″Sinnlose Tragödie″ in Colorado | Aktuell Amerika | DW | 23.03.2021
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Vereinigte Staaten

"Sinnlose Tragödie" in Colorado

Schon wieder erschüttert eine blutige Gewalttat die USA: Bei einem Schusswaffenangriff auf einen Supermarkt sind im Bundesstaat Colorado zehn Menschen getötet worden. Tatverdächtig ist ein 21-Jähriger.

Zehn Menschen zwischen 20 und 65 Jahren wurden getötet, teilte die Polizei der Stadt Boulder nordwestlich von Denver mit. Unter ihnen sei auch ein Polizeibeamter. Ein tatverdächtiger 21-Jähriger wurde am Dienstag wegen Mordes in zehn Fällen angeklagt. Er soll im Laufe des Tages vom Krankenhaus in eine Haftanstalt überführt werden.

Der mutmaßliche Angreifer wurde nach Angaben der Staatsanwaltschaft festgenommen. Er hatte am Montagnachmittag (Ortszeit) das Feuer in einem Supermarkt eröffnet, der zu einem Einkaufskomplex mit mehreren Geschäften und Cafés gehört. Die Polizei rückte daraufhin mit einem Großaufgebot an.

Biden fordert Konsequenzen

US-Präsident Joe Biden forderte ein Verbot von Sturmgewehren und verschärfte Waffenkontrollen. "Ich muss keine weitere Minute warten, geschweige denn eine Stunde, um vernünftige Schritte zu ergreifen, die in Zukunft Leben retten werden", sagte der Demokrat. Parteigrenzen sollten keine Rolle spielen. Schon in der Vergangenheit hatte Biden, wie auch einige seiner Amtsvorgänger, für schärfere Waffengesetze plädiert. Sein direkter Vorgänger Donald Trump hingegen hatte klar für die Waffenlobby Partei ergriffen.

Motiv unklar

Colorados Gouverneur Jared Polis sprach von einer "sinnlosen Tragödie". Auch Boulders Bürgermeister Sam Weaver äußerte sich erschüttert über die Gewalttat. Über das Motiv ist noch nichts bekannt.

USA | Schütze in Supermarkt im US-Bundesstaat Colorado

Trost für eine Augenzeugin

Erst in der vergangenen Woche hatten tödliche Angriffe auf drei Massagestudios im Bundesstaat Georgia die USA erschüttert. Dabei wurden acht Menschen erschossen, unter ihnen sechs Frauen asiatischer Herkunft.

In Colorado hatten sich zwei der schlimmsten Schusswaffen-Angriffe der jüngeren US-Geschichte ereignet. An der Columbine High School in Littleton hatten zwei Jugendliche im April 1999 zwölf Mitschüler und einen Lehrer erschossen. Danach begingen sie Suizid. Im Juni 2012 eröffnete ein 24-jähriger Mann in einem Kino in der Stadt Aurora das Feuer und tötete zwölf Menschen. Der Amokläufer wurde später zu lebenslanger Haft verurteilt.

wa/fw/ehl (afp, dpa)

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