Corona-Live-Ticker vom 20. April: 200.000 Infizierte in Spanien | Aktuell Welt | DW | 20.04.2020
  1. Inhalt
  2. Navigation
  3. Weitere Inhalte
  4. Metanavigation
  5. Suche
  6. Choose from 30 Languages
Anzeige

COVID-19

Corona-Live-Ticker vom 20. April: 200.000 Infizierte in Spanien

Spanien meldet erstmals mehr als 200.000 Ansteckungsfälle. Kanzlerin Angela Merkel warnt vor Rückschlägen. Und Bayern führt eine Maskenpflicht ein. Mehr im Live-Blog.

Video ansehen 02:39

Corona: Lockerungen in Spanien

Der Live-Ticker ist jetzt geschlossen. Sie können die Ereignisse vom Montag rund um die Coronavirus-Pandemie hier nachlesen.

Das Wichtigste in Kürze: 

  • Spanien meldet mehr als 200.000 Infektionen
  • Kanzlerin Angela Merkel sieht Deutschland "noch nicht über den Berg"
  • Papst Franziskus verschiebt Weltjugendtag 

Die Meldungen im Einzelnen - alle Zeiten in MESZ

21.30 Uhr - Die Zahl der Corona-Todesopfer in Frankreich hat die Schwelle von 20.000 überschritten. Binnen 24 Stunden seien 547 weitere Patienten gestorben, teilten die französischen Gesundheitsbehörden am Montag mit. Die Gesamtzahl der nach einer Infektion mit dem neuartigen Coronavirus Gestorbenen erhöhte sich damit auf 20.265. "Heute Abend hat unser Land eine symbolische und besonders schmerzhafte Schwelle überschritten", sagte der Generaldirektor für Gesundheit, Jérôme Salomon. Nach den USA, Italien und Spanien ist Frankreich das vierte Land, in dem die Opferzahl über die Marke von 20.000 stieg.

21.17 Uhr - Wegen der Corona-Pandemie ist die Parlamentswahl in Sri Lanka um acht Wochen auf den 20. Juni verschoben worden. Das teilte die Wahlkommission mit. Eigentlich hatte Präsident Gotabhaya Rajapaksa die Wahl für den 25. April angesetzt. Seit dem 18. März gilt in dem Inselstaat wegen der Pandemie eine Ausgangssperre, die für einige Stunden in ausgewählten Bezirken gelockert wurde. Bislang wurden 303 Corona-Fälle gemeldet, sieben mit dem Infizierte starben. Am Montag wurden gleich 34 neue Fälle gemeldet - der bislang größte Anstieg an einem Tag.

20.56 Uhr - Wie in mehreren anderen Bundesländern soll nun auch in Thüringen wegen der Coronavirus-Pandemie eine Maskenpflicht in Geschäften und im Nahverkehr eingeführt werden. Das sagte Regierungssprecher Günter Kolodziej der Deutschen Presse-Agentur. Thüringens Gesundheitsministerin Heike Werner (Linke) wird die Maßnahme nach Angaben ihres Hauses am Dienstag dem Kabinett vorschlagen. Die Maßnahme soll dann ab Freitag gelten. In Sachsen gilt eine Maskenpflicht seit Montag, Mecklenburg-Vorpommern zieht nächsten Montag nach, Bayern ebenfalls, in Baden-Württemberg entscheidet das Kabinett am Dienstag.

20.44 Uhr - Britische Unternehmen haben Finanzminister Rishi Sunak zufolge bislang mehr als eine Millionen Angestellte in den Zwangsurlaub geschickt. Nach einer Studie des Enterprise Research Centre ist die Zahl der Firmenauflösungen im März 2020 im Vorjahresvergleich um 70 Prozent auf mehr als 21.000 gestiegen.

20.32 Uhr - Inmitten der Coronavirus-Pandemie ist der Erdölpreis an der New Yorker Börse erstmals in seiner Geschichte ins Negative gerutscht. Der Preis der US-Referenzsorte WTI zur Lieferung im Mai durchbrach einen Negativrekord nach dem anderen und sank schließlich unter Null. Hintergrund ist neben der Coronavirus-Pandemie, dass die Mai-Verträge nur noch bis Dienstag verkauft werden können, die Erdöl-Lager aber nahezu voll sind. Damit gibt es nahezu keine Abnehmer mehr. Die Pandemie hat zu einem Erdöl-Überangebot wegen der weggebrochenen Nachfrage geführt. Zwar hatten sich die wichtigsten Erdölförderländer vor zehn Tagen auf eine Senkung der Fördermenge geeinigt, um den Preis wieder nach oben zu bringen. Die Maßnahme blieb aber weitgehend wirkungslos.

20.14 Uhr - Gute Nachrichten aus Italien: Die Zahl der Corona-Infektionsfälle in dem am schwersten von der Pandemie betroffenen Land Europas ist erstmals zurückgegangen. Wie die Zivilschutzbehörde in Rom mitteilte, sank die Zahl der landesweit an einer Corona-Infektion leidenden Menschen am Montag auf 108.237. Am Sonntag hatte es noch 20 Infektionsfälle mehr gegeben. "Dies ist das erste Mal, dass es eine positive Entwicklung gibt", sagte Zivilschutzchef Angelo Borrelli in Rom. Die Zahl der Todesfälle stieg nach Behördenangaben am Montag um 454 auf 24.114. Mehr Todesfälle gibt es weltweit nur in den USA.

19.46 Uhr - Die Corona-Krise belebt nach Einschätzung des Krisenstabs der Bundesregierung die Aktivitäten von Links- und Rechtsextremisten. "Extremistische Gruppen nutzen die Krise zur Verstärkung ihrer jeweiligen ideologischen Narrative", heißt es im Lagebericht des Krisenstabes von Innen- und Gesundheitsministerium, der der Nachrichtenagentur Reuters vorliegt. Die linke Szene empfinde die Maßnahmen gegen die Epidemie als Repression und als Weg in den Überwachungsstaat und rufe zum Widerstand auf. Die Rechten gäben Minderheiten die Schuld an der Ausbreitung des Virus.

19.29 Uhr - Papst Franziskus hat wegen der Corona-Pandemie zwei katholische Großveranstaltungen um jeweils ein Jahr verschoben. Wie der Vatikan mitteilte, soll das für Sommer 2021 in Rom geplante Welttreffen katholischer Familien nun im Juni 2022 stattfinden. Der nächste großeWeltjugendtag war ursprünglich für 2022 in Lissabon geplant. Er ist nun auf August 2023 verschoben. Man wolle vermeiden, Familien und junge Menschen einer gesundheitlichen Gefahr auszusetzen, teilte der Vatikan mit. Weltjugendtage sind die größte Massenveranstaltung der katholischen Kirche. Zu den Abschlussgottesdiensten mit dem Papst kommen im Normalfall Hunderttausende.

19.14 Uhr - Wohn- und Sanitärcontainer sollen die Lage der Migranten auf den griechischen Ägäisinseln erleichtern. Österreich habe über ein EU-Zivilschutzsystem solche Container angeboten, teilte die EU-Kommission mit. Die EU werde den Transport der Metallkästen, die auch Duschen und Toilettenräume enthielten, kofinanzieren. Dank des österreichischen Angebots sei Griechenland besser für einen möglichen Ausbruch des Coronavirus unter den besonders gefährdeten Migranten und Flüchtlingen gerüstet, sagte der EU-Kommissar für Krisenmanagement, Janez Lenarcic. Griechenland hatte über den Zivilschutzmechanismus um Hilfe bei der Unterbringung sowie Hygieneartikel und medizinische Ausrüstung gebeten.

18.47 Uhr - Nordrhein-Westfalens Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) hat sich gegen eine Maskenpflicht ausgesprochen. Sein Bundesland verzichte darauf auch, weil eine flächendeckende Versorgung mit Alltagsmasken durch den Handel derzeit nicht garantiert werden könne, sagte Laumann der "Rheinischen Post". Er setzte daher auf die "Verantwortung jedes Einzelnen".  Nordrhein-Westfalen empfehle allen Bürgern allerdings das Tragen eines einfachen Mund-Nasen-Schutzes, betonte Laumann. Dies gelte vor allem beim Einkauf und im öffentlichen Nahverkehr.

18.34 Uhr - Die Bundesregierung prüft Möglichkeiten, Vereinen in der Corona-Krise finanziell unter die Arme zu greifen. Das geht aus einem Brief des parlamentarischen Innen-Staatssekretärs Volkmar Vogel (CDU), an die Abgeordneten von Union und SPD hervor. Darin heißt es, neben Unternehmen stünden aktuell auch viele gemeinnützige Vereine, Initiativen und sonstige Träger der politischen Bildung, deren Projekte bisher vom Bund gefördert wurden, vor erheblichen Liquiditätsproblemen. Die Bundesregierung wolle nicht zusehen, "wie diese wichtigen Säulen des zivilgesellschaftlichen Engagements wegbrechen".

18.20 Uhr - In Großbritannien ist die Zahl der Unternehmenspleiten wegen der Corona-Krise stark gestiegen. Zwischen Anfang März und Mitte April seien 21.200 Firmen mehr pleite gegangen als im Vorjahreszeitraum, heißt es in einer Studie des britischen Zentrums für Unternehmensforschung ERC. Dies entspreche einer Zunahme um 70 Prozent. Im selben Zeitraum sei die Zahl der Unternehmensgründungen im Vorjahresvergleich um 23 Prozent eingebrochen. Am stärksten betroffen von der Pleitewelle ist der Verkehrssektor. Zudem seien auch die Immobilienbranche sowie der Großhandel schwer getroffen.

17.59 Uhr - Die Fußball-Bundesliga ist der Wiederaufnahme des Spielbetriebs am 9. Mai einen Schritt nähergekommen. Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) und NRW-Regierungschef Armin Laschet (CDU) haben in einem Video-Interview mit der "Bild"-Zeitung signalisiert, zu diesem Schritt bereit zu sein, sofern sich die Klubs an gewisse Vorschriften halten. "Voraussetzung ist, dass es ein durchdachtes Konzept gibt. Das, was die Deutsche Fußball Liga in diesen Tagen vorgelegt hat, lässt erkennen, dass es Schutzvorkehrungen gibt. Ich könnte mir vorstellen, dass wir zum Zustand der Geisterspiele zurückkehren können", sagte Laschet. Söder betonte, dass es sich um eine "Gratwanderung" handele. "Wir müssen jetzt aufpassen, dass wir nicht überdrehen oder leichtfertig sind."

17.42 Uhr -  Pharmaindustrie und Arzneimittelbehörden haben ihre Arbeitsabläufe angesichts der Covid-19-Krise erheblich beschleunigt. Was sonst Monate oder Jahre brauche, werde nun binnen weniger Wochen erledigt, sagten Branchenvertreter bei einer Veranstaltung des Verbandes EFPIA. Bis zum Ende des Jahres könne man deshalb mit Impfstoffen gegen Sars-CoV-2 rechnen, erklärte Paul Stoffels von Johnson & Johnson und dessen Konzernteil Janssen Pharmaceutica. Die Entwicklung eines Ebola-Impfstoffs habe nur sechs Monate gedauert, weil man auf Erfahrungen aus früheren Forschungen habe zurückgreifen können. "Jetzt sind wir noch weiter", betonte Stoffels. 

Deutschland | Oktoberfest 2019 (DW/V. Dirmaier)

Fällt das Oktoberfest in München dieses Jahr ins Wasser? (Archivbild)

17.16 Uhr - Die Entscheidung über eine Absage des Münchner Oktoberfests  steht kurz bevor. Bayerns Ministerpräsident Markus Söder lädt für Dienstag (09.00 Uhr) zu einer Pressekonferenz mit dem Münchner Oberbürgermeister Dieter Reiter "zum Sachstand des diesjährigen Oktoberfests" ein. Beide haben bereits klargemacht, dass sie sich kaum vorstellen können, das größte Volksfest der Welt angesichts der Coronavirus-Pandemie stattfinden zu lassen. Zum Oktoberfest, das diesmal vom 19. September bis 4. Oktober angesetzt ist, strömen jedes Jahr rund sechs Millionen Besucher aus dem In- und Ausland in die bayerische Landeshauptstadt.

16.58 Uhr - Um in der Corona-Krise schneller Impfstoffe, Medikamente und Testsysteme zu finden, sollen sich Forscher auf einer europäischen Datenplattform austauschen. EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen kündigte die Gründung der "European COVID-19 Data Platform" an. Wissenschaftler hätten bereits einen großen Wissensschatz über das Coronavirus gesammelt und kein Forscher könne allein eine Lösung finden, sagte von der Leyen. Auf der Plattform könnten sie ihre Erkenntnisse speichern und die ihrer Kollegen nutzen.

Video ansehen 03:49

Corona-Lockdown: Kein einfacher Weg zurück zur Normalität

16.19 Uhr – Bis zu einer Aufhebung der wirtschaftlichen Beschränkungen in New York kann es nach den Worten von Bürgermeister Bill de Blasio noch Monate dauern. Zuvor müsse man in der Lage sein Hunderttausende Tests durchzuführen und die Zahl der Covid-19-Patienten müsse abnehmen, sagt de Blasio dem Sender MSNBC.

16.04 Uhr – Die Schließung der Uffizien in Florenz hat die Digitalisierungsprojekte des Museums stark beschleunigt. Der deutsche Direktor des Hauses, Eike Schmidt, sagte, das Haus sei jetzt stärker auf den Sozialen Netzwerken präsent. Die Zahl der Besucher auf der Webseite habe sich seit März mehr als verdoppelt. "Der virtuelle Besuch wird den realen aber nie ersetzen", sagte er.

15.45 Uhr – Der Berater von US-Präsident Donald Trump in der Corona-Krise, der Virologe Anthony Fauci, hat Erwartungen an eine schnelle Rückkehr zum wirtschaftlichen Normalbetrieb gedämpft. Solange man das Virus nicht unter Kontrolle bringe, werde es keine wirkliche wirtschaftliche Erholung geben, sagte Fauci. Die Gefahr sei, zurückgeworfen zu werden, wenn man es überstürze. Vor allem Trump hatte immer wieder für eine Öffnung der Wirtschaft plädiert.

15.42 Uhr – Bundeskanzlerin Angela Merkel hat weiter zu größter Vorsicht in der Corona-Krise aufgerufen. "Wir dürfen uns keine Sekunde in Sicherheit wiegen", sagte sie nach einer Sitzung des Krisenkabinetts. "Es wäre jammerschade, wenn wir sehenden Auges in einen Rückfall gehen." Auch wenn viel erreicht worden sei, stehe man noch am Anfang und sei lange nicht über den Berg.

Video ansehen 00:40

Merkel: "Keine Sekunde leichtsinnig werden"

15.38 Uhr – Die Regierung Chinas hat die zunehmende Kritik an ihrem Umgang mit dem Coronavirus zurückgewiesen. Es sei falsch, Chinas "Transparenz bei der Prävention und Kontrolle der Epidemie" infrage zu stellen, sagte Außenamtssprecher Geng Shuang. China war zuletzt in die Kritik geraten. Insbesondere die USA werfen Peking vor, zu spät über die Verbreitung des neuen Erregers informiert zu haben. Auch Kanzlerin Angela Merkel fordert China zu einem offenen Umgang mit der Entstehungsgeschichte des Virus auf.

15.28 Uhr – Spanien steht durch die Pandemie ein historischer Einbruch der Wirtschaft bevor. Je nach Dauer der massiven Einschränkungen könne das spanische Bruttoinlandsprodukt dieses Jahr um 6,6 bis 13,6 Prozent schrumpfen, teilte die Zentralbank mit. Allerdings sei die Schätzung vorläufig und müsse an den weiteren Pandemie-Verlauf angepasst werde.

15.15 Uhr – Krankschreibungen wegen Erkältungen sind in Deutschland nun doch weiterhin auch per Telefon möglich. Der Gemeinsame Bundesausschusses im Gesundheitswesen werde einen entsprechenden Beschluss fassen, hieß es. Das Auslaufen der Regelung war sowohl von Ärzten als auch Patientenverbänden kritisiert worden.

Seiten 1 | 2 | 3 | 4 | vollständiger Artikel

Audio und Video zum Thema