Bericht: Iran hat Raketentests ausgeweitet | Aktuell Welt | DW | 09.12.2018
  1. Inhalt
  2. Navigation
  3. Weitere Inhalte
  4. Metanavigation
  5. Suche
  6. Choose from 30 Languages

Verstoß gegen UN-Resolution

Bericht: Iran hat Raketentests ausgeweitet

Die Anzahl der Tests habe sich verdoppelt. Zudem seien bei den Raketentests unter anderem Flugkörper eingesetzt worden, die das Gebiet der Europäischen Union erreichen könnten, berichtet die "Welt am Sonntag".

Iranische Emad Rakete (Fars)

Iranische Emad-Rakete (Archivbild)

Dies gehe aus Unterlagen westlicher Nachrichtendienste hervor, die die "Welt am Sonntag" habe einsehen können. Die Führung in Teheran verstoße damit möglicherweise gegen die UN-Resolution des internationalen Atomabkommens.

Nach den Informationen, die aus unterschiedlichen Quellen bestätigt worden seien, habe der Iran 2018 mindestens siebenmal Mittelstreckenraketen getestet, hieß es. Zudem seien mindestens fünf weitere Male Kurzstreckenraketen und Marschflugkörper abgefeuert worden. Im Jahr 2017, so die Zeitung, gab es dagegen nur vier Tests von Mittelstreckenraketen und lediglich einen Test einer Kurzstreckenrakete. Demgegenüber hat sich die Zahl der Raketentests in diesem Jahr mehr als verdoppelt.

Das Atomabkommen mit dem Iran war 2015 von den fünf Vetomächten im UN-Sicherheitsrat und Deutschland ausgehandelt worden. Es sollte der Islamischen Republik ermöglichen, die Kernkraft zu nutzen, aber sie gleichzeitig davon abhalten, Nuklearwaffen zu entwickeln. Das iranische Raketenprogramm ruft international immer wieder Besorgnis hervor. Besonders die Mittelstreckenraketen mit einer Reichweite von 2000 Kilometern werden als Bedrohung für Irans Regionalfeinde Israel und Saudi-Arabien angesehen. Diese Mittelstreckenraketen könnten praktisch jeden Teil Israels treffen.

nob/stu (dpa, Welt)