Architektur-Giganten im Finale | Kunst | DW | 23.08.2018
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Internationaler Hochhauspreis 2018

Architektur-Giganten im Finale

Spektakuläre Hochhausbauten stehen fast überall auf der Welt. Ins Finale des Internationalen Hochhauspreises 2018 hat es jedoch kein Wolkenkratzer aus den USA und Europa geschafft. Ein Blick auf die fünf Finalisten.

Das internationale Ansehen, das mit dem Hochhauspreis verbunden ist, ist hoch. Mehr als 1000 Bauprojekte hochkarätiger Architekturbüros waren diesmal dabei. 36 Projekte kamen am Schluss in die Endauswahl und fünf davon ins Finale. Das gab das Deutsche Architekturmuseum Frankfurt (DAM) an diesem Donnerstag bekannt. Das DAM verleiht den Internationalen Hochhauspreis seit 2004 alle zwei Jahre, gemeinsam mit der Stadt Frankfurt und der DekaBank.

Hochkarätige Ausschreibung

Die Auslober holen nur die Besten zusammen. Ein fachkundiges Team des DAM durchkämmt im Vorfeld der Bewerbungsphase aktiv die internationale Architekturszene nach herausragenden Bauprojekten, die sie zu der Ausschreibung einladen.

Große Architekturbüros, die stadtplanerisch unterwegs sind und global entwerfen und bauen, haben oft nicht die Zeit sich um Terminvorgaben und Ausschreibungsbedingungen einzelner Architekturpreise zu kümmern. Bei der diesmal nominierten Auswahl ist alles an Büros und Architekten dabei, was weltweit Rang und Namen hat.

Ökologische Zukunftsmodelle

Was ein Hochhaus ist, definiert jede kommunale Bauordnung und jedes nationale Baurecht auf der Welt anders. Laut Ausschreibung des DAM müssen die eingereichten Hochhausbauten mindestens 100 Meter hoch sein, ihre Nutzung darf allerdings variabel sein: ob als Wohnhaus, Bibliothek, Bürokomplex, Hotel oder in Mischbauweise - alles ist erlaubt. Sie dürfen maximal zwei Jahre alt sein, um den neusten Standards moderner Baukunst zu entsprechen.

Und die hohen Qualitätskriterien der Preisvergabe müssen erfüllt werden: in Bezug auf Nachhaltigkeit, künstlerische Form und die Kühnheit des Entwurfs, sowie die energietechnische und raumgestalterische Ausformung der Hochhausbauten. Da wurde man vor allem in Asien fündig, allein neun der Hochhäuser aus der Vorrunde stehen in China. Aus Europa waren fünf Projekte unter den zunächst Nominierten. Keines davon schaffte es aber ins Finale. Genausowenig wie Bauten aus den USA.

Internationalen Hochhaus Preis 2016 Finalisten VIA 57 West (Bjarke Ingels Group, Nic Lehoux)

Preisgekrönte Architektur: der Gewinner des Internationalen Hochhauspreises 2016

Die Preisträger der letzten Jahre haben das Qualitätslevel hoch gesetzt. 2016 gewann das Architekturbüro BIG - Bjarke Ingels Group mit seinem innovativen New Yorker Hochhausprojekt VIA 57 West. 2014 ging der Preis nach Mailand, wo eines der innovativsten "grünen" Hochhäuser der Welt steht, der "Bosco Verticale" mit rund 900 Bäumen auf verwegen geschwungenen Balkonflächen.

Für den Menschen bauen

Inzwischen spielen vor allem solche ökologischen und sozialen Aspekte die entscheidende Rolle bei der Nominierung: Für die Menschen soll gebaut werden, nicht für den Wettbewerb. Die Hochhäuser der Zukunft sollen auch so etwas wie ein soziales oder grünes Biotop inmitten der brachialen Unwirtlichkeit der Megacitys sein: so wie das im Finale stehende, begrünte Oasia Hotel Downtown in Singapur. In unserer Bildergalerie finden Sie alle Hochhäuser im Finale um den Internationalen Hochhauspreis 2018.  

Das Siegerprojekt wird am 1. November in der Frankfurter Paulskirche bekannt gegeben und gekürt. Der Preis ist mit 50.000 Euro dotiert. Außerdem werden undotierte ehrende Anerkennungen für fünf weitere, außergewöhnlich innovative Hochhausbauten vergeben.

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