Anschlag auf Macron vereitelt? | Aktuell Europa | DW | 06.11.2018
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Terrorismus

Anschlag auf Macron vereitelt?

Der brutale islamistische Terror in Frankreich verdeckt die Sicht auf den Extremismus von rechts. Aus diesem Spektrum stammen womöglich sechs Verdächtige, die eine Gewalttat gegen den Präsidenten geplant haben sollen.

Fünf Männer und eine Frau im Alter zwischen 22 und 62 Jahren seien am Dienstagmorgen vom Inlandsgeheimdienst DGSI in unterschiedlichen Regionen des Landes ergriffen worden, bestätigte die Justiz in Paris. Ihnen wird die Bildung einer "kriminellen terroristischen Vereinigung" vorgeworfen. Die Pariser Staatsanwaltschaft habe Anti-Terrorermittlungen eingeleitet.

Wie die französische Nachrichtenagentur AFP unter Berufung auf Ermittlerkreise berichtet, soll es sich bei den Festgenommenen um Personen aus dem "ultrarechten" Spektrum handeln.

Zugriff der Anti-Terror-Kräfte

Was genau die Festgenommenen planten, ist nicht bekannt. "Die Ermittlungen betreffen einen zu diesem Zeitpunkt noch unklaren und wenig definierten Plan für eine gewalttätige Aktion", hieß es von den Ermittlern. Die Festnahmen erfolgten demnach durch Anti-Terror-Kräfte.

Zum ersten Mal wird damit ein möglicher Anschlagsplan gegen Präsident Macron bekannt. Angebliche Terrorpläne von Rechtsaußen hatten bereits im vergangenen Jahr für Unruhe gesorgt. Im Oktober 2017 hatten die französischen Behörden zehn Rechtsextreme wegen geplanter Anschläge gegen Politiker, Flüchtlinge und Moscheen festgenommen. Als mögliche Zielpersonen wurden der damalige Regierungssprecher und heutige Innenminister Christophe Castaner und Linkspolitiker Jean-Luc Mélenchon genannt.

Frankreich wurde in den vergangenen Jahren vor allem von einer islamistischen Terrorwelle erschüttert, bei der mehr als 240 Menschen starben.

rb/pg (afp, dpa, rtr)

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