Corona-Live-Ticker vom 21. April: Trump will US-Ölindustrie helfen | Aktuell Welt | DW | 21.04.2020
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COVID-19

Corona-Live-Ticker vom 21. April: Trump will US-Ölindustrie helfen

Der US-Präsident sorgt sich um die heimischen Öl- und Gasunternehmen. Die Vereinten Nationen warnen vor einer Zunahme des Hungers wegen der Corona-Krise. Und Bayern sagt das Oktoberfest ab. Mehr im Live-Blog.

US-Präsident Trump mit Vertreterinnen des Shell-Konzerns (Foto: Getty Images/AFP/N. Kamm)

US-Präsident Donald Trump mit Vertreterinnen des Shell-Konzerns (Archivbild)

Der Live-Ticker ist jetzt geschlossen. Sie können die Ereignisse vom Dienstag rund um die Coronavirus-Pandemie hier nachlesen.

Das Wichtigste in Kürze:

  • Die UN warnen vor Hungersnöten
  • Das Münchner Oktoberfest ist abgesagt worden
  • Indonesien verbietet Reisen zum Eid al-Fitr

Die Meldungen im Einzelnen - alle Zeiten in MESZ

 

17.30 Uhr - Kanzlerin Angela Merkel hat Vorwürfe zurückgewiesen, sie wolle eine Debatte über Lockerungen der harten Beschränkungen in der Corona-Krise unterdrücken. Es sei selbstverständlich, dass es eine öffentliche und breite Diskussion darüber gebe, sagte Merkel vor der Unionsfraktion nach Angaben von Sitzungsteilnehmern. Die Lockerungen dürfen aber nicht zu einem Hochschnellen der Infektionszahlen führen.

17.10 Uhr - Die strengen Ausgangsbeschränkungen in Frankreich haben für bessere Luft gesorgt. In der Nähe von Hauptstraßen seien die Stickstoffoxid-Emissionen so stark zurückgegangen, dass die Werte nun im Allgemeinen unter denen eines normalen Sonntags lägen, teilte die offizielle Luftüberwachungsvereinigung Atmo France mit. Je nach Stadt liege der Rückgang im Vergleich zur Zeit vor dem Beginn der Ausgangsbeschränkungen Mitte März bei 30 bis 75 Prozent. 

16.52 Uhr – Die türkische Regierung will nach dem Ende des Fastenmonats Ramadan am 23. Mai mit einer Lockerung der Einschränkungen beginnen. "Diese Pandemie ist von ihren wirtschaftlichen Folgen her die größte Krise seit dem Zweiten Weltkrieg", zitiert die staatliche Nachrichtenagentur Anadolu Präsident Recep Tayyip Erdogan. In der Türkei wurden zuletzt 100.000 Infektionen verzeichnet und 2140 Tote.

16.39 Uhr – Angesichts des Preisverfalls von Erdöl hat US-Präsident Donald Trump der Branche Hilfen in Aussicht gestellt. "Wir werden die großartige US-Öl- und Gasindustrie niemals im Stich lassen", twitterte Trump. Er forderte vom Energie- und das Finanzministerium einen Hilfsplan. Zuvor war der Preis für die US-Referenzsorte WTI für Lieferungen im Mai erstmals ins Minus gerutscht.

16.36 Uhr – In Dakar, der Hauptstadt des Senegal, sind 74 Jugendliche wegen der Missachtung der nächtlichen Ausgangssperre festgenommen worden. Sie hätten "auf der Straße herumgelungert", sagte ein Polizeivertreter. Bereits seit einigen Tagen widersetzen sich viele vor allem junge Menschen den Ausgangsbeschränkungen. Offiziell gibt es im Senegal bisher 412 bestätigte Fälle sowie fünf Tote. Die Dunkelziffer dürfte aber höher liegen.

16.31 Uhr – In Dänemark sollen demnächst größere Versammlungen wieder erlaubt werden. Bis zum 10. Mai dürfen sich nach Angaben des Gesundheitsministeriums höchstens zehn Menschen treffen, danach gilt bis zum 1. September eine Obergrenze von bis zu 500 Menschen. In Dänemark ist die Pandemie bislang relativ glimpflich verlaufen. Es wurden rund 7900 Infektionen und 364 Todesfälle registriert.

16.19 Uhr – Die Fußballclubs in Italien wollen die Saison beenden. Die 20 Vereine stimmten überein, "die Saison 2019/2020 unter voller Einhaltung der Gesundheits- und Sicherheitsvorschriften abzuschließen, sofern die Regierung es zulässt", heißt es in einer Mitteilung der Serie A. Für den morgigen Mittwoch ist ein Treffen der Liga und Vereinen mit Sportminister Vincenzo Spadafora angesetzt. Die Serie A ist seit dem 12. März unterbrochen. Zwölf Partien stehen noch aus.

16.06 Uhr – Die Bundeshauptstadt Berlin will vom 4. Mai an Gottesdienste und ortsfeste Versammlungen im kleinen Rahmen mit bis zu 50 Personen wieder erlauben. Dies sei Bestandsteil der vom Senat beschlossenen Eindämmungsverordnung, teilte Kultursenator Klaus Lederer mit. Voraussetzung sei aber, dass die Hygienevorschriften und die Abstandsregel eingehalten würden.

15.49 Uhr – Der FC Barcelona will für die kommende Saison erstmals die Namensrechte an seinem Stadion Camp Nou verkaufen und das Geld für die Corona-Forschung spenden. Das 1957 eingeweihte Camp Nou fasst 99.000 Zuschauer und ist damit das größte in Europa.

Spanien Barcelona Fußball Stadion Camp Nou (Reuters/A. Gea)

Das Stadion Camp Nou

15.37 Uhr – Vor Beginn des Fastenmonats Ramadan hat Saudi-Arabien die bestehende Ausgangssperre gelockert. Damit solle den Menschen mehr Zeit zum Einkaufen gegeben werden, meldet die staatliche Nachrichtenagentur SPA.

15.11 Uhr – In der als Ursprung der Corona-Pandemie geltenden chinesischen Provinz Hubei ist die Wirtschaft eingebrochen. Das Bruttoinlandsprodukt fiel nach offiziellen Statistiken im ersten Quartal um fast 40 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Die Provinz war viele Wochen abgeriegelt.

15.04 Uhr – Die Folgen der Pandemie beleben das Geschäft mit Apps. Nach einer Studie des US-Unternehmens Adjust legten im ersten Quartal 2020 vor allem Smartphone-Anwendungen aus den Bereichen Gaming, Business und Lieferdienste für Essen zu. Besonders Spiele waren populär, die Zahl der heruntergeladenen Gaming-Apps stieg auf ein Allzeithoch von gut 45 Milliarden. Auch der erzwungene Umzug ins Homeoffice schlägt sich in der Statistik nieder. Die Nutzung der Business-Apps verdoppelte sich.

14.57 Uhr – Nach Ansicht des französischen Finanzministers Bruno Le Maire bedroht der Einbruch der Rohölpreise die Weltwirtschaft, da sie bereits jetzt mit den Folgen des Coronavirus-Ausbruchs zu kämpfen habe. Vor allem afrikanische Länder, die in hohem Maße von Öleinnahmen abhängig seien, seien von dem Preisverfall betroffen., sagte er im Senat.

14.47 Uhr – Die griechischen Behörden haben ein als Flüchtlingsunterkunft genutztes Hotel nach dem Auftreten vieler Infektionsfälle abgeriegelt. Von den 470 Bewohnern seien 150 positiv auf das Virus getestet worden, sagte ein Gemeindevertreter von Ermionida, einem 160 Kilometer südlich von Athen gelegenen Ort. "Die Polizei ist vor dem Hotel stationiert und niemand darf es verlassen", sagte Mertiris.

14.25 Uhr – Die rheinland-pfälzische Landesregierung will allen Schülern des Landes zum schrittweisen Schulstart am 4. Mai eine wiederverwendbare Alltagsmaske schenken. Das sei ein wichtiger Beitrag für mehr Hygienesicherheit in der Schule", sagte Ministerpräsidentin Malu Dreyer.

BG Deutschland Corona Lockerung (Reuters/W. Rattay)

Lehrerinnen einer Schule in Bonn sorgen für die Abstandsregel

14.01 Uhr – Ein Test von sieben Corona-Warn-Apps hat in den Niederlanden große Mängel ans Licht gebracht. Keine der Apps habe sich als geeignet erwiesen, räumte das Gesundheitsministerium ein. Experten hatten bei den Apps eine Reihe gravierender Mängel und Sicherheitslücken festgestellt. Die niederländische Regierung wollte die App als Hilfsmittel zur Kontrolle der Corona-Infektionen einsetzen, um eine Lockerung der Maßnahmen zu ermöglichen.

13.49 Uhr –Die Bundesregierung will in der kommenden Woche ein weiteres Gesetzespaket zur Corona-Bekämpfung auf den Weg bringen. Dem mehreren Nachrichtenagenturen vorliegenden Entwurf zufolge soll die Zahl der Tests auf bis zu viereinhalb Millionen pro Woche gesteigert werden. Nach dem Willen der Koalition sollen hierzu auch Labore von Tierärzten herangezogen werden. Verstärkte symptomunabhängige Tests gelten als Voraussetzung für eine stufenweise Rückkehr zum normalen Wirtschaftsleben.

13.45 Uhr – In Österreich werden ab dem 15. Mai die nächsten Einschränkungen gelockert. Bundeskanzler Sebastian Kurz sagte, die Schulen des Landes sollten schrittweise wieder ihren Betrieb aufnehmen. Auch die Gastronomie dürfe ab diesem Zeitpunkt wieder öffnen, allerdings nur bis 23.00 Uhr. Auch Gottesdienste dürfen dann wieder stattfinden. Maßnahmen wie das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes und Abstandhalten bleiben in Kraft.

13.40 Uhr – Das Coronavirus ist nach Einschätzung der Weltgesundheitsorganisation WHO auf natürlichem Wege entstanden. Alle Informationen deuteten darauf hin, dass das Virus nicht in einem Labor oder an anderer Stelle manipuliert oder konstruiert wurde, sagte WHO-Sprecherin Fadela Chaib. "Es ist sehr wahrscheinlich, dass das Virus tierischen Ursprungs ist." Vor allem US-Präsident Donald Trump hatte gemutmaßt, das Virus stamme aus einem Labor in der Provinzhauptstadt Wuhan, von der aus sich die Seuche ausbreitete.

13.26 Uhr – Millionen Kinder in Pakistan haben wegen der Corona-Krise keine Impfung gegen Polio erhalten. "Wir mussten die für April geplante landesweite Impfkampagne absagen", sagte ein Vertreter der Global Polio Eradication Initiative Deutschen Presse-Agentur. Er schätzt, dass nun rund 40 Millionen Impfungen fehlen. Die Kampagne sei bis Juni ausgesetzt.

13.06 Uhr – In der Schweiz verlangsamt sich die Ausbreitung des Coronavirus. Die Zahl der Toten stiegt um 45 auf 1187, die Zahl der positiven Tests um 119 auf über 28.000.

13.03 Uhr – Auch Schleswig-Holsteinführt eine Maskenpflicht ein. Das kündigte Ministerpräsident Daniel Günther an. Das Kabinett werde am Mittwoch beschließen, das Tragen vom 29. April an zur Pflicht zu machen. Auch in Hamburg, Thüringen und Sachsen-Anhalt soll ein Mund-Nasenschutz obligatorisch werden,

Deutschland Dresden Polizisten mis Masken (Reuters/M. Rietschel)

Nicht nur in Sachsen sollen Masken getragen werden - immer mehr Bundesländer machen das zur Pflicht

12.44 Uhr - Spaniens bekanntestes Stierkampf-Festival San Fermin wird dieses Jahr nicht stattfinden. Die Stadtverwaltung von Pamplona sagte das für Juli geplante Ereignis ab. Normalerweise feiern bis zu einer Million Menschen in den Straßen der baskischen Stadt.

12.36 Uhr - Die Handball-Bundesliga hat ihre Saison aufgrund der Corona-Pandemie vorzeitig abgebrochen. Deutscher Meister ist der THW Kiel. Das legte die Liga nach einer Videokonferenz fest. Absteiger wird es nicht geben, Aufsteiger sind HSC 200 Coburg und TuSEM Essen. Die HBL startet dann mit 20 Klubs in die neue Saison, in der es vier Absteiger geben wird.

12.33 Uhr - Das städtische Beerdigungsunternehmen in Madrid bietet Beisetzungen an, die Trauernde am Bildschirm verfolgen können. Angehörige und Freunde könnten per Videokonferenz an der Zeremonie teilnehmen, meldet die Nachrichtenagentur Europa Press. Wegen der strengen Ausgangsbeschränkungen in Spanien können Angehörige schon seit Wochen vielerorts nicht mehr an Beerdigungen teilnehmen.

12.19 Uhr - Auch das Bundesland Baden-Württemberg führt nun eine Maskenpflicht ein. Sie gelte ab Montag, sagte Ministerpräsident Winfried Kretschmann. Man habe festgestellt, dass sich zu wenige Menschen an die bislang geltende Empfehlung zum Tragen von Masken halten, begründete Kretschmann den Schritt. Sachsen hat bereits eine Maskenpflicht eingeführt, Mecklenburg-Vorpommern und Bayern ziehen in der kommenden Woche nach.

12.07 Uhr – Außenminister Heiko Maas dämpft Hoffnungen auf eine schnelle Rückkehr zum Tourismus. "Eine normale Urlaubssaison wird es diesem Sommer nicht geben können. Das wäre nicht zu verantworten", sagt Maas nach einer Schalte mit den Außenministern von Österreich, Schweiz, Liechtenstein und Luxemburg.

12.02 Uhr – In Spanien hat sich die Zahl der Toten um 430 auf knapp 21.300 erhöht. Die Zahl der Infektionen stieg um rund 4.000 auf über 204.000.

11.56 Uhr – Die Vereinten Nationen warnen, dass sich die Zahl der unterernährten Menschen wegen der Folgen der Pandemie weltweit fast verdoppeln könnte. Das geht aus einem Bericht hervor, den das Welternährungsprogramm der Vereinten Nationen (WFP) vorstellte. Die Zahl der Menschen, die sich nicht ausreichend ernähren können, um gesund zu leben, oder die sogar Hunger leiden, könnte 2020 auf 265 Millionen Menschen anwachsen, hieß es.

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