Bedauern über Absage des ESC | Musik | DW | 18.03.2020
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Musik

Bedauern über Absage des ESC

Das ESC-Finale fällt wegen der Coronavirus-Pandemie in diesem Jahr aus. Der europäische Liederwettbewerb hätte Mitte Mai in Rotterdam stattfinden sollen. Die Fans weltweit sind enttäuscht.

"Es bricht uns allen das Herz, dass der Eurovision Song Contest im Mai nicht stattfinden kann", erklärte die Europäische Rundfunkunion (EBU) in einer offiziellen Stellungnahme. Angesichts der aktuellen Lage und Unsicherheit sei es unmöglich, die Live-Veranstaltung wie geplant fortzuführen. Damit muss eine weitere Großveranstaltung wegen der Coronakrise absagen.

Es ist das erste Mal in der Geschichte des Eurovision Song Contests, dass ein Finale ausfällt. Der ESC findet seit 1956 jährlich statt, im vergangenen Jahr wurde er in Tel Aviv ausgetragen. Gewonnen hatte der Niederländer Duncan Laurence und holte somit das Finale für 2020 in sein Heimatland.

Bereits Anfang März kamen erste Zweifel auf, ob der ESC aufgrund der Coronavirus-Pandemie stattfinden kann. Doch die Planungen liefen trotzdem weiter. Selbst ohne Publikum würde ein solches Großevent zu viele Menschen für die Fernsehaufzeichnung involvieren, zusätzlich müssten Künstler und ihre Teams aus allen europäischen Ländern anreisen. Ob der abgesagte Eurovision Song Contest 2021 in Rotterdam nachgeholt wird, darüber beraten derzeit noch die EBU mit den Veranstaltern.

ESC 2020: «Unser Lied für Rotterdam» - Ben Dolic (picture-alliance/dpa/J. Carstensen)

"Unser Lied für Rotterdam" - Ben Dolic sollte Deutschland vertreten

Beitrag von Ben Dolic sollte ins Rennen für Deutschland gehen

Als deutscher Beitrag beim ESC hatte sich im Auswahlverfahren des Norddeutschen Rundfunks (NDR) Ende Februar der 22-jährige Wahlberliner Ben Dolic durchgesetzt. Der gebürtige Slowene war bereits 2016 in seinem Heimatland beim ESC-Vorentscheid angetreten. In Berlin lebt er erst seit Anfang des Jahres. Bei der Aufzeichnung der Sendung "Unser Lied für Rotterdam" Ende Februar hatte Dolic gesagt, es sei immer sein "Traum" gewesen, einmal beim ESC anzutreten.
Die ARD, in der das Finale am 16. Mai übertragen worden wäre, habe mit der Absage gerechnet und sie "befürchtet", erklärte der für das Unterhaltungsprogramm verantwortliche Koordinator Thomas Schreiber. Die Absage sei die "einzig richtige Entscheidung" gewesen. 

In den vergangenen Jahren war die deutsche Bilanz beim ESC wechselhaft. 2019 wurde das deutsche Duo S!sters mit dem Song "Sister" beim ESC-Finale in Tel Aviv nur Vorletzter. Für den letzten Lichtblick aus deutscher Sicht sorgte 2018 Michael Schulte, der mit "You let me walk alone" im Finale von Lissabon Platz vier belegte. Viele Fans drückten auf Twitter ihr Bedauern aus und hoffen auf bessere Chancen für Ben Dolic 2021.

woj/so (dpa)

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