Benzinknappheit in Portugal | Aktuell Europa | DW | 12.08.2019
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Ansturm auf die Zapfsäulen

Benzinknappheit in Portugal

Viele Autofahrer hatten vorgesorgt. Denn ab diesem Montag sind die Tanklastwagenfahrer in einen unbefristeten Streik getreten. Da der Kraftstoff auszugehen droht, hat die Regierung den Energienotstand ausgerufen.

Portugal | Leergetankte Tankstelle (picture-alliance/NurPhoto/P. Fiuza)

Kein Benzin: An dieser Tankstelle etwas außerhalb von Lissabon ist nichts mehr zu holen

In Portugal sind mitten in der Urlaubszeit zahlreiche Tankstellen leergetankt. "Leer", stand an vielen Tankstellen in Lissabon und in anderen Teilen des Landes auf Schildern. Viele Autofahrer hatten vor dem Beginn eines unbefristeten Streiks der Tanklastwagenfahrer an diesem Montag noch ihre Fahrzeuge vollgetankt. Der Treibstoffverkauf habe sich in den vergangenen Tagen fast verdoppelt, sagte Regierungschef Antonio Costa.

Seit Mitternacht wird gestreikt

Laut einer Internetseite, die Meldungen von Autofahrern sammelt, waren am Sonntagnachmittag etwa 15 Prozent der 3000 Tankstellen des Landes komplett oder teilweise von der Treibstoffknappheit betroffen. Der unbefristete Streik hat um Mitternacht begonnen. Die Gewerkschaften fordern höhere Gehälter für die Fahrer der Tanklastwagen.

Portugal - Benzin geht aus - Symbolbild Tankstelle (picture-alliance/dpa/L. Forra)

Im April hatte es schon einmal ähnliche Engpässe gegeben

Regierung hat Rationierungen verordnet

Die portugiesische Regierung hat vorsorglich den "Energienotstand" ausgerufen und Rationierungen angekündigt. Ab diesem Montag werden pro Auto nur noch 25 Liter und pro Lkw nur noch hundert Liter Treibstoff verkauft. Die Transportunternehmen sind zudem verpflichtet, weiter mindestens 50 Prozent des Sprits an die Tankstellen auszuliefern. Rettungskräfte, Flughäfen und die Polizei sollen weiter zu hundert Prozent beliefert werden. Im April hatte ein Streik der Tanklastwagenfahrer bereits für erhebliches Chaos in Portugal gesorgt.

as/uh (afp, rtr)

 

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