Burundi bekommt eine neue Hauptstadt | Aktuell Afrika | DW | 22.12.2018
  1. Inhalt
  2. Navigation
  3. Weitere Inhalte
  4. Metanavigation
  5. Suche
  6. Choose from 30 Languages

Ostafrika

Burundi bekommt eine neue Hauptstadt

Die Regierung von Burundi hat die Kleinstadt Gitega zur neuen politischen Hauptstadt erklärt. Die bisherige Hauptstadt Bujumbura soll demnach künftig nur noch die Wirtschaftsmetropole des Landes sein.

Burundi Gewalt Unruhen (Reuters/J.P.A Harerimana)

Polizisten patrouillieren vor dem Gerichtshof in Gitega (Archivbild)

Ein Sprecher von Präsident Pierre Nkurunziza sagte, die Kabinettssitzungen würden ab sofort in der neuen Hauptstadt abgehalten werden. Auch fünf Ministerien sollen Anfang des Jahres dorthin umziehen. Der Senat wurde bereits vor einigen Tagen nach Gitega verlegt.

Das im Zentrum des Landes gelegene Gitega hat knapp 30.000 Einwohner, in Bujumbura leben dagegen 1,2 Millionen Menschen. Gitega weist fast keine Industrie auf und verfügt nur über wenige Hotels, Restaurants und Appartments. Das von der Regierungspartei dominierte Parlament des ostafrikanischen Landes muss dem Schritt noch zustimmen.

Umzug seit elf Jahren geplant

Präsident Nkurunziza hatte die Verlegung des Regierungssitzes bereits 2007 angekündigt und mit Gitegas zentraler Lage argumentiert. Gitega war einst Sitz der Könige von Burundi. Die Opposition wirft dem Präsidenten vor, mit dem Schritt eine symbolische Wiedereinführung der Monarchie zu vollziehen. Bujumbura ist eine Hochburg der Opposition. Nkurunziza verbringt kaum noch Zeit in der Stadt. Burundi zählt zu den ärmsten Ländern der Welt.

In den Sozialen Medien wurde deutlich kritisiert, dass der Staatschef sich gerade von China einen sehr schönen Präsidentenpalast hat bauen lassen, der Kosten in zweistelliger Millionenhöhe verursacht hat, wenn er doch genau gewusst hat, dass er die Hauptstadt verlegen wird.

kle/nob (afp, rfi.fr) 

Die Redaktion empfiehlt