Castro-Sohn ″Fidelito″ ist tot | Aktuell Amerika | DW | 02.02.2018
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Kuba

Castro-Sohn "Fidelito" ist tot

Der älteste Sohn des kubanischen Revolutionsführers Fidel Castro ist tot. Fidel Ángel Castro Díaz-Balart habe sich das Leben genommen, berichtet die Parteizeitung "Granma".

Wie es heißt, litt der 68-Jährige seit Monaten unter schweren Depressionen. Zunächst sei er stationär in einem Krankenhaus, zuletzt aber nur ambulant betreut worden.

Atomphysiker und Berater

"Fidelito", wie er auf der sozialistischen Karibikinsel genannt wurde, war der einzige Sohn aus der Ehe von Fidel Castro mit Mirtha Díaz-Balart. Er studierte Atomphysik in der damaligen Sowjetunion und leitete von 1980 bis 1992 das kubanische Atomprogramm, bevor er von seinem Vater abgesetzt wurde. Zuletzt war er wissenschaftlicher Berater der Regierung und Vizepräsident der Akademie der Wissenschaften in Kuba.

In der Bevölkerung war er unter dem Namen "Fidelito" oder "Little Fidel" bekannt, weil er seinem Vater so ähnlich sah. Fidel Castro, der Kuba in den Zeiten des Kalten Krieges zu einem kommunistischen Staat geformt hatte, war 2016 im Alter von 90 Jahren gestorben. Sein Bruder Raúl hatte den gesundheitlich angeschlagenen Revolutionsführer 2011 an der Staatsspitze abgelöst.

haz/jj (rtr, ap, afp, dpa)