Blatter will nicht gehen | Sport | DW | 28.09.2015
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Sport

Blatter will nicht gehen

Er klebt weiter an seinem Stuhl: Ungeachtet der Ermittlungen der Schweizer Bundesanwaltschaft gegen ihn will Joseph Blatter im Amt bleiben. Der FIFA-Präsident beteuerte erneut seine Unschuld.

Er bleibt - vorerst: Joseph S. Blatter will trotz der Eröffnung eines Strafverfahrens durch die Schweizer Bundesanwaltschaft Präsident des Fußball-Weltverbandes FIFA bleiben. Das habe der Schweizer den FIFA-Mitarbeitern erklärt, teilte sein US-Anwalt Richard Cullen mit. "Präsident Blatter sprach heute zur FIFA-Belegschaft und informierte sie, dass er mit den Behörden kooperiere, wiederholte, dass er nichts Illegales oder Unzulässiges gemacht habe, und erklärte, dass er Präsident der FIFA bleiben werde", hieß es in der Mitteilung.

"Verdachts der ungetreuen Geschäftsbesorgung"

Am Donnerstag hatte die Schweizer Bundesanwaltschaft das Verfahren gegen Blatter wegen des "Verdachts der ungetreuen Geschäftsbesorgung" sowie eventuell "wegen Veruntreuung" eröffnet, der FIFA-Boss wurde tags darauf als Beschuldigter vernommen.

Die FIFA und ihr Präsident stehen seit Monaten wegen Schmiergeldzahlungen und dubioser Geschäfte in den Schlagzeilen. Blatter will sein Amt dennoch bis zum nächsten FIFA-Kongress im Februar ausführen.

Wie Blatter erklärte sich auch UEFA-Präsident Michel Platini bereit, mit den Behörden zusammenzuarbeiten. Wegen der Annahme einer Zahlung von zwei Millionen Schweizer Franken von der FIFA habe er eine Anhörung durch die Ethikkommission des Fußball-Weltverbandes beantragt, teilte der Franzose mit. Er war von der Schweizer Bundesanwaltschaft in der dubiosen Angelegenheit als "Auskunftsperson" einvernommen worden.

Platini erklärte nochmals, bei der Zahlung im Jahr 2011 habe es sich um einen Restbetrag eines vereinbarten Honorars gehandelt...

jw/sc (sid, dpa, APE)

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