Blutiger Selbstmordanschlag im Süden des Jemen | Aktuell Nahost | DW | 29.08.2016
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Aktuell Nahost

Blutiger Selbstmordanschlag im Süden des Jemen

In der südjemenitischen Hafenstadt Aden hat sich ein Attentäter mit seinem Auto vor einem Rekrutierungszentrum der Armee in die Luft gesprengt. Er riss viele Menschen mit in den Tod.

Nach Angaben des Gesundheitsministeriums sind im Südjemen bei einem Selbstmordattentat mindestens 54 Menschen getötet worden. 67 Verletzte wurden in umliegende Krankenhäuser gebracht.

Der Attentäter hatte nach Angaben von Vertretern der Sicherheitskräfte am Morgen einen Sprengsatz in seinem Fahrzeug vor einem Ausbildungslager der Streitkräfte in Aden gezündet. Der Angriff im Bezirk Mansoura richtete sich gegen Männer, die sich für den Militärdienst einschreiben lassen wollten und vor dem Gebäude warteten. Zu der Tat bekannte sich die Terrormiliz "Islamischer Staat" (IS) auf der ihr nahestehenden Webseite Amaq.

Verlustreicher Bürgerkrieg

Im Jemen tobt seit rund zwei Jahren ein Bürgerkrieg. Aden ist von der Regierung von Präsident Abd Rabbo Mansur Hadi zur provisorischen Hauptstadt des Jemen erklärt worden, weil die eigentliche Hauptstadt Sanaa in der Hand der schiitischen Huthi-Rebellen aus dem Norden des Landes ist. Ein sunnitisches Militärbündnis unter Führung Saudi-Arabiens unterstützt die Regierungstruppen seit März 2015 mit Luftangriffen. Nach Einschätzung der Vereinten Nationen kamen seitdem bei dem Konflikt im Jemen rund 9000 Menschen ums Leben.

In Aden gibt es immer wieder Anschläge des Al-Kaida-Netzwerks oder der rivalisierenden Dschihadistengruppe "Islamischer Staat" (IS). So starben Ende Mai bei zwei Bombenanschlägen mindestens 45 Menschen. Der IS bekannte sich zu den Taten.

kle/qu (afp, dpa, rtr, ape)

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