Berliner Literaturfestival startet mit Flüchtlingsthemen | Bücher | DW | 09.09.2015
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Berliner Literaturfestival startet mit Flüchtlingsthemen

Wie fast überall in diesen Tagen kommt auch beim Internationalen Literaturfestival in Berlin das Schicksal von Flüchtlingen, Heimatlosen und Asylsuchenden zur Sprache. Und zwar gleich beim Auftakt am Mittwoch.

"Berlin liest" - unter diesem Motto sind Bürger in allen Teilen der Stadt aufgerufen, Texte zum Thema Flüchtlinge vorzutragen. Auch vor dem Reichstag, dem Auswärtigen Amt und dem Innenministerium gibt es dazu Lesungen.

Am zentralen Veranstaltungsort, dem Haus der Berliner Festspiele, stellt die aus Weißrussland stammende Autorin Marina Naprushkina bereits am Nachmittag des 9. Septembers ihr Buch "Neue Heimat?" vor. Die Eröffnungsrede hält am frühen Abend der spanische Autor und Übersetzer Javier Marías ("Mein Herz so weiß").

Hunderte Autoren in elf Tagen

Insgesamt werden vom 9.-19. September rund 200 Autoren aus mehr als 50 Ländern der Welt das Festival besuchen. Angekündigt haben sich etwa Michael Cunningham, Clemens J. Setz, Roddy Doyle, Jorge Edwards, Elif Shafak und Zeruya Shalev. Erwartet wird auch der nigerianische Literaturnobelpreisträger Wole Soyinka, der 1986 als erster Afrikaner die begehrte Auszeichnung erhielt. Dabei sein wird auch die deutsche Autorin Jenny Erpenbeck. Für ihren Roman "Gegen, ging, gegangen", in dem es um Flüchtlinge geht, die Grausames erlebt haben, ist sie für den Deutschen Buchpreis nominiert.

Deutschland Berliner Literaturfestival Ai Weiwei Liao Yiwu

Ai Weiwei und Liao Yiwu vor wenigen Tagen

In einer Vorveranstaltung hatten bereits in der vergangenen Woche der kürzlich aus China ausgereiste Künstler Ai Weiwei und der schon länger in Berlin lebende Exilautor Liao Yiwu über die Situation in ihrem Heimatland gesprochen.

Den Schlusspunkt des Literaturfestivals setzt in einer Nachveranstaltung am 21. November der indisch-britische Schriftsteller Salman Rushdie ("Satanische Verse"). Er präsentiert sein neues Buch, den Roman "Zwei Jahre, acht Monate und achtundzwanzig Nächte", das am selben Tag in Deutschland erscheint.

Prosa und Lyrik im September

Das internationale Literaturfestival Berlin findet seit 2001 jährlich im September statt. Gegründet wurde es von dem Ingenieur und Kulturmanager Ulrich Schreiber, der bis heute Festivaldirektor ist. Schwerpunkt des Festivals sind die zeitgenössischen Entwicklungen von Prosa aus aller Welt.

kk/az (dpa)

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