Corona-Live-Ticker vom 14. April: RKI mahnt zu anhaltender Pandemie-Disziplin | Aktuell Welt | DW | 14.04.2020
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COVID-19

Corona-Live-Ticker vom 14. April: RKI mahnt zu anhaltender Pandemie-Disziplin

Das Robert-Koch-Institut sieht noch keine Hinweise auf eine Eindämmung der Pandemie in Deutschland. Adidas erhält Milliardenkredit von der KfW. New Yorks Gouverneur sieht ein Hoffnungszeichen. Mehr im DW-Live-Blog.

Auf Abstand: Kunden vor einem Berliner Supermarkt

Auf Abstand: Kunden vor einem Berliner Supermarkt

Dieser Ticker ist nun geschlossen - hier noch einmal die Ereignisse vom Dienstag zum Nachlesen

Das Wichtigste in Kürze:

- Adidas erhält wegen der Folgen der Corona-Pandemie einen Milliardenkredit

- Weltweit fast zwei Millionen Fälle und mehr als 120.000 Todesopfer

- In Österreich dürfen wieder mehr Geschäfte öffnen 

- In Deutschland wird weiter über Lockerungen diskutiert

- Corona-Pandemie in Deutschland laut Robert-Koch-Institut nicht unter Kontrolle

Die Meldungen im Einzelnen - alle Zeiten in MESZ:

20.55 Uhr - Um die Champions League trotz der Corona-Krise doch noch bis Ende August zu beenden, erwägen die Europäische Fußball-Union UEFA und die Klub-Vereinigung ECA offenbar die Austragung eines Finalturniers der besten acht Mannschaften. Dies berichtete die spanische Sporttageszeitung "Mundo Deportivo". Demnach könnte das Format an einem neutralen Ort ausgetragen werden, an dem Sicherheit, Isolation und medizinische Versorgung gewährleistet sind. Die Viertel- und Halbfinals sollen demnach jeweils in einem einzelnen Spiel ausgetragen werden, statt wie üblich in Hin- und Rückspiel. Allerdings sind noch nicht alle Achtelfinales beendet. Auch das Rückspiel des FC Bayern München nach dem 3:0-Hinspielsieg beim FC Chelsea ist noch offen. Der Spielbetrieb in der Königsklasse ist wegen der Covid-19-Pandemie seit Mitte März ausgesetzt. Das Finale hätte ursprünglich am 30. Mai in Istanbul stattfinden sollen.

20.17 Uhr - Die Corona-Pandemie verursacht nach Ansicht der Vereinten Nationen eine "gefährliche Epidemie der Desinformation". Obwohl derzeit ein Moment der "Wissenschaft und Solidarität" sein sollte, gebe es viele Fehlinformationen, kritisierte UN-Generalsekretär Antonio Guterres in einer Video-Erklärung. "Lügen verbreiten sich im Netz, Verschwörungstheorien infizieren das Internet" und "Hass geht viral, stigmatisiert und diffamiert Menschen und Gruppen". Ausdrücklich lobte Guterres "Journalisten und diejenigen, die die Fakten in dem Berg von irreführenden Geschichten und Veröffentlichungen in sozialen Netzwerken überprüfen". Er rief die Betreiberfirmen von großen sozialen Netzwerken dazu auf, "mehr zu tun, um Hass und schädliche Behauptungen über Covid-19 zu beseitigen".

19.50 Uhr - Tschechien will die wegen der Corona-Pandemie im Einzelhandel und im Gastgewerbe eingeführten Beschränkungen bis zum 8. Juni schrittweise abbauen und zur Normalität zurückkehren. Das gab Industrie- und Handelsminister Karel Havlicek nach der Kabinettssitzung am Dienstag bekannt. Bereits ab kommenden Montag dürfen Handwerksbetriebe, Wochenmärkte und Autohändler wieder öffnen; später folgen in zweiwöchigen Abständen kleinere und dann größere Einzelhandelsgeschäfte. Restaurants, Hotels und große Einkaufszentren sollen als letzte grünes Licht bekommen. Die Mundschutzpflicht in der Öffentlichkeit bleibt vorerst unbefristet bestehen. In Tschechien gab es bis Dienstagabend rund 6100 bestätigte Infektionen mit dem neuartigen Coronavirus. 161 Menschen starben.

19.32 Uhr - In Frankreich ist die Gesamtzahl der Covid-19-Opfer auf mehr 15.000 angewachsen. Wie die Behörden mitteilten, ist die Zahl der Todesfälle in Krankenhäusern und Altenheimen binnen eines Tages um fünf Prozent auf 15.729 gestiegen. Am Montag und Sonntag betrug der Anstieg der gemeldeten Todesopfer demnach jeweils vier Prozent. Zuvor war schon in Italien, Spanien und den USA die Schwelle von 15.000 Todesfällen überschritten worden.

18.46 Uhr - Im Streit über die Entscheidungshoheit bei der Lockerung der Einschränkungen des öffentlichen Lebens in den USA hat New Yorks Gouverneur Andrew Cuomo sich erneut gegen Präsident Donald Trump gestellt. Trumps Aussage, dass er bei der Wiederöffnung der USA in der Coronavirus-Epidemie die "allumfassende Macht" habe, sei schlicht falsch, sagte Cuomo bei einer Pressekonferenz. "Wir haben keinen König in diesem Land. Wir wollten keinen König, deswegen haben wir eine Verfassung und wählen einen Präsidenten." Er wolle aber nicht mit Trump streiten, sondern weiter partnerschaftlich mit dem Präsidenten zusammenarbeiten, sagte Cuomo weiter.

USA Corona-Pandemie Andrew Cuomo (picture-alliance/dpa/J. Minchillo)

Der Gouverneur von New York, Andrew Cuomo, wertet den Rückgang der Covid-19 Erkrankten in den Hospitälern als Hoffnungszeichen

18.35 Uhr - Im Bundesstaat New York geht erstmals die Zahl der an Covid-19 Erkrankten in den Hospitälern zurück. Sie fällt Gouverneur Andrew Cuomo zufolge auf 18.697 nach 18.825 am Vortag. Zwar sei die Änderung statistisch nicht relevant. Allerdings ist es nach seinen Angaben möglicherweise ein Zeichen, dass der Höhepunkt der Krise bald erreicht sein könnte. Die Zahl der Toten stieg am Montag um 778 nach 671 am Vortag und liegt bei 10.834.

18.33 Uhr - In Italien steigt die Zahl der Corona-Infizierten deutlich langsamer als zuvor. Wie der Zivilschutz in Rom bekanntgab, kletterte die Zahl der Infektionsfälle nur noch um knapp 1,9 Prozent auf 162.488. Das war der niedrigste prozentuale Anstieg seit der ersten Märzwoche. Die Zahl der Toten schnellte dagegen mit 602 Opfern innerhalb von 24 Stunden wieder in die Höhe. Damit starben in dem Land seit Februar 21.067 mit dem Coronavirus infizierte Menschen. Am Vortag hatte der Zivilschutz 566 neue Todesfälle registriert. Ein Experte hatte dazu erläutert, dass die weiter relativ hohen Todeszahlen nicht das aktuelle Infektionsgeschehen zeigen würden. Vielmehr hätten sich diese Opfer in der Regel bereits vor Wochen mit dem Erreger angesteckt.

18.17 Uhr - Das Cannes-Filmfest soll in diesem Jahr in einer neuen Form stattfinden. Wegen der Epidemie sei die "ursprüngliche Form" nicht umsetzbar, teilen die Organisatoren mit. Man werde hoffentlich bald mitteilen können, wie genau die Veranstaltung 2020 ablaufen werde.

18.15 Uhr - Der deutsche Sportartikelhersteller Adidas erhält wegen der Folgen der Corona-Pandemie einen Milliardenkredit von der staatlichen Förderbank KfW. Die KfW habe eine Darlehenszusage in Höhe von 2,4 Milliarden Euro gegeben, dazu kämen Zusagen eines Bankenkonsortiums in Höhe von 600 Millionen Euro, teilte die Unternehmenszentrale in Herzogenaurach mit. Im Gegenzug für den Staatskredit muss Adidas die Dividende streichen, so lange der Kredit läuft. Auch der Aktienrückkauf wird ausgesetzt, der Vorstand verzichtet in diesem Jahr auf alle Boni. Durch die weltweiten Ladenschließungen ist dem hochprofitablen Unternehmen der Umsatz weggebrochen. Allein in China fehlt dem weltweit zweitgrößten Sportartikelhersteller bis zu eine Milliarde Euro.

Deutschland Adidas Tauentzien Charlottenburg Berlin (picture-alliance/Bildagentur-online/Schoening)

Adidas erhält von der KfW-Bank ein Darlehen in Höhe von 2,4 Milliarden Euro

17.41 Uhr - Rumänien verlängert die wegen der Corona-Krise verhängten Ausgangsbeschränkungen um einen Monat. "Die Gefahr ist nicht vorüber", sagte Präsident Klaus Iohannis. "Eine Lockerung der Beschränkungen würde zu einem dramatischen Anstieg der Neuerkrankungen, zur Überfüllung der Krankenhäuser und zu einem enormen Druck auf unser Gesundheitssystem führen." In Rumänien mit seinen 19 Millionen Einwohnern gibt es nach offiziellen Angaben fast 7000 Corona-Infektionsfälle; 346 Menschen starben. Experten zufolge wird der Höhepunkt der Epidemie in dem osteuropäischen Land gegen Ende April erwartet.

17.41 Uhr - Der Besuch von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn in Gießen hat in den sozialen Medien für Ärger und Spott gesorgt. Ein Foto vom Besuch, das im Netz kursiert, zeigt unter anderem Spahn, den hessischen Ministerpräsidenten Volker Bouffier, Kanzleramtsminister Helge Braun (beide CDU) sowie den hessischen Sozialminister Kai Klose (Grüne), die sich - mit Mundschutzmasken - in der Gießener Uniklinik in einen Fahrstuhl drängen. Ein Twitter-Nutzer reagierte auf das Foto und wandte sich an das Polizeipräsidium Mittelhessen: "Hallo @Polizei_MH, ich möchte eine Straftat melden", schrieb der Nutzer und verwies auf das Abstandsgebot. "Danke für den Hinweis - der Sachverhalt wird derzeit überprüft", lautete die Reaktion des Polizeipräsidiums ebenfalls auf Twitter. Auch Spahn reagierte auf den Tweet: "Ganz klar: das geht besser. Auch mit Mundschutz Abstand halten. Und das nächste Mal einfach die Treppe nehmen", schrieb der Bundesgesundheitsminister.

17.36 Uhr - Mit mehr als 770 neuen Todesfällen innerhalb eines Tages ist die Zahl der in Großbritannien an der Lungenkrankheit Covid-19 verstorbenen Menschen auf insgesamt mehr als 12.000 gestiegen. Die britische Regierung meldet 778 neue Todesopfer, womit die Zahl der täglich gemeldeten Todesfälle anstieg. Einen Tag zuvor hatten die Behörden noch 717 neue Todesfälle registriert.

17.21 Uhr -.In Indien haben Tausende Wanderarbeiter und Slumbewohner gegen die Verlängerung einer strikten Ausgangssperre protestiert. An einer Bahnstation in der Millionenstadt Mumbai drängten sich Menschen eng aneinander. Sie forderten, die Finanzmetropole verlassen und ihre Dörfer heimkehren zu dürfen, wie Filmaufnahmen von örtlichen Fernsehsendern zeigen. Polizisten hätten die Menge mit Stöcken auseinandergetrieben, berichten lokale Medien. Zurzeit fahren keine Züge. Wegen einer seit drei Wochen geltenden Ausgangssperre haben die Wanderarbeiter, die meist von der Hand in den Mund lebten, ihre Jobs verloren. 

17.06 Uhr - Bürgermeister Peter Tschentscher hat für Hamburg einen maßgeschneiderten Plan zur Lockerung der Einschränkungen im Kampf gegen die Corona-Pandemie angekündigt. Wann die ersten Kitas, Schulen und Läden der Stadt wieder öffnen können, ließ er am Dienstag aber noch offen. Zunächst müsse die Dynamik der Epidemie für ganz Deutschland eingeschätzt werden, sagte der SPD-Politiker. Für Hamburg stehe der Schutz von Leben und Gesundheit auch bei der Erarbeitung eines Exit-Plans an erster Stelle, sagte er. "Wir dürfen nicht in eine Situation kommen, in der schwerkranke Menschen nicht mehr ausreichend behandelt werden können." 

Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow

Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow

16.51 Uhr - Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke) spricht sich für ein einheitliches Vorgehen der Bundesländer im weiteren Umgang mit den Beschränkungen in der Corona-Krise aus. "Gleichwohl wird es keine einfache Rückkehr zur Situation vor der Corona-Pandemie geben, sondern wir werden uns an eine neue Normalität gewöhnen müssen", sagt er nach einer Sitzung des Kabinetts in Erfurt. Als Beispiele nennt Ramelow Abstandsregelungen, eine neue Rücksichtnahme, aber auch Veränderungen im sozialen Umgang etwa hinsichtlich des Händeschüttelns. Dies sei auch nötig, um wieder Demonstrationen oder Gottesdienste zulassen zu können, sagt er.

16.23 Uhr -  Im bevölkerungsreichsten Bundesland Nordrhein-Westfalen sollen die Schulen nach den Osterferien schrittweise wieder öffnen. Eine Woche später sollen voraussichtlich auch die ersten Kita-Kinder wieder in die Kindertagesstätten zurückkehren dürfen. Das sagen NRW-Schulministerin Yvonne Gebauer (FDP) und NRW-Familienminister Joachim Stamp (FDP) der Deutschen Presse-Agentur. Damit stellt Nordrhein-Westfalen als erstes Bundesland einen konkreten Zeitplan in Aussicht, wie die strengen Auflagen zur Eindämmung des Coronavirus gelockert werden könnten - noch vor der Abstimmung mit der Bundesregierung und den übrigen Ländern am Mittwoch. 

Familienminister Joachim Stamp und Schulministerin Yvonne Gebauer (Archivbild)

Familienminister Joachim Stamp und Schulministerin Yvonne Gebauer (Archivbild)

16.23 Uhr - Die G7-Staaten sprechen sich angesichts der Coronavirus-Pandemie für einen Stopp beim Schuldendienst der ärmsten Ländern der Welt aus. Covid-19 stelle diese Staaten vor "akute" gesundheitliche und wirtschaftliche Probleme, erklärten die Finanzminister und Zentralbankchefs der sieben wichtigsten Industrienationen. Deswegen sollte die Rückzahlung bilateraler Schulden vorübergehend ausgesetzt werden. Voraussetzung sei aber eine entsprechende Haltung aller G20-Staaten. In dieser Gruppe sind auch Länder wie China, Brasilien und Indien vertreten.

16.18 Uhr - Die französische Justiz an den US-Onlinehändler Amazon dazu verpflichtet, seine Lieferungen in der Corona-Krise vorerst auf lebensnotwendige Produkte zu beschränken. Ein Gericht in Nanterre gjibt einer Klage von Gewerkschaftsvertretern statt, wonach Amazon zunächst die Corona-Risiken für die Arbeiter in Lagerhallen überprüfen müsse. Währenddessen dürfe der Onlinehändler nur Lebensmittel sowie Hygieneartikel und Medizinprodukte vertreiben. Andernfalls drohe dem Unternehmen eine Strafe von einer Million Euro.

Schild des Konzerns am Logistikzentrum im französischen Boves

Schild des Konzerns am Logistikzentrum im französischen Boves

16.07 Uhr - Die halbstaatliche Fluggesellschaft Turkish Airlines verlängert ihren Flugstopp wegen der Coronavirus-Krise. Internationale Flüge würden bis zum 20. Mai ausgesetzt, teilt die türkische Airline mit. Die Maßnahme galt zuvor bis zum 1. Mai. Inlandsflüge sollen demnach nach jetziger Planung am 1. Mai wieder aufgenommen werden. Die Billigfluggesellschaft Pegasus verlängert ihren Flugstopp vom 1. auf den 15. Mai. 

15.50 Uhr - Island will seine in der Corona-Krise ergriffenen Maßnahmen lockern. Ab dem 4. Mai sollen die bisher mit Einschränkungen geöffneten Schulen im Land wieder zum Normalbetrieb zurückkehren, geben Ministerpräsidentin Katrín Jakobsdóttir und Gesundheitsministerin Svandis Svavarsdóttir auf einer Pressekonferenz in Reykjavik bekannt. Zudem können dann die seit Wochen geschlossenen Universitäten und Hochschulen wieder öffnen.Bislang sind auf Island rund 1700 Infektionen mit Sars-CoV-2 nachgewiesen worden, die Verbreitung konnte zuletzt aber immer stärker abgebremst werden. Acht Menschen mit Covid-19-Erkrankung sind auf der Insel bisher gestorben, darunter ein Tourist aus Australien.

15.27 Uhr - Die harten wirtschaftlichen Folgen der Corona-Krise zwingen nach Angaben der Vereinten Nationen immer mehr afghanische Flüchtlinge zur Rückkehr in ihren gewaltgeplagten Heimatstaat. Die Heimkehrer stünden dort vor einer äußerst unsicheren Zukunft, erklärt das Hilfswerk UNHCR in Genf. Jeden Tag verließen rund 1500 Menschen ihr Zufluchtsland Iran und kehrten nach Afghanistan zurück. Zudem hätten Zehntausende Afghanen seit der vorübergehenden Grenzöffnung vorige Woche dem Aufnahmeland Pakistan den Rücken gekehrt.

15.27 Uhr - In Schweden sind inzwischen mehr als tausend Menschen durch das neuartige Coronavirus gestorben. Wie die Gesundheitsbehörde des skandinavischen Landes mitteilt, stieg die offizielle Zahl der Corona-Toten binnen 24 Stunden um 114 auf 1033 Fälle. Insgesamt 11.445 Infektionen wurden der Behörde zufolge nachgewiesen. Damit ist die Todesrate bei den Corona-Infektionen in Schweden deutlich höher als bei seinen nördlichen Nachbarländern. Das 10,3-Millionen-Einwohner-Land hat mit deutlich weniger Einschränkungen als andere europäische Länder auf die Corona-Pandemie reagiert. 

Feldlazarett als Erweiterung eines Krankenhauses in Göteborg

Feldlazarett als Erweiterung eines Krankenhauses in Göteborg

15.09 Uhr -Die Vereinten Nationen wollen über eine Luftbrücke medizinische Güter gegen die Corona-Pandemie in 54 Länder Afrikas liefern. Am Dienstagnachmittag sollte ein erstes Frachtflugzeug mit Material von Addis Abeba nach Dschibuti fliegen, teilt das Welternährungsprogramm (WFP) dem Evangelischen Pressedienst (epd) in Genf mit. Das Flugzeug des WFP transportiert Fracht der Weltgesundheitsorganisation (WHO). Es werde nach Addis Abeba zurückkehren und dann mit neuer Ladung zwischen der Hauptstadt Äthiopiens und dem Sudan, Eritrea, Somalia und Tansania pendeln, betont WHO-Sprecherin Elisabeth Byrs. 

14.55 Uhr -  Die Zahl neu erfasster Corona-Todesfälle in den USA ist zuletzt gesunken. Am vergangenen Freitag war in den Vereinigten Staaten der international bislang höchste bekannte Wert registriert worden: Innerhalb von 24 Stunden waren laut Daten der amerikanischen Johns-Hopkins-Universität mehr als 2000 Menschen nach einer Infektion mit dem Coronavirus gestorben. Seitdem gingen die Zahlen in den USA über mehrere Tage nach unten. Nach dem Höchstwert von 2108 Todesfällen am Freitag wurden in den vergangenen Tagen USA-weit innerhalb von 24 Stunden jeweils 1877, 1557 und zuletzt 1509 neue Todesfälle erfasst. Ob damit bereits eine längerfristige Trendwende eingeleitet ist, ist jedoch unklar. 

14.51 Uhr - Angesichts von Versorgungsengpässen in der Corona-Krise müssen die NATO-Staaten Generalsekretär Jens Stoltenberg zufolge prüfen, ob sie zu abhängig von Lieferungen aus Drittstaaten sind. Es müsse sichergestellt sein, dass man bei der nächsten Krise besser vorbereitet sei, sagt der Norweger in Brüssel. Die Verteidigungsminister des Militärbündnisses beraten am Mittwoch per Videoschalte über die Nato-Reaktion auf Covid-19. 

14.33 Uhr - Der Internationale Währungsfonds (IWF) rechnet wegen der Coronavirus-Pandemie in diesem Jahr mit einer schweren Rezession in der Eurozone. Die Wirtschaftsleistung werde um 7,5 Prozent schrumpfen, betonte der IWF am Dienstag in seiner jüngsten Prognose zur globalen Konjunkturentwicklung. In Deutschland soll die Wirtschaft demnach im Vergleich zum Vorjahr um 7 Prozent schrumpfen, in Italien sogar um 9,1 Prozent. Noch im Januar hatte der IWF für die Eurozone für 2020 ein Wachstum von 1,3 Prozent prognostiziert.

14.19 Uhr - Die chinesischen Behörden genehmigen klinische Tests für zwei weitere mögliche Corona-Impfstoffe. Die Wirkstoffe enthielten deaktivierte Bestandteile des neuartigen Coronavirus Sars-CoV-2, sagt Wu Yuanbin vom chinesischen Forschungsministerium bei einem Pressebriefing. Für diese Stoffe sei eine erste Reihe von Tests an Menschen genehmigt worden. Damit sind in China mittlerweile drei mögliche Coronavirus-Impfstoffe zu klinischen Tests zugelassen. 

14.18 Uhr - In einem Altenheim in Budapest haben sich inzwischen mehr als 200 Menschen mit dem Coronavirus angesteckt. Zehn Senioren starben bislang, wie Ungarns oberste Amtsärztin Cecilia Müller in Budapest bekanntgibt. Der Ausbruch in dem Heim im Stadtteil Rakoskeresztur war in der Vorwoche bekanntgeworden

Luftbild frischer Gräber bei Sao Paulo in Brasilien

Luftbild frischer Gräber bei Sao Paulo in Brasilien

14.06 Uhr - Die Zahl der Todesopfer weltweit ist in der Coronavirus-Krise weltweit auf mehr als 120.000 gestiegen. Laut einer Zählung der Nachrichtenagentur AFP erlagen nach Behördenangaben inzwischen 120.013 Menschen dem neuartigen Coronavirus, das im Dezember erstmals in China bei Menschen festgestellt worden war. Der am stärksten von der Pandemie betroffene Kontinent ist Europa mit fast 81.500 Todesopfern. Dies sind fast 70 Prozent der Toten weltweit. Die Vereinigten Staaten sind mit 23.649 Toten das am stärksten betroffene Land der Welt, gefolgt von Italien mit 20.465 Toten, Spanien mit 18.056 Todesfällen und Frankreich mit fast 15.000 Corona-Toten.

13.46 Uhr -  Der Iran hat erstmals seit einem Monat weniger als 100 Corona-Tote registriert. In den vergangenen 24 Stunden seien insgesamt 98 mit dem neuartigen Coronavirus infizierte Menschen gestorben, sagt der Sprecher des iranischen Gesundheitsministeriums, Kianusch Dschahanpur, in Teheran. Damit starben im Iran bislang 4683 Infizierte. 

Behandlung eines Corona-Patienten in Teheran

Behandlung eines Corona-Patienten in Teheran

13.43 Uhr - Trotz der Verbreitung des Coronavirus sollen Gläubige nach Ansicht der türkischen Religionsbehörde den islamischen Fastenmonat Ramadan regulär begehen. "Jeder gesunde Gläubige ist verpflichtet, während des Monats Ramadan zu fasten, wie von Gott befohlen. Es ist nicht möglich, diese Andacht auszusetzen", teilt die zuständige Behörde Diyanet mit. Risikogruppen wie Ältere und Menschen mit Vorerkrankungen sollten aber auf das Fasten verzichten. 

13.36 Uhr - Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) äußert sich skeptisch zu den Empfehlungen der Wissenschafts-Akademie Leopoldina. "Viele Vorschläge gehen an der Realität in den Bildungseinrichtungen vorbei", sagt die GEW-Vorsitzende Marlis Tepe in Frankfurt. Zudem nähmen die Leopoldina-Empfehlungen nur Übergänge und Prüfungen in den Blick und entsprächen so nicht dem Bildungsauftrag etwa der Kitas und Schulen. Der Gesundheits- und Infektionsschutz müsse im Mittelpunkt stehen, so die GEW. Bislang seien sowohl Fragen des Infektionsschutzes als auch der Hygiene und Sauberkeit in den Bildungseinrichtungen vielfach nicht gelöst. So müssten ausreichend Schutzmasken zur Verfügung gestellt werden. 

13.04 Uhr - Als Maßnahme gegen eine Weiterverbreitung des Coronavirus gilt in Jena jetzt auch am Arbeitsplatz die Pflicht zum Tragen eines Mundschutzes. Damit tritt in der Stadt die letzte Stufe der seit Anfang April geltenden Maskenpflicht in Kraft, wie ein Stadtsprecher sagt. Sie betrifft Arbeitsräume, in denen mehr als eine Person arbeitet und in denen ein Sicherheitsabstand von 1,50 Meter nicht eingehalten werden kann. 

13.03 Uhr - Spanien hat bei den Corona-Neuinfektionen den niedrigsten Anstieg seit Verhängung der Ausgangssperre vor einem Monat registriert. Die Zahl der mit dem neuartigen Coronavirus infizierten Menschen sei um 1,8 Prozent auf 172.541 Fälle gestiegen, teilte das Gesundheitsministerium in Madrid mit. Anfang April hatte der tägliche Zuwachs noch bei rund acht Prozent gelegen. Bei der Zahl der Corona-Toten gab es den Angaben zufolge nach einem Rückgang am Montag nun einen leichten Anstieg auf 567 Fälle. Damit starben in Spanien bereits 18.056 Infizierte. 

12.21 Uhr - Paketzusteller dürfen einem Berliner Gericht zufolge ihre Mitarbeiter auch in der Corona-Krise nicht an Sonn- und Feiertagen beschäftigen. Mehrere private Paketdienste unterlagen mit entsprechenden Eilanträgen, wie das Verwaltungsgericht in der Hauptstadt mitteilt. Sie hatten für die Osterfeiertage wegen des aktuell erhöhten Paketaufkommens und des hohen Krankenstands eine Ausnahme des im Arbeitszeitgesetz geregelten Beschäftigungsverbots für Sonn- und Feiertage erwirken wollen.

12.18 Uhr -  Bundesgesundheitsminister Jens Spahn setzt darauf, dass Bund und Länder bei der möglichen Lockerung der Corona-Maßnahmen an einem Strang ziehen werden. Von den Beratungen mit Bundeskanzlerin Angela Merkel und den Regierungschefs der Länder am Mittwoch erwarte er eine "einheitliche Entscheidung", sagt Spahn bei einem Besuch in Gießen. Es sei aber "völlig normal", dass es zunächst in der Politik - ebenso wie in der Gesellschaft - Debatten über das richtige Vorgehen in der Corona-Krise gebe. Der Gesundheitsminister räumte ein, dass die Bevölkerung "mit sehr starken Einschränkungen" konfrontiert sei, es aber auch eine "hohe Zustimmung" zu den Maßnahmen gebe. 

12.15 Uhr -  Die Corona-Pandemie wird nach Befürchtungen der Weltgesundheitsorganisation (WHO) noch viele weitere Opfer fordern. "Wir haben sicherlich noch nicht den Höhepunkt gesehen", sagt WHO-Sprecherin Margaret Harris in Genf. Rund 90 Prozent der bestätigten Fälle seien in den USA und Europa erfasst worden, erklärte Harris. Sie bestätigte einen Wiederanstieg der bestätigten Corona-Fälle in China, dem Ursprungsland des Erregers. Rund 90 Prozent der neuen Fälle in China seien Infizierte, die aus anderen Länder eingereist seien. 

12.04 Uhr - Angesichts der günstigen Entwicklung bei den Corona-Zahlen zieht Österreichs Regierung eine positive Zwischenbilanz. "Wir sind auf Kurs", sagt Regierungschef Sebastian Kurz (ÖVP) in Wien. Die Disziplin und das Durchhaltevermögen der Bürger hätten dazu geführt, dass nun mit der Öffnung der kleinen Geschäfte sowie der Bau- und Gartenmärkte ein erster Schritt in Richtung "neue Normalität" gemacht werden könne. Weiterhin gelte die Maßgabe: "So viel Freiheit wie möglich, so viel Einschränkungen wie notwendig." Mit dem großen Andrang bei den Baumärkten, wie er vielerorts berichtet werde, habe er gerechnet.

11.43 Uhr -  Vor den Beratungen der Ministerpräsidenten mit Kanzlerin Angela Merkel über Wege aus den Anti-Corona-Maßnahmen hat Bayerns Regierungschef Markus Söder vor einem Überbietungswettbewerb gewarnt. "Wir brauchen einen sicheren und besonnenen Weg aus der Corona-Krise", schreibt der CSU-Politiker auf Twitter. "Unsere Maßnahmen wirken, aber wir dürfen keinen Rückschlag riskieren." Vorsichtige Erleichterungen könne es nur mit zusätzlichem Schutz geben. "Es sollte kein Überbietungswettbewerb entstehen, der die Menschen verunsichert", schrieb er. Zuvor hatten sich verschiedene Politiker mit Forderungen nach einer Rückkehr zur Normalität zu Wort gemeldet.

11.30 Uhr - Die französische Wirtschaft wird nach Einschätzung der Regierung härter von der Corona-Krise getroffen als bisher angeommen. "Wir gehen von einem Rückgang der Wirtschaftsleistung um acht Prozent aus", sagt Wirtschafts- und Finanzminister Bruno Le Maire dem Fernsehsender BFMTV mit Blick auf das laufende Jahr. Der Minister will seinen revidierten Haushaltsplan am Mittwoch vorlegen. In der vergangenen Woche war Frankreichs Regierung bei der Budgetplanung noch von einem Rückgang des Bruttoinlandsproduktes (BIP) um lediglich sechs Prozent im laufenden Jahr ausgegangen. 

11.15 Uhr - Der nordrhein-westfälische Landtag verabschiedet das vieldiskutierte Epidemie-Gesetz. CDU, FDP, SPD und Grüne sowie ein fraktionsloser Abgeordneter stimmen in dritter Lesung für den überarbeiteten Gesetzentwurf, der der Landesregierung im Falle einer Verschärfung der Corona-Krise besondere Durchgriffsrechte ermöglicht. Die AfD votiert dagegen. In dem überarbeiteten Gesetz ist die ursprünglich geplante Zwangsverpflichtung von medizinischem Personal für den Kriseneinsatz in Krankenhäusern nicht mehr vorgesehen. Ärzte, Pflegepersonal und Rettungskräfte können sich stattdessen nun in ein Freiwilligenregister eintragen. Zudem ist das Gesetz bis Ende 2021 befristet.

11.12 Uhr - Geschlossene Schulen wegen der Corona-Pandemie ausgerechnet im Jahr des Schulabschlusses - davon sind in Deutschland nach Angaben des Statistischen Bundesamtes bis zu 1,1 Millionen Schülerinnen und Schüler betroffen. Je nach Abgrenzung der Abschlussklassen können an allgemeinbildenden Schulen derzeit zwischen 962 000 und 1,1 Millionen Schülerinnen und Schüler nicht in die Unterrichtsräume zurückkommen, teilt das Bundesamt mit. Die Abschlussklassen der beruflichen Schulen seien in dieser Schätzung nicht enthalten.

10.50 Uhr - Das türkische Parlament verabschiedet wegen der Corona-Krise ein Gesetz zur Entlassung von bis zu 90.000 Gefangenen. Das Gesetz stieß im Vorfeld auf scharfe Kritik, weil Inhaftierte unter Terrorvorwürfen, darunter Regierungskritiker und Journalisten, von der Regelung ausgenommen sind. Das von der islamisch-konservativen Regierungspartei AKP eingebrachte Gesetz wird von der ultranationalistischen MHP unterstützt. 279 Abgeordnete stimmen dafür, 51 dagegen. Das Parlament hat 600 Sitze. Das Gesetz sieht unter anderem vor, dass die Haftzeit von Risikogruppen in Hausarrest umgewandelt wird.

10.43 Uhr - Australien droht wegen der Corona-Krise die höchste Arbeitslosigkeit seit mehr als einem Vierteljahrhundert. Die Arbeitslosenquote werde sich bis Ende Juni auf zehn Prozent verdoppeln, sagt Ministerpräsident Scott Morrison dem Sender Channel Nine. Damit würde erstmals seit 1994 wieder ein zweistelliger Wert erreicht. Ohne staatliche Hiilfsmaßnahmen wie das 130 Milliarden Australische Dollar (rund 76 Milliarden Euro) große Paket zur Sicherung von Arbeitsplätzen, Hilfen für Universitäten und kostenlose Kinderbetreuung würde die Arbeitslosigkeit bis auf etwa 15 Prozent klettern, sagt Morrison. 

10.43 Uhr - Als erste Autofabrik in Tschechien hat das Hyundai-Werk im östlich gelegenen Nosovice nach mehr als dreiwöchiger Corona-Pause den Betrieb wieder aufgenommen. Dies bestätigt ein Firmensprecher der Deutschen Presse-Agentur. Der südkoreanische Automobilhersteller hatte die Produktion in seinem einzigen Werk in der Europäischen Union am 21. März im Zuge der Maßnahmen gegen das neuartige Coronavirus gestoppt. Zu Beginn arbeiteten nur zwei der üblichen drei Schichten. Es gelten zudem verschärfte Hygienevorschriften. 

10.38 Uhr - Nach vierwöchiger Schließung wegen der Corona-Krise sind in Österreich wieder zahlreiche Geschäfte geöffnet. Von der Lockerung der Anti-Corona-Maßnahmen profitierten kleine Läden wie Buchgeschäfte, Parfümerien und Boutiquen. Auch Bau- und Gartenmärkten war es erlaubt, unter strengen Hygiene-Auflagen wieder Kunden zu bedienen. Vereinzelt bildeten sich bei einigen Baumärkten schon vor Öffnung der Geschäfte lange Schlangen. Zu den Vorschriften zählt das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes und das Abstandhalten. Dies gilt auch für jeden, der mit öffentlichen Verkehrsmitteln unterwegs ist. Mit der stufenweise Lockerung der Anti-Corona-Maßnahmen wagt Österreich als eines der ersten Länder in Europa einen Schritt in Richtung Normalität. 

Schlange vor einem Baumarkt in Graz

Schlange vor einem Baumarkt in Graz

10.17 Uhr - In den Krankenhäusern in Deutschland sind nach den Worten von RKI-Präsident Lothar Wieler aktuell ausreichend Intensivbetten und Beatmungsgeräte vorhanden, um die Krise zu beherrschen. "Bei der derzeitigen Dynamik werden keine Engpässe prognostiziert", sagt Wieler in Berlin.

Eine Krankenschwester in einer Schweriner Kinik überprüft ein Beatmungsgerät

Eine Krankenschwester in einer Schweriner Kinik überprüft ein Beatmungsgerät

10.12 Uhr - Der Präsident des Robert-Koch-Instituts (RKI), Lothar Wieler, ruft dazu auf, trotz "einiger positiver Tendenzen" bei der Entwicklung der Infektionszahlen die Abstands- und Hygieneregeln weiterhin unvermindert einzuhalten. "Lassen Sie uns nicht nachlassen", sagt Wieler in Berlin. Es gebe noch keine Hinweise darauf, dass der Corona-Ausbruch in Deutschland eingedämmt sei, betont Wieler. Es sei aber gelungen, sie zu verlangsamen, vor allem durch das Einhalten der Regeln.

10.08 Uhr - In Russland steigt die Zahl der Neuerkrankungen so stark wie nie. In den vergangenen 24 Stunden habe es 2774 neue Fälle gegeben, teilt das Krisenzentrum mit. Am Vortag waren es 2558 gewesen. Damit gibt es den Angaben zufolge nun insgesamt 21.102 positiv getestete Personen. Die Zahl der Menschen, die an den Folgen des Virus gestorben seien, habe sich um 22 auf 170 erhöht.

10.08 Uhr - Papst Franziskus hat angesichts der Corona-Krise zu Einheit und Eintracht gemahnt. Nur so könne die schwierige Zeit überwunden werden, sagte das Oberhaupt der Katholiken bei seiner Frühmesse in der vatikanischen Residenz Santa Marta. Die Pandemie bringe nicht nur gesundheitliche Gefahren mit sich. Ein weiteres Problem seien Spaltungstendenzen und Uneinigkeit. 

09.52 Uhr - Von den aktuellen Schulschließungen in Deutschland sind insgesamt rund 10,7 Millionen Schülerinnen und Schüler betroffen. Wie das Statistische Bundesamt mitteilte, besuchen davon im laufenden Schuljahr rund 8,3 Millionen allgemeinbildende Schulen und 2,4 Millionen berufliche Schulen. Derzeit wird über die schrittweise Öffnung der Schulen nach den Osterferien diskutiert. 

09.08 Uhr - Polen will die Beschränkungen für die heimische Wirtschaft ab Sonntag wieder schrittweise lockern. "Vom 19. April an werden wir langsam damit beginnen, die Wirtschaft wieder anzufahren", verkündete Gesundheitsminister Lukasz Szumowski im polnischen Radio. Zunächst würden dann wahrscheinlich die Einschränkungen für Geschäfte gelockert. Eine definitive Entscheidung solle spätestens am Mittwoch fallen. 

08.46 Uhr - In Deutschland ist die Zahl der mit dem Coronavirus infizierten Menschen um 2082 auf 125.098 gestiegen. Das vermeldete das Robert-Koch-Institut in seiner täglichen Aufstellung, die auf den aus den Bundesländern übermittelten Zahlen basiert. 

07.15 Uhr - Der Vorsitzende des Paritätischen Wohlfahrtsverbands, Ulrich Schneider, fordert für die von der Corona-Krise besonders betroffenen Hartz-IV-Bezieher 100 Euro mehr im Monat. Unter anderem seien die vielen geschlossenen Tafeln zu einem erheblichen Problem für deren Stammkunden geworden, sagte Schneider im ARD-Morgenmagazin.

07.05 Uhr - Indien verlängert die Ausgangssperren wegen des Coronavirus um mindestens zweieinhalb Wochen. Die ursprünglich heute auslaufenden Maßnahmen werden bis mindestens 3. Mai verlängert, sagte Premierminister Narendra Modri. In wirtschaftlicher Hinsicht zahle das Land zwar einen "hohen Preis" für die Ausgangssperren, aber Menschenleben seien wichtiger. In Indien wurden nach offiziellen Angaben bislang rund 7500 Infektionen mit dem Coronavirus registriert. 

06.51 Uhr - Australien und Neuseeland wollen trotz erster Erfolge im Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus an den verhängten Ausgangs- und Reisebeschränkungen festhalten. Geduld sei das Gebot der Stunde, erklärte Australiens Premierminister Scott Morrison. Er verwies auf Länder wie Singapur und Südkorea, die nach ersten Lockerungen eine zweite Infektionswelle erlebt hatten.

06.38 Uhr - Der deutsche Außenminister Heiko Maas hat sich für eine einheitliche Corona-App in der Europäischen Union ausgesprochen, um die Ausbreitung des Erregers SARS-CoV-2 zu bremsen. "Wichtig ist, dass wir nicht bei einem Flickenteppich aus 27 Corona-Apps und 27 Datenschutzregimen landen, sondern möglichst abgestimmt vorgehen", erklärte der SPD-Politiker. 

05.01 Uhr - Bundesjustizministerin Christine Lambrecht hat in einem Interview mit dem Redaktionsnetzwerk Deutschland versichert, dass alle freiheitsbeschränkenden Maßnahmen nach der Corona-Krise wieder zurückgenommen werden: "Als Justizministerin werde ich darauf hinwirken, dass die Einschränkungen keinen Tag länger aufrechterhalten werden als unbedingt nötig ist, um Leben und Gesundheit zu schützen."

04.34 Uhr - Wegen der Coronavirus-Pandemie sind die Präsidenten- und Parlamentswahlen in der Dominikanischen Republik verschoben worden. Statt wie bisher geplant am 17. Mai sollen sie nun wegen des Gesundheitsnotstands erst am 5. Juli stattfinden, wie die Wahlbehörde des Karibikstaates mitteilte.

03.52 Uhr - China lässt einem Medienbericht zufolge zwei experimentelle Impfstoffe zur Bekämpfung des neuen Coronavirus für Humantests zu. Die Impfstoffe würden von einer in Peking ansässigen Einheit der Sinovac Biotech und dem Institute of Biological Products, einer Tochtergesellschaft der staatlichen China National Pharmaceutical Group in Wuhan entwickelt.

03.12 Uhr - Im Streit über eine Lockerung der Einschränkungen des öffentlichen Lebens in den USA hat Präsident Donald Trump die Entscheidungshoheit für sich reklamiert. Er habe bei der Frage der Wiederöffnung Amerikas infolge der Coronavirus-Epidemie die "allumfassende Macht", sagte Trump im Weißen Haus. Er reagierte damit auf Äußerungen von Gouverneuren mehrerer US-Bundesstaaten, die zuvor erklärt hatten, sich bei der Aufhebung der von ihnen verhängten Beschränkungen untereinander abstimmen zu wollen.

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Trump: "Der Präsident der USA sagt, wo es langgeht"

03.00 Uhr - Die Zahl der weltweit bestätigten Infektionen mit SARS-CoV-2 liegt nach Angaben der amerikanischen Johns Hopkins Universität mittlerweile bei knapp zwei Millionen. Rund 120.000 Menschen starben demnach an den Folgen der Krankheit. Fast 450.000 gelten als genesen. Experten gehen bei sämtlichen Aspekten allerdings von einer hohen Dunkelziffer aus.

01.30 Uhr - Der Einreisestopp der USA für Reisende aus dem Schengenraum, Großbritannien und Irland bleibt vorerst bestehen. In Italien und Spanien gehe es in der Corona-Krise noch immer nicht gut und Frankreich habe gerade erst Maßnahmen zur Eindämmung des Virus verlängert, begründete US-Präsident Donald Trump die Entscheidung.

00.48 Uhr - Der Internationale Währungsfonds gewährt 25 seiner ärmsten Mitgliedsländer im Rahmen seines "Catastrophe Containment and Relief Trust" sofortige Schuldenerleichterungen. Das solle ihnen ermöglichen, ihre ohnehin geringen finanziellen Ressourcen beispielsweise für medizinische Zwecke zu nutzen.

stu/ww (alle Agenturen)

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