Corona-Live-Ticker vom 20. März: 600 Tote in Italien an einem Tag | Aktuell Welt | DW | 20.03.2020
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Covid-19

Corona-Live-Ticker vom 20. März: 600 Tote in Italien an einem Tag

In Italien wurden an einem Tag rund 600 neue Corona-Tote registriert. Damit stieg die Zahl der Todesopfer auf über 4000. In vielen Ländern wird die Bewegungsfreiheit der Bürger eingeschränkt. Mehr im DW-Live-Blog.

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Corona-Krise: Bayern zieht die Notbremse

Dieser Ticker ist nun geschlossen. Hier die Ereignisse vom Freitag noch einmal zum Nachlesen:

- Die EU-Kommission kündigt die Aussetzung der Defizitregeln an

- Immer mehr deutsche Bundesländer schränken die Bewegungsfreiheit ein

- In Italien sind 4000 Menschen an dem Virus gestorben, weltweit über 10.000

Alle Zeiten in MEZ

23:52 Uhr - Ein Mitarbeiter aus dem Büro von US-Vizepräsident Mike Pence ist positiv auf das Coronavirus getestet worden. Aber weder Pence noch Präsident Donald Trump hätten engen Kontakt zu der Person gehabt, erklärte Pressesprecherin Katie Miller.

23:30 Uhr - Die Beliebtheitswerte des französischen Präsidenten Emmanuel Macron sind mitten in der Coronavirus-Krise deutlich gestiegen. Das geht aus einer Umfrage hervor. Danach haben rund 51 Prozent der Franzosen Vertrauen in Macrons Krisenmanagement. Es ist der höchste Wert seit Januar 2018.

23:15 - Um die Verbreitung des Coronavirus noch stärker zu unterbinden, schließt Italien von Samstag an auch alle Parks und öffentlichen Gärten. Zudem werden Spiele und Freizeitaktivitäten im Freien untersagt. "Wir müssen noch mehr tun, um die Ansteckung einzudämmen", erklärte Gesundheitsminister Roberto Speranza.

22:31 - In der nigerianischen Millionenmetropole Lagos sind nach Behördenangaben erste Fälle von Chloroquin-Vergiftungen aufgetreten, nachdem US-Präsident Donald Trump das häufig genutzte Malaria-Mittel für die Behandlung von Coronavirus-Patienten angepriesen hatte. Schon vorher sei das Medikament in Online-Netzwerken als "Heilmittel" gegen das Virus bezeichnet worden und in einigen Vierteln der Stadt ausverkauft gewesen, sagte die Gesundheitsberaterin des Gouverneurs, Ore Awokoya.

22:13 Uhr - Der Münchner Autobauer BMW unterbricht die Produktion auch in seinem Werk im US-Bundesstaat South Carolina. Die Bänder würden ab dem 3. April für zwei Wochen stillstehen, teilte das Unternehmen mit.

21:57 Uhr - Illinois und der Bundesstaat New York haben sich im Kampf gegen COVID-19 Kalifornien angeschlossen und ebenfalls eine allgemeine Ausgangssperre verhängt. Die Entscheidung schränkt das Leben von mehr als 70 Millionen Menschen erheblich ein. Die Abriegelung betrifft auch die drei größten Städte in Amerika: New York, Los Angeles und Chicago.

21:35 Uhr - In Spanien ist die Zahl der Coronavirus-Toten auf 1002 gestiegen. In den vergangenen 24 Stunden starben nach Angaben des Gesundheitsministeriums in Madrid 235 Menschen. Infiziert sind knapp 20.000 Personen.

21:20 Uhr - Auch in Simbabwe ist jetzt eine Coronavirus-Infektion bestätigt. Das afrikanische Land meldet den ersten Patienten: einen 38-Jährigen, der vor fünf Tagen aus Großbritannien zurückgekehrt sei.

21:17 Uhr – Nach einem optimistischen Handelsauftakt an der Wall Street hat der Dow Jones abermals mit Verlusten geschlossen. Der US-Leitindex ging mit einem Minus von 4,6 Prozent aus dem Handel. Auf die Woche gesehen verlor er 17 Prozent an Wert.

20:55 Uhr - Brasilien hat wegen der Ausbreitung des Coronavirus den Notstand erklärt. Nach der Abgeordnetenkammer verabschiedete auch der Senat den entsprechenden Entwurf eines Gesetzesdekrets. Damit werden Finanzmittel zur Bekämpfung der Covid-19-Pandemie frei. Die Abstimmung fand erstmals per Videokonferenz statt. Die Zahl der Coronavirus-Infizierten in Brasilien lag zuletzt bei mehr als 600, sieben Menschen sind gestorben. Staatschef Jair Bolsonaro hatte die Gefahr durch das Virus lange geleugnet und von "Hysterie" gesprochen.

20:30 Uhr - Der Iran bittet die USA angesichts der Virus-Krise um Aufhebung von Sanktionen. Präsident Hassan Ruhani sagte staatlichen Medien zufolge, die Amerikaner sollten ihre Regierung zu diesem Schritt bewegen. Im Iran starben an diesem Freitag 149 Menschen infolge des Virus; insgesamt fielen ihm mehr als 1400 Menschen zum Opfer.

20:20 Uhr - Berlins Regierender BürgermeisterMichael Müller hat angekündigt, dass es auch für die deutsche Hauptstadt härtere Einschränkungen zur Eindämmung des Coronavirus geben wird. Es werde Restaurantschließungen geben, sagte er im TV. Auch Versammlungen unter 50 Menschen sollten untersagt werden, kündigte Müller an. Einige Bürger hätten immer noch nicht verstanden, dass man in einer Krisensituation sei, kritisierte er.

19:36 Uhr - Überall werden Sportveranstaltungen abgesagt. Außer in Weißrussland, wo die Fußball-Liga trotz Coronavirus-Pandemie planmäßig in die Meisterschaft gestartet ist. Der autoritär regierende Machthaber Alexander Lukaschenko hatte Einschränkungen in anderen Ländern als Panikmache kritisiert. Weißrussland hat nach offiziellen Angaben bisher rund 70 Coronavirus-Fälle, aber noch keinen Todesfall.

19:28 Uhr - In den USA gibt es nach wie vor zu wenige Tests für das Coronavirus. Auch Menschen mit Krankheitssymptomen hätten derzeit nicht flächendeckend Zugang dazu, sagte der Direktor des Nationalen Instituts für Infektionskrankheiten, Anthony Fauci auf einer Pressekonferenz im Weißen Haus. Fauci ist ein Mitglied der Coronavirus-Arbeitsgruppe im Weißen Haus.

19:21 Uhr - Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) appelliert an junge Leute, sich während der Corona-Krise an die vorgegebenen Ausgangsbeschränkungen zu halten. WHO-Generaldirektor Tedros Adhanom Ghebreyesus sagte an diese Menschen gerichtet: "Ihr seid nicht unbesiegbar." Alle Menschen müssten zusammenstehen, über Landesgrenzen und Generationen hinweg.

19:13 Uhr - Im Kampf gegen die Ausbreitung des neuartigen Coronavirus will die polnische Regierung mithilfe einer Smartphon-App unter Quarantäne gestellte Menschen kontrollieren. Die App solle Menschen orten, die unter Quarantäne stehen, teilte das Digitalministerium mit. Bei Missachtung der Vorgaben drohen Geldbußen oder Polizeibesuche. Die App sei vor allem dazu da, aus dem Ausland Zurückgekehrte zu überwachen. Zudem wurden die Schulen in Polen bis Ostern geschlossen.

18:41 Uhr - Die deutschen Autohersteller und weitere Unternehmen wollen mehrere Hunderttausend dringend benötigte Atemschutzmasken bereitstellen. Die Masken, die teils in der jetzt ruhenden Produktion eingesetzt worden wären und aus eigenen Beständen stammen, sollen Kliniken, Arztpraxen, Gesundheitsämtern und städtischen Behörden zur Verfügung gestellt werden. VW will mit 3D-Druckern zudem Medizintechnik-Teile etwa für Beatmungsgeräte fertigen.

18:28 Uhr - US-Präsident Donald Trump hat im Kampf gegen das Coronavirus ein Gesetz aus Kriegszeiten wieder in Kraft gesetzt. Der Defense Production Act stattet ihn mit weitreichenden Befugnissen aus, im Interesse der nationalen Sicherheit in die Privatwirtschaft eingreifen zu dürfen. Die US-Regierung kann damit etwa die Produktion von Atemmasken, Beatmungsgeräten, Ventilatoren und anderem Equipment beschleunigen.

18:20 Uhr - In Italien haben die Behörden in nur einem Tag rund 600 neue Corona-Tote registriert. Damit stieg die Zahl der Todesopfer der Virus-Pandemie auf 4032. Das teilte der Zivilschutz in Rom am Freitag mit. In dem Land gibt es inzwischen rund 47.000 nachweislich infizierte Menschen. Damit kamen im Vergleich zum Vortag erneut Tausende Infektionen hinzu

18:17 UhrDer britische Premierminister Boris Johnson hat die Schließung aller Pubs, Bars, Kinos und Sportstudios angekündigt. Er appellierte dringend an die Briten, zu Hause zu bleiben.  Es sei vollkommen klar, dass soziale Zusammenkünfte um 75 Prozent reduziert werden müssten. Am Freitag konnte erstmals ein Krankenhaus in London nicht mehr alle mit dem Virus infizierten Patienten aufnehmen. 

17:59 Uhr - Wegen der Corona-Krise will die EU-Kommission in einem nie dagewesenen Schritt die europäischen Regeln für Haushaltsdefizite der Mitgliedstaaten bis auf Weiteres aussetzen. Erstmalig aktiviere die Behörde "die allgemeine Ausweichklausel" im EU-Stabilitätspakt, sagte Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen. "Der Schritt bedeutet, dass nationale Regierungen so viel Liquidität wie nötig in die Wirtschaft pumpen können"

17:41 Uhr - US-Präsident Donald Trump erklärt, er erwäge derzeit keine Ausgangssperre. Er glaube auch nicht, dass eine Ausgangssperre jemals nötig sein werde.

17:37 Uhr – Nur einen Tag, nachdem der Brexit-Chefunterhändler der EU seine Corona-Infektion bekanntgegeben hat, hat sich auch sein britischer Gesprächspartner in heimische Quarantäne begeben. Der britische Brexit-Verhandlungsführer David Frost habe "leichte Symptome" einer Infektion, sagte ein Sprecher von Premierminister Boris Johnson. Am Donnerstag hatte EU-Chefunterhändler Michel Barnier mitgeteilt, er sei positiv auf das neuartige Coronavirus getestet worden. 

17:31 Uhr - Präsident Kais Saied  verkündet eine Ausweitung der landesweiten Ausgangsbeschränkung in Tunesien, die bislang nur nachts galt. Zudem wurde der Verkehr zwischen den Städten weitgehend untersagt.

Tunesien Tunis | Coronavirus | leere Straße (picture-alliance/Xinhua News Agency/A. Ezzine)

Leere Straßen in der tunesischen Hauptstadt Tunis

17:25 Uhr - Die USA schließen wegen der Ausbreitung des Coronavirus ihre gemeinsame Grenze mit Mexiko weitestgehend für den Personenverkehr. Der Austausch von Waren sei davon jedoch nicht betroffen, sagte Außenminister Mike Pompeo. Die neue Regelung gelte ab Mitternacht Ortszeit. Die Grenze zu Mexiko ist rund 3200 Kilometer lang. Täglich überqueren sie mehr als eine Million Menschen und Hunderttausende Fahrzeuge. Die Regelung sei die gleiche wie für die nördliche Grenze mit Kanada und werde zunächst für 30 Tage gelten, sagte US-Präsident Donald Trump.

16:59 Uhr - Hunderte unbegleitete Minderjährige müssen wegen der Corona-Krise länger als zunächst geplant in den Flüchtlingslagern der griechischen Inseln ausharren. Ein Sprecher der EU-Kommission begründete das damit, dass  sichergestellt werden müsse, dass niemand reise, der bereits infiziert sei. Mehrere EU-Staaten, darunter Deutschland, hatten zugesagt, Griechenland mindestens 1600 unbegleitete Kinder und andere Migranten aus den Flüchtlingscamps auf den Ägäis-Inseln aufzunehmen.

16:40 Uhr Beim Versuch, die Ausbreitung des Coronavirus einzudämmen, entlässt Norwegen Strafgefangene. In den vergangenen Tagen seien 126 Häftlinge vorzeitig auf freien fuß gesetzt worden, weitere sollen demnächst freikommen. Es gehe darum, Doppelbelegungen in Zellen zu vermeiden, sagte ein Sprecher der Justizbehörden.

16:34 Uhr - Das Europäische Parlament geht nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur wegen der Pandemie zu einem elektronischen Abstimmungsverfahren über. Die Entscheidung erlaubt auch abwesenden Abgeordneten die Abstimmung. Zunächst soll bis Ende Juli so verfahren werden. Viele Abgeordnete können wegen der Ansteckungsgefahr und weiterer Einschränkungen infolge von Covid-19 derzeit nicht nach Brüssel oder Straßburg reisen.

16:16 Uhr - Trotz der Ausbreitung des Coronavirus hält Guineas Präsident Alpha Condé an einer umstrittenen Abstimmung über die Verlängerung seiner Amtszeit fest. An diesem Sonntag sollen die Bewohner des westafrikanischen Staats ein neues Parlament wählen und zugleich darüber abstimmen, ob der 82-Jährige für eine dritte Amtszeit antreten darf. Condé regiert das Land seit 2010. Die Opposition protestiert seit Monaten gegen das Vorhaben.

16:06 Uhr - Der Präsident des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe, Christoph Unger, erwartet keine Einschränkung bei der Versorgung. Das sagte er in einem Interview der Deutschen Welle. Zu Hamsterkäufen gebe es keinen Anlass. Unger sagte, das Bundesamt empfehle "schon seit Jahren einen gewissen Notvorrat zu Hause zu haben, aber 50 Kilo Mehl oder dutzende Packungen Toilettenpapier" seien "vollkommen unnötig und unsolidarisch".

15:56 Uhr - In Spanien ist die Zahl der Infizierten auf knapp 20.000 gestiegen - 16 Prozent mehr als noch gestern. Mehr als 1000 Menschen seien bereits an Covid-19 gestorben, sagte der Leiter der Behörde für Gesundheitliche Notfälle. Die Verwaltung von Madrid kündigte an, das Messegelände Ifema am Stadtrand in ein provisorisches Krankenhaus mit 5500 Betten umzufunktionieren. Dort könnten auch Intensivpatienten betreut werden. Im Nachbarland Portugal kletterte die Zahl der bestätigten Fälle auf mehr als 1000 - ein Anstieg von 29 Prozent innerhalb von 24 Stunden. Bislang starben sechs Menschen infolge des Virus.

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