China: USA betreiben bei Tiktok ″Mobbing″ | Aktuell Welt | DW | 04.08.2020
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China: USA betreiben bei Tiktok "Mobbing"

Drohungen des US-Präsidenten, die Videoplattform zu verbieten, verstießen gegen Prinzipien der Marktwirtschaft, sagt die kommunistische Regierung in Peking.

China hat die Vereinigten Staaten für ihr Vorgehen gegen die Videoplattform Tiktok kritisiert. Die Drohung von US-Präsident Donald Trump, das Unternehmen in den USA zu verbieten, sei "pures Mobbing", sagte ein Sprecher des chinesischen Außenministeriums. Washington verstoße gegen marktwirtschaftliche Grundsätze und gegen Prinzipien der Welthandelsorganisation wie Offenheit, Transparenz und Nichtdiskriminierung.

Trump hatte am Freitag angedroht, das Smartphone-Programm, mit dem Karaoke-Videos gedreht werden können, vom US-Markt zu verbannen. Der US-Softwarekonzern Microsoft erklärte am Sonntag, bereits laufende Gespräche mit dem Eigentümerkonzern Bytedance für eine mögliche Übernahme von Tiktok sollten bis Mitte September abgeschlossen werden.

Trump will Provision

Später legte Trump noch einmal nach: Komme bis dahin kein Verkauf zustande, werde Tiktok in den USA "dichtgemacht". Überdies müsse "ein sehr substanzieller Teil" des Übernahmepreises an das US-Finanzministerium fließen, "da wir diesen Deal möglich machen".

US-Präsident Donald Trump gestenreich vor einem Mikrofon (picture-alliance/AP Images/Star Max/D. V. Tine)

"USA müssen viel Geld bekommen": Präsident Donald Trump (Archivbild)

Die US-Regierung führt als Begründung Sicherheits- und Datenschutzbedenken an. Die vor allem von jungen Menschen beliebte App, die zusätzlich Funktionen eines sozialen Netzwerks bietet, hat nach eigenen Angaben eine Milliarde Nutzer weltweit und rund 100 Millionen in den Vereinigten Staaten. Sie wurde vom chinesischen Technologieunternehmen Bytedance entwickelt. Kritiker vermuten, dass Bytedance Nutzerdaten an die Regierung in Peking weiterleitet. Das Unternehmen bestreitet dies.

jj/pg (dpa, afp, rtr)

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