kommentiert. Der Profi von Juventus Turin hält sich wegen der Coronavirus-Pandemie derzeit auf seiner Heimatinsel Madeira auf.

17.23 UhrUm weiterhin den Besuch archäologischer Stätten zu ermöglichen, hat das ägyptische Tourismusministerium damit begonnen, virtuelle Touren online zu stellen. Mit der Initiative wolle man angesichts der weltweiten Reise- und Ausgangsbeschränkungen wegen der Corona-Pandemie Möglichkeiten bieten, die historischen Schätze zu entdecken. Als erstes veröffentlichten die Behörden virtuelle Rundgänge aus den reich mit Hieroglyphen verzierten Gräbern des Menna in Theben und Königin Meresanch III. In Ägypten sind nach offiziellen Angaben rund 1000 Menschen mit dem Corona-Virus infiziert, 66 starben.

16.57 Uhr - Die EU-Kommission hat milliardenschwere Hilfspakete gebilligt, mit denen die Regierungen Polens, Portugals und Griechenlands ihrer jeweiligen Wirtschaft unter die Arme greifen wollen. Es geht insbesondere um Beihilfen und Kreditgarantien. Die Zustimmung der Brüsseler Behörde war nötig, weil die Maßnahmen nicht gegen europäischen Wettbewerbsregeln verstoßen dürfen. Diese wurden bereits im vergangenen Monat wegen der Corona-Krise bereits von der Kommission gelockert.

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