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Champions League: Fußball-Wahnsinn bei PSG gegen Bayern

30. April 2026

In einem irren Duell schenken sich Titelverteidiger Paris St. Germain und Bayern München nichts. Es wird das torreichste Halbfinalspiel der Champions-League-Geschichte. Arsenal hadert bei Atletico mit dem Videobeweis.

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Torjubel Ousmane Dembélé von Paris St. Germain nach seinem Treffer gegen den FC Bayern
Im Spiel zwischen PSG und dem FC Bayern geht es hin und her - und ständig fallen ToreBild: Maciej Rogowski/ZUMA/IMAGO

"Wir haben heute den Sieg verdient, wir haben ein Unentschieden verdient und wir haben die Niederlage verdient. Das war das beste Spiel, in dem ich als Trainer dabei war, ohne Zweifel", schwärmte Luis Enrique, der Trainer von Paris St. Germain nach dem Halbfinal-Hinspiel in der Champions League gegen den FC Bayern München.

Am Ende hieß es zwischen dem Titelverteidiger aus Frankreich und dem frisch gekürten Deutschen Meister 5:4 (3:2). "Ich habe noch nie eine solche Intensität, ein solches Tempo und ein solches physisches Niveau gesehen. Wir müssen allen gratulieren", sagte Enrique. "Es war ein fantastisches Spiel."

Kompany: "Da bist du eigentlich ausgeschieden"

Auch die Bayern waren nach dem torreichsten Halbfinalspiel der Champions-League-Geschichte nicht unzufrieden - schließlich waren sie von den schnellen Pariser Angreifern phasenweise regelrecht schwindelig gespielt worden und hatten zwischenzeitlich sogar mit 2:5 zurückgelegen.

"Wir bekommen fünf Gegentore, da bist du eigentlich ausgeschieden", meinte Bayern-Trainer Vincent Kompany nach dem Spiel, das er wegen einer Gelb-Sperre aus dem Viertelfinale gegen Real Madrid von der Tribüne aus verfolgen musste. "Aber wir haben in Paris vier Tore gemacht. Wir können Tore machen, das haben wir gezeigt. Und das werden wir zu Hause auch machen", kündigte er an.

Kompany konnte sich in Paris einmal mehr auf sein verlässliches Sturm-Trio aus Torjäger Harry Kane, Top-Vorbereiter Michael Olise und Flügelstürmer Luis Diaz verlassen. Auch gegen PSG trafen die drei Offensivspieler jeweils einmal und erhöhten ihr Torkonto auf 100 Saisontore - hinzu kommen 55 Vorlagen.

Torjubel Harry Kane vom FC Bayern München mit ausgebreiteten Armen nach seinem Tor zum 1:0 in Paris
Harry Kane bringt den FC Bayern per Elfmeter in Führung - später bereitet er das vierte Tor der Münchener vorBild: Marc Niemeyer/kolbert-press/picture alliance

Das übertrifft alle anderen Teams in Europa bei Weitem: Kylian Mbappé, Vinicius Junior und Fede Valverde bringen es bei Real Madrid auf 69 Treffer, Raphinha, Lamine Yamal und Ferran Torres beim FC Barcelona auf 62.

Alleine Harry Kane hat in dieser Saison wettbewerbsübergreifend bereits 56 Treffer erzielt, 13 davon in der Champions League, 33 in der Fußball-Bundesliga. Olise bringt es auf 20 Tore und 29 Vorlagen, Diaz erzielte bislang 26 Tore und gab 20 Assists.

Sieg im Rückspiel für den Triple-Traum

Im Rückspiel am kommenden Mittwoch in München (21 Uhr MEZ) benötigt der FC Bayern nun einen Sieg, um sich den Traum vom Triple aus Meisterschaft, DFB-Pokalsieg und Gewinn der Champions League zu bewahren. 

Dass es in München ein völlig anderes Spiel wird, glaubt Kompany nicht: "PSG wird nicht akzeptieren, es anders zu machen, und wir auch nicht." Beide Teams würden mit "Intensität auf allerhöchstem Niveau" spielen. 

"Man hat gesehen, dass wir viele Tore schießen", betonte auch Bayern-Verteidiger Jonathan Tah. "Und deswegen gehen wir mit vollem Selbstvertrauen in das Rückspiel und hauen alles raus. Es ist alles drin für uns."

Drei Bundesligaklubs hoffen auf Bayern-Erfolg

Neben den Bayern-Fans werden auch die Anhänger des VfB Stuttgart, der TSG Hoffenheim und von Bayer 04 Leverkusen den Münchenern die Daumen drücken. Die Klubs belegen derzeit die Ränge vier bis sechs der Bundesliga.

Schließlich hängt vom Erfolg der Bayern ab, ob Deutschland sich in der Wertung des europäischen Fußballverbands UEFA noch an Spanien vorbeischiebt.

Denn dann würde die Bundesliga einen weiteren Champions-League-Platz erhalten und in der kommenden Saison wäre auch der Fünfte der Bundesliga in der "Königsklasse" dabei.

Arsenal ohne Havertz nur Remis bei Atletico

Im zweiten Halbfinal-Hinspiel hat der FC Arsenal auch ohne Kai Havertz Atletico Madrid standgehalten und auswärts ein 1:1 (1:0) geholt. Der deutsche Nationalspieler, der in dieser Saison viele Spiele wegen Verletzungen verpasst hat, hatte wegen Leistenbeschwerden nicht zur Verfügung gestanden.

Daher fiel er auch als standardmäßiger Elfmeterschütze aus, als Arsenal nach einem Schubser gegen Viktor Gyökeres ein Strafstoß zugesprochen wurde. Der Gefoulte trat selbst an und verwandelte zum 1:0 (44.).

Nach dem Seitenwechsel machte Atletico mehr Druck und erarbeitete sich Chance um Chance. Schließlich bekamen auch die Spanier einen Elfmeter zugesprochen, weil Arsenal-Verteidiger Ben White den Ball bei einem Abwehrversuch an die Hand bekommen hatte. Julian Alvarez nutzte den Strafstoß zum verdienten Ausgleich (56.).

VAR-Eingriff macht Arteta wütend

Schließlich hätte fast ein dritter Elfmeter das Spiel entschieden. David Hancko kam bei einem Zweikampf zu spät und trat Arsenal-Angreifer Eberechi Eze leicht auf den Fuß, nachdem der den Ball bereits gespielt hatte. Der Schiedsrichter zeigte zunächst auf den Punkt, entschied aber dann nach Videobeweis und langem Hin und Her, den Strafstoß zurückzunehmen, was Arsenal-Trainer Mikel Arteta mächtig erzürnte.

Im Halbfinale der Champions League zwischen Atletico Madrid und dem FC Arsenal macht Schiedsrichter Makkelie nach VAR-Überprüfung mit beiden Armen das Zeichen, dass es keinen Elfmeter gibt
Nach Ansicht der Bilder nimmt Schiedsrichter Danny Makkelie den Elfer für Arsenal zurück Bild: Mutsu Kawamori/AFLOSPORT/IMAGO

"Was ich nicht verstehe und worüber ich mich sehr aufrege und wütend bin - wie zum Teufel der Elfmeter gegen Eze zurückgenommen werden konnte", kritisierte der Coach, der im Pfiff des Schiedsrichters nicht die klare Fehlentscheidung sah, die den VAR zum Eingreifen berechtige. "Das ist kein klarer Fehler. Das sind nicht die Regeln, und wir sind hier, um die Regeln einzuhalten. Vor allem, wenn sich die Begegnung wegen einer solchen Entscheidung dramatisch ändert."

So endete die Partie 1:1 - wer ins Finale der Champions Leage am 30. Mai in Budapest einzieht, wird im Rückspiel in London am kommenden Dienstag entschieden.

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Paris St. Germain - FC Bayern München 5:4 (3:2)
Tore:
0:1 Kane (17., Foulelfmeter), 1:1 Kwarazchelia (24.), 2:1 Neves (33.), 2:2 Olise (41.), 3:2 Dembelé (45.+5, Handelfmeter nach Videobeweis), 4:2 Kwarazchelia (56.), 5:2 Dembelé (58.), 5:3 Upamecano (65.), 5:4 Diaz (68.)
Zuschauer: 48.583 (ausverkauft)

Atletico Madrid - FC Arsenal 1:1 (0:1)
Tore:
 0:1 Gyökeres (44. Foulelfmeter), 1:1 Alvarez (56., Handelfmeter)
Zuschauer: 68.000

Der Artikel wurde nach dem zweiten Halbfinale am 30. April aktualisiert.

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