An Neujahr wohl wieder Normalbetrieb im Eurotunnel
31. Dezember 2025
Nach dem Chaos im Bahnverkehr zwischen Großbritannien und dem europäischen Kontinent soll der Betrieb im Eurotunnel zum Jahresausklang wieder planmäßig laufen. "Wir planen, alle unsere Verbindungen stattfinden zu lassen, es kann jedoch durch Folgewirkungen weiterhin zu Verspätungen und kurzfristigen Ausfällen kommen", teilte der Bahnbetreiber Eurostar mit.
Laut der Eurostar-Website kam es auch am Silvestertag noch zu Beeinträchtigungen im Ablauf. Teilweise fuhren die Züge nur abwechselnd in jeweils eine Richtung.
Am Dienstag hatte Eurostar wegen eines Problems mit der Stromversorgung zunächst alle Verbindungen von London nach Paris, Amsterdam und Brüssel und in die Gegenrichtung gestrichen. Anschließend gab es offenbar zusätzliche Schwierigkeiten mit der Schienen-Infrastruktur.
Der Betreiber riet allen Fährgästen dringend, ihre Reise zu verschieben. Betroffene erhielten das Angebot, ihr Ticket kostenlos umzubuchen oder die Reise gegen Rückzahlung oder einen Gutschein zu stornieren.
Silvesterpläne durchkreuzt
Die Störungen durchkreuzten bei vielen Menschen die Silvesterpläne. Sowohl am Londoner Bahnhof St. Pancras als auch am Pariser Gare du Nord waren Hunderte gestrandet, nachdem der Bahnverkehr durch den Tunnel unter dem Ärmelkanal zeitweise eingestellt worden war.
Der rund 50,45 Kilometer lange Eurotunnel wurde 1994 in Betrieb genommen und verbindet Großbritannien mit dem europäischen Festland. Der nach Angaben von Eurostar längste Unterwassertunnel der Welt verläuft zwischen Calais in Nordfrankreich und Folkestone im Süden von England. Er besteht aus drei separaten Tunnelröhren, je einer für jede Richtung und einem Service-Tunnel. Mit Autos kann der Tunnel nicht befahren werden.
Im vergangenen Jahr war eine Rekordzahl von 19,5 Millionen Fahrgästen mit dem Eurostar gereist. Das waren 850.000 Passagiere mehr als 2023. Das Unternehmen sieht sich allerdings wachsendem Wettbewerb gegenüber. In den vergangenen Monaten verkündeten mehrere Firmen Vorhaben, die den Eurostar-Zügen Konkurrenz machen wollen. Bisher ist Eurostar das einzige Bahnunternehmen, das Züge unter dem Ärmelkanal betreibt.
gri/pg (dpa, afp)