Australische Außenministerin Julie Bishop tritt zurück | Aktuell Asien | DW | 26.08.2018
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Regierungswechsel in Canberra

Australische Außenministerin Julie Bishop tritt zurück

Der Machtkampf in der Liberalen Partei Australiens hat weitere personelle Konsequenzen für die Regierung: Außenministerin Julie Bishop informierte den neuen Premier Scott Morrison darüber, dass sie zurücktreten werde.

Julie Bishop (Artikelbild) hatte sich wie Morrison um die Nachfolge von Malcolm Turnbull als Vorsitzender der Liberalen beworben. Turnbull war Mitte vergangener Woche als Premier und Parteivorsitzender zurückgetreten, nachdem der konservative Flügel der Liberalen seinen Sturz angezettelt hatte. In einer Kampfabstimmung um den Parteivorsitz setzte sich am Freitag dann jedoch nicht der erzkonservative Hardliner Peter Dutton, sondern der als gemäßigt geltende Morrison durch. Bishop schied dagegen bereits in der ersten Runde aus.

Australien Ex-Premier Turnbull, Außenministerin Julie Bishop (picture-alliance/dpa/D. Gray)

Ex-Premier Malcom Turnbull mit seiner Außenministerin Julie Bishop

Im Gegensatz zu Turnbull will Bishop allerdings weiter als Abgeordnete im Parlament bleiben, wie die 62-Jährige mitteilte. Ob sie bei den nächsten Wahlen im kommenden Jahr erneut kandidiert, ließ sie offen. Diese müssen bis spätestens Mai 2019 abgehalten werden, könnten möglicherweis aber auch schon früher stattfinden. Denn die Liberalen regieren gemeinsam mit der Nationalen Partei mit einer einzigen Stimme Mehrheit. Diese könnte jedoch Verloren gehen, wenn die Liberalen die notwendige Nachwahl im Wahlkreis von Turnball verlieren sollten.

Bei vorgezogenen Neuwahlen käme es wohl zu einem Regierungswechsel. Denn in allen Umfragen liegt derzeit Labor unter Oppositionsführer Bill Shorten vorn. Der neue Regierungschef Morrison ist bereits der fünfte Premierminister innerhalb von zehn Jahren. Es wird erwartet, dass er sein neues Kabinett in den kommenden Tagen bekannt gibt.

ww/sti (dpa, rtr)

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