Chung muss gegen Federer aufgeben | Sport | DW | 26.01.2018
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Tennis

Chung muss gegen Federer aufgeben

Wegen einer Blase am Fuß muss der südkoreanische Überraschungsspieler das Halbfinale der Australian Open gegen Roger Federer vorzeitig beenden. Der erste Titel geht an ein französisch-ungarisches Doppel.

Nach einer guten Stunde war es vorbei: Wegen einer schmerzhaften Blase unter dem linken Fuß musste Chung Hyeon seinen großen Traum vom Australian-Open-Finale aufgeben. Allerdings sah der Südkoreaner zu diesem Zeitpunkt des Halbfinalmatches gegen Roger Federer bereits wie der sichere Verlierer aus. 6:1 und 5:2 führte der Schweizer, der Chung mit seiner variablen Spielweise große Probleme bereitete. Nachdem er den ersten Satz schnell verloren hatte und auch im zweiten Durchgang ins Hintertreffen geraten war, ließ sich Chung lange an seinem verletzten Fuß behandeln. Der Turnierarzt pflasterte und polsterte die Blase. Chung versuchte es noch einmal, gab dann aber nach 62 Minuten enttäuscht auf.

"Eine solche Blase ist sehr schmerzhaft. Irgendwann kannst du es einfach nicht mehr aushalten und musst aufgeben", zeigte Federer im Interview auf dem Court Verständnis. "Ich bin unglaublich glücklich, im Finale zu stehen, aber es ist eine bittersüße Art und Weise es zu erreichen."

Am Sonntag trifft Federer nun in seinem 30. Grand-Slam-Endspiel auf den Kroaten Marin Cilic. Der 36-jährige Schweizer könnte dabei seinen 20. Titel bei einem der vier wichtigsten Turniere gewinnen. Im direkten Vergleich mit Cilic führt Federer 8:1. Die einzige
Niederlage kassierte der Schweizer im Halbfinale der US Open 2014, als sich Cilic später im Endspiel gegen den Japaner Kei Nishikori seinen bislang einzigen Grand-Slam-Titel sicherte. "Diesmal wird er sicher frisch und bereit sein", sagte Federer über
seinen 29 Jahre alten Finalgegner. "Er spielt mit viel Power und glaubt an sich. Ich freue mich auf das Match." 

Mladenovic und Babos gewinnen Doppel

Tennis Australian Open Timea Babos und Kristina Mladenovic (picture-alliance/AP Photo/D. Alangkara)

Timea Babos (l.) und Kristina Mladenovic (r.)

Bevor Federer und Chung den Centre Court betraten, gewannen Kristina Mladenovic und Timea Babos ihren ersten gemeinsamen Grand-Slam-Titel gewonnen. Das Doppel aus Frankreich und Ungarn setzte sich im Finale souverän gegen die favorisierten Olympiasiegerinnen Jekaterina Makarowa und Jelena Wesnina aus Russland mit 6:4 und 6:3 durch. Mladenovic hatte zuvor im Einzel enttäuscht und ihre 15. Niederlage nacheinander kassiert. Jetzt konnte sie sich mit dem Erfolg im Doppel mehr als entschädigen.

Makarowa und Wesnina warten dagegen weiter auf ihren ersten Sieg in Melbourne, alle anderen Großereignisse im Doppel haben sie schon gewonnen: 2016 die Goldmedaille in Rio, 2013 der Titel bei den French Open in Paris, 2014 gewannen sie die US Open in New York und 2017 waren sie in Wimbledon erfolgreich.

asz/mrl (sid)

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