Corona-Krise lässt Zahl ausländischer Studienanfänger einbrechen | Aktuell Deutschland | DW | 17.03.2021
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Bildung

Corona-Krise lässt Zahl ausländischer Studienanfänger einbrechen

Die Corona-Pandemie zeigt auch an den deutschen Hochschulen Wirkung: Die Zahl der aus dem Ausland stammenden Studienanfänger ist im vergangenen Jahr deutlich gesunken.

Deutschland Ausländer Studenten

Abiturienten aus China und anderen Ländern in einem Vorbereitungskurs der FH Zwickau (Archivbild)

Im vergangenen Jahr schrieben sich an deutschen Hochschulen für das erste Semester 99.400 Studierende. Das entspricht einem Minus von 21 Prozent im Vergleich zu 2019, wie das Statistische Bundesamt aufgrund vorläufiger Zahlen in Wiesbaden mitteilte. Die Zahl der deutschen Erstsemester stieg dagegen leicht um zwei Prozent auf 389.200.

"Der außergewöhnlich starke Rückgang der ausländischen Studienanfängerinnen und -anfänger ist maßgeblich auf die Corona-Pandemie zurückzuführen,in deren Folge eine Studienaufnahme an einer deutschen Hochschule für Studierende aus dem Ausland erheblich erschwert war", erklärte das Bundesamt.

Einbruch bei Geisteswissenschaften

Mit einem Minus von 42 Prozent im Vorjahresvergleich verzeichnete das Bundesamt den größten Rückgang bei den ausländischen Studienanfängern im Bereich Geisteswissenschaften. Die meisten Ersteinschreibungen ausländischer Studierender gab es demnach in den Fächergruppen Ingenieurwissenschaften sowie Rechts-, Wirtschafts- und Sozialwissenschaften, doch auch hier ging die Zahl mit minus 17 Prozent beziehungsweise minus 16 Prozent deutlich zurück.

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Studieren in Deutschland unter Corona-Bedingungen (24.09.2020)

Insgesamt hätten sich im Sommersemester 2020 und dem folgenden Wintersemester 488.600 Studienanfängerinnen und Studienanfänger erstmals an einer deutschen Hochschule immatrikuliert. Diese Zahl sank im Vergleich zum Studienjahr 2019 um vier Prozent.

Die meisten Studienanfänger begannen ein Studium in den Rechts-, Wirtschafts- und Sozialwissenschaften. Ihr Anteil lag bei 41 Prozent. Es folgten Ingenieurwissenschaften mit 26 Prozent und Naturwissenschaften beziehungsweise Mathematik mit elf Prozent.

kle/gri (afp, dpa, kna)

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