Airbus und Dassault: Ein neuer Kampfjet für Europa | Aktuell Europa | DW | 25.04.2018
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Nachfolger für den Eurofighter

Airbus und Dassault: Ein neuer Kampfjet für Europa

Es geht um die künftigen Waffensysteme der 30er und 40er Jahre. Und um die "strategische Autonomie" Europas. Vor allem aber soll das neue Kampfflugzeug die deutsch-französische Luftfahrt-Kooperation stärken.

Paris Air Show 2015 | 8X jet von Dassault & Airbus A400M (picture-alliance/Anadolu Agency)

Begegnung auf dem Pariser Aérosalon: Ein Dassault-Jet hebt vor einem Airbus-Transporter ab

Die Flugzeughersteller Airbus und Dassault Aviation haben sich auf die Entwicklung eines deutsch-französischen Kampfflugzeuges verständigt. Die beiden Firmen hätten ein Grundsatzabkommen zur Entwicklung und Produktion von Kampfflugzeugen der nächsten Generation geschlossen, erklärten Dassault-Chef Eric Trappier und Airbus-Rüstungsvorstand Dirk Hoke zum Auftakt der Luftfahrtausstellung ILA in Berlin.

"Wir wollen strategische Autonomie für Europa", sagte Trappier. Die neuen Kampfjets sollen bis 2035 oder 2040 die Kampfjets Eurofighter und Rafale ergänzen und schließlich ersetzen. Nun warte man auf die nächsten Schritte der politischen Seite. "Wir sagen unseren Verteidigungsministerinnen, unseren politisch Verantwortlichen: Wir sind bereit."

Kampflugzeug zum Typ Rafale (picture-alliance/dpa/epa AFP)

Derzeit nutzt Frankreich seinen von Dassault gebauten Rafale-Jet...

Die beiden Länder hatten beim deutsch-französischen Ministerrat im vergangenen Sommer grundsätzlich vereinbart, gemeinsam ein neues Kampfflugzeug zu entwickeln. Bundeskanzlerin Angela Merkel hatte damals bereits Mitte 2018 als Termin für einen Fahrplan genannt. Der gemeinsame Kampfjet ist mit Abstand das größte Vorhaben auf der deutsch-französischen Projektliste, auf die sich die beiden Länder vergangenes Jahr grundsätzlich verständigt hatten.

Zur Eröffnung der Internationalen Luft- und Raumfahrtausstellung ILA in Berlin unterstrich Merkel noch einmal die Bedeutung der deutsch-französischen Zusammenarbeit. Die Messe sei erstmals gemeinsam organisiert worden. Vor allem im Verteidigungsbereich arbeiteten beide Länder eng zusammen. "Wir beschaffen gemeinsam Luftfahrzeuge, wir bilden gemeinsame Staffeln, wir führen gemeinsame Auslandsmissionen durch", sagte Merkel: "Von daher ist es nur konsequent, wenn wir auch Ausbildung und Betrieb gemeinsam gestalten." Beide Länder sorgten dafür, dass die Idee einer europäischen Verteidigungsunion mehr und mehr mit Leben erfüllt werde.

Eurofighter Typhoon, Mehrzweckkampfflugzeug (picture-alliance/Photoshot)

...während Deutschland auf den Eurofighter von Airbus setzt

In der Vergangenheit hatten die beiden Länder auf konkurrierende Modelle gesetzt - Frankreich hat seinen von Dassault gebauten Rafale-Jet, Deutschland den Eurofighter von Airbus. Die französische Verteidigungsministerin Florence Parly besucht an diesem Donnerstag gemeinsam mit ihrer deutschen Kollegin Ursula von der Leyen die ILA. Im Zentrum wird die Rüstungskooperation stehen.

rb/qu (afp, dpa, rtr)

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