Ansturm auf Mexiko-Visa | Aktuell Amerika | DW | 21.01.2019
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Migration

Ansturm auf Mexiko-Visa

Die meisten Menschen, die vor Gewalt und Armut in Mittelamerika Richtung Norden flüchten, möchten eigentlich die USA erreichen. Doch etliche Migranten können sich wohl auch ein Leben in Mexiko vorstellen.

Mexiko | Migranten auf dem Weg in die USA (picture-alliance/dpa/M. Ugarte)

Migranten warten auf humanitäre Visa - hier in Ciudad Hidalgo an der Grenze zu Guatemala

Tausende Migranten aus Mittelamerika haben sich in Mexiko für humanitäre Visa registrieren lassen. In den vergangenen Tagen bis zum Sonntag seien mehr als 4000 entsprechende Anträge von Erwachsenen registriert worden, teilte die mexikanische Migrationsbehörde mit.

Der größte Teil der Antragsteller, nämlich gut 3200 Menschen, stammte demnach aus Honduras. Auch Migranten aus El Salvador, Nicaragua, Guatemala, Haiti und sogar aus dem südamerikanischen Brasilien hätten sich um ein temporäres Visum beworben. Für fast 800 Kinder und Jugendliche seien ebenfalls Anträge gestellt worden, so die Migrationsbehörde.

Mit den Visa möchte Mexiko vor allem die Weiterreise der Menschen an die US-Grenze verhindern. Migranten, die in Besitz des begehrten Papiers sind, dürfen in dem lateinamerikanischen Land arbeiten. Auch eine medizinische Grundversorgung können sie in Anspruch nehmen.

"Große Karawane"

Währenddessen zieht im Süden Mexikos eine weitere, größere Migranten-Gruppe ohne Registrierung in Richtung Norden. Die Tageszeitung "La Jornada" berichtete, mehr als 1000 Migranten hätten die Stadt Huixtla im Bundesstaat Chiapas erreicht. Die Gruppe bestehe zum großen Teil aus Frauen und Kindern. Ziel der Migranten sei die Grenze zu den USA.

US-Präsident Donald Trump hatte vergangene Woche seine Forderung nach Milliardensummen für den Bau einer Grenzmauer nochmals unterstrichen. "Noch eine große Karawane kommt auf uns zu. Sehr schwer, sie ohne eine Mauer zu stoppen", twitterte Trump. Wegen eines erbitterten Streits um die Finanzmittel für den Mauerbau gilt in den Vereinigten Staaten bereits seit fünf Wochen eine Haushaltssperre.

wa/cgn (dpa, afp, jornada.com.mx)

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