Coman - so anfällig, aber auch so wertvoll | Sport | DW | 14.04.2019
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FC Bayern München

Coman - so anfällig, aber auch so wertvoll

Kingsley Coman stellt gegen Fortuna Düsseldorf unter Beweis, über welch außergewöhnliche Fähigkeiten er verfügt. Er soll die Zukunft des FC Bayern München prägen. Der Franzose ist aber verletzungsanfällig.

Die handfeste Auseinandersetzung, die Kingsley Coman unter der Woche im Training hatte, hinterließ keinerlei Spuren. Mit Robert Lewandowski, mit dem er die Fäuste hatte fliegen lassen, spielte er gegen Fortuna Düsseldorf jedenfalls friedlich nebeneinander. Aber vielleicht war es sogar noch eine schöne kleine Gehässigkeit des Franzosen, dass er die Aufgaben des polnischen Agreifers gleich mit übernahm.

Der pfeilschnelle, linke Außenbahnspieler Coman erzielte beim äußerst souverän herausgespielten 4:1 (2:0) gegen die überforderten Rheinländer gleich zwei Treffer. Der achte Pflichtspielsieg in Folge. Es waren Comans Saisontore vier und fünf. Und Lewandowski? Der ging in dieser Partie leer aus, was ihn besonders geärgert haben dürfte. Schließlich definiert sich der 30 Jährige vor allem über erzielte Tore.

Gesundheitliche Probleme

Diese Reaktion von Coman auf die "Kampfhandlungen" dürfte Trainer Niko Kovac besonders gefallen haben. Der Trainer des FC Bayern München machte nie einen Hehl daraus, dass er ein großer Anhänger des Spiels von Coman ist. Der "King", wie ihn Kovac stets betitelt, spielt immer dann, wenn er auch einsatzfähig ist. Er ist der Nachfolger von Franck Ribery auf der Seite.

Allerdings meint es der Körper des 22-Jährigen nicht immer gut mit Coman. Allein 13 Bundesliga-Spiele und fünf Champions-League-Spiele verpasste der französische Nationalspieler in dieser Spielzeit aufgrund von Verletzungen (Syndesmosebandriss, Muskelfaserriss). Seine Verletzungshistorie ist allerdings schon in jungen Jahren bemerkenswert groß. Seit dem Sommer 2015 fehlte Coman den Münchnern bereits in 65 Pflichtspielen.

Ein Unterschiedsspieler

Seine Fähigkeiten sind dagegen unbestritten, er kann wie Ribery den Unterschied ausmachen - aus einer guten eine sehr gute Mannschaft machen. Mit seiner Schnelligkeit, mit seinen Dribblings, mit seiner Zielstrebigkeit, Druck auf die gegnerische Abwehr aufzubauen. Coman ist einer der Profis, die als künftige Säulen den neuen FC Bayern darstellen sollen.

Vereinspräsident Uli Hoeneß hatte vor einigen Wochen bereits angekündigt, dass der Kader der Münchner in der kommenden Saison ein anderes Gesicht haben werde. Mit Lucas Hernandez, Benjamin Pavard, Jann-Fiete Arp haben die Münchner bereits erste Neuzugänge vermeldet.

Coman, dessen Vertrag noch bis 2023 datiert ist, ist in den Gedanken der Vereinsführung allerdings die feste Größe, die dazu beitragen soll, die Münchner wieder an die europäische Spitze zu führen. Nicht mehr, aber auch nicht weniger.

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