Anklage gegen ″Revolution Chemnitz″ erhoben | Aktuell Deutschland | DW | 25.06.2019
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Rechtsextremismus

Anklage gegen "Revolution Chemnitz" erhoben

Die mutmaßliche Terrorzelle war vor neun Monaten aufgeflogen. Ihre rechtsextremen Mitglieder sollen geplant haben, in Berlin einen gewaltsamen Aufstand anzuzetteln - am Tag der Deutschen Einheit.

«Revolution Chemnitz» wollte Regierungssturz (picture-alliance/dpa/C. Schmidt)

Einer der Verdächtigen wird am 1. Oktober 2018 zum Bundesgerichtshof gebracht

Die Bundesanwaltschaft in Karlsruhe hat Anklage gegen mehrere mutmaßliche Mitglieder der rechtsextremen Gruppe "Revolution Chemnitz" erhoben. Den Männern werde vorgeworfen, eine terroristische Vereinigung gebildet zu haben, um Anschläge zu begehen, melden NDR, WDR und "Süddeutsche Zeitung" (SZ). Das Verfahren werde voraussichtlich im Herbst vor dem Oberlandesgericht Dresden eröffnet.

Eine Sprecherin der Bundesanwaltschaft bestätigte die Anklage, ohne weitere Details zu nennen. Eine angekündigte Pressemitteilung wurde ohne Angaben von Gründen verschoben.

Verschlüsselte Chat-Nachrichten

Der Generalbundesanwalt ermittelt seit geraumer Zeit gegen die Vedächtigen. Die acht Männer im Alter von 21 bis 31 Jahren waren am 1. Oktober festgenommen worden. Sie sollen geplant haben, am 3. Oktober, dem Tag der Deutschen Einheit, in Berlin einen gewaltsamen Aufstand anzuzetteln. Einer der Angeklagten habe in seiner Vernehmung eingeräumt, mit der Aktion hätten "Gesetze außer Kraft gesetzt werden sollen", so NDR, WDR und SZ.

Die Anklage beruhe unter anderem auf Protokollen verschlüsselter Chat-Nachrichten, die die Verdächtigen einander geschickt hätten, berichtet der Rechercheverbund weiter. Nach Erkenntnissen der Bundesanwaltschaft seien die Männer dabei gewesen, sich Schusswaffen zu besorgen. NDR, WDR und SZ gehen laut eigenen Informationen davon aus, dass die Gruppe in der rechtsextremen Szene in Sachsen gut vernetzt ist. Sie soll auch im Hooliganmilieu um Verstärkung geworben haben.

jj/ww (dpa, afp, sz)

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