BMW ruft Autos in Europa zurück | Wirtschaft | DW | 07.08.2018
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Automobilindustrie

BMW ruft Autos in Europa zurück

Brandgefahr bei mehreren BWM-Modellen: Erst am Montag hatte sich der bayerische Autobauer für Brandunfälle seiner Autos in Südkorea entschuldigt. Nun müssen in Europa 324.000 Autos in die Werkstatt.

In Einzelfällen könne Glykol aus dem Kühler der Abgasrückführung austreten und sich in den heißen Abgasen zusammen mit Ölrückständen entzünden, teilte BMW in München mit. Insgesamt sind rund 324.000 Autos in Europa betroffen. Die entsprechenden Autobesitzer würden ab nächster Woche angeschrieben, fehlerhafte Teile würden dann in der Werkstatt ausgetauscht. Zuvor hatte die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" über die Probleme bei BMW berichtet.

Zurückgerufen würden BMW 3er, 4er, 5er, 6er, 7er, X3, X4, X5 und X6 mit Vierzylinder-Dieselmotoren, die zwischen April 2015 bis September 2016 gebaut wurden, und mit 6-Zylinder-Dieselmotoren, die zwischen Juli 2012 und Juni 2015 gebaut wurden. 

Rückruf weitet sich auf weitere Märkte aus

In Südkorea mussten der Autobauer bereits mehr als 100.000 Autos aus dem gleichen Grund zurückrufen. Dort war es zu einzelnen Motorbränden gekommen. Am Montag hatte sich der Konzern bereits dafür entschuldigt. Sein Unternehmen werde alles tun, um die Unruhe unter den Kunden zu zerstreuen, sagte der Chef von BMW Korea, Kim Hyo Joon, laut Berichten südkoreanischer Sender. Auch Kim führte die Ursache für die Brände auf einen Defekt beim Abgasrückfuhr-Kühlsystem zurück.

Unklar blieb, warum genau sich zahlreiche Feuer an den Anlagen in diesem Jahr gerade in Südkorea ereignet hatten. Medien nannten etwa 30 Vorfälle unter sämtlichen BMW-Modellen. Die Abgasrückführung (AGR) ist eine der wichtigsten Methoden zur Reduzierung der Stickoxid-Emissionen von Dieselmotoren. "Die Ursache ist bloß ein Hardware-Problem, es hat nichts mit der Software zu tun", wurde der für Qualitätsmanagement zuständige Vizechef der BMW Group, Johann Ebenbichler, von der südkoreanischen Nachrichtenagentur Yonhap zitiert. BMW setze die gleiche Software und Hardware für Autos ein, die in Europa und Südkorea verkauft würden.

nm/sam (dpa, rtr)