″Bitteres″ Zuckerfest in Deutschland | Aktuell Deutschland | DW | 12.05.2021
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Ende des Ramadan

"Bitteres" Zuckerfest in Deutschland

Corona-bedingt dürfen Muslime in Deutschland das traditionelle Fastenbrechen zum Ende des Ramadan wieder nur im kleinen Kreis feiern. Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier bittet um Verständnis.

Bundespräsident Steinmeier

Frank-Walter Steinmeier

"Das Zuckerfest ist ein einladendes Fest, ein Fest für alle, für die Familie der Muslime und für ihre Freunde. Es ist bitter, dass dieses Miteinander zum Ende des Ramadan nun das zweite Jahr in Folge nur unter den Einschränkungen möglich ist, die uns die Pandemie auferlegt", sagte Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier in einer Videobotschaft zum Abschluss des Fastenmonats. Zugleich dankte er den in Deutschland lebenden Muslimen dafür, dass sie die Enttäuschung und den Verzicht auf ein großes Miteinander in dieser langen Pandemiezeit trügen.

Pandemie "gemeinsam durchlitten"

Steinmeier bat noch einmal um Disziplin und Verständnis dafür, dass das Zuckerfest auch in diesem Jahr nur im kleinsten Kreis gefeiert werden könne. "Am Ende tue ich das aber in der Hoffnung, dass - je schneller die Impfungen nun vorangehen - die Verheißung der Gemeinschaft nach all den Entbehrungen für uns alle bald wieder wahr wird", so der Bundespräsident weiter.

Deutschland Zuckerfest

Blick zurück in Vor-Corona-Zeiten: Gläubige Muslime in Köln beim gemeinsamen Fastenbrechen

Das Staatsoberhaupt erinnerte daran, dass in vielen Religionen die innere Einkehr des Fastens mit dem Gedanken der Versöhnung verbunden sei. "Ich würde mir wünschen, dass die gemeinsam durchlittene Zeit der Pandemie die Religionsgemeinschaften und auch die vielen Menschen, die sich keiner Religion zugehörig fühlen, in unserem Land einander näherbringt", betonte Steinmeier.

wa/AR (kna, epd, dpa)

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