Bereits 445 Badetote im Jahr 2018 | Aktuell Deutschland | DW | 13.09.2018
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DLRG

Bereits 445 Badetote im Jahr 2018

Mindestens 445 Menschen sind seit Jahresbeginn bereits in deutschen Gewässern ertrunken - 148 mehr als im Vorjahreszeitraum. Unter den Opfern sind besonders viele Männer.

Der Zahl der Toten ist die höchste seit zehn Jahren, teilte die Deutsche Lebensrettungsgesellschaft (DLRG) im niedersächsischen Bad Nenndorf mit. "Angesichts der Zunahme in den ersten Monaten des Jahres rechnen wir bis Ende 2018 mit deutlich mehr Opfern als im vergangenen Jahr", erklärte DLRG-Präsident Achim Haag. Grund für das Ertrinken sei vor allem das Baden in unbewachten Binnengewässern.

Dort ereigneten sich in den vergangenen Monaten gut 80 Prozent aller Badeunfälle - 370 Fälle insgesamt. Einen Anstieg an Badetoten gab es zudem in Schwimmbädern. 29 tödliche Badeunfälle wurden dort bislang gezählt - 19 mehr als im Vorjahreszeitraum.

Mehr Männer als Frauen unter Toten

Unter den 445 Toten waren 360 Männer, ein Anteil von rund 80 Prozent. Gründe dafür sind nach Angaben der DLRG vor allem Selbstüberschätzung und Alkohol.

Von 13 auf 26 stieg die Zahl der tödlichen Badeunfälle bei Vor- und Grundschulkindern. Dies sei das Ergebnis von Bäderschließungen und fehlendem Schwimmunterricht in den Schulen, erklärte Haag. Indes können ebenfalls viele Flüchtlinge nicht schwimmen. 29 Asylsuchende seien bisher im Jahr 2018 ertrunken, im Vorjahr waren es 21. 

jmw/hf (afp, DLRG)

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