Afghanistan-Konferenz in Katar gestartet | Aktuell Asien | DW | 07.07.2019
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Diplomatie

Afghanistan-Konferenz in Katar gestartet

Im Golfemirat Katar haben die Gespräche über Wege zum Frieden im Bürgerkriegsland Afghanistan begonnen. Die Konferenz wird von Deutschland und Katar ausgerichtet.

Katar Innerafghanisches Dialogtreffen über Wege zu Frieden in Afghanistan (Getty Images/AFP/K. Jaafar)

Suhhail Shaheen, Sprecher der Taliban-Delegation Katar

Sprechen alleine sei nicht ausreichend, schrieb der deutsche Afghanistan-Beauftragte Markus Potzel zu Beginn der Konferenz auf Twitter. Der Dialog müsse zu einem "bedeutsamen Verhandlungsprozess" führen.

Geladen sind neben Vertretern der radikalislamischen Taliban, Afghanen aus Politik, Gesellschaft und verschiedenen Regionen des Landes. Die deutsche Berghof-Stiftung, die langjährige Erfahrung im Bereich Mediation hat, begleitet das Treffen.

Aus dem Auswärtigen Amt hieß es, die Gespräche könnten helfen, späteren Verhandlungen zwischen "allen wichtigen gesellschaftlichen Kräften Afghanistans über ein Ende des Konflikts und die künftige Verfasstheit des Landes den Weg zu ebnen".

Gespräche seit 2018

Um den Konflikt in Afghanistan beizulegen, laufen intensive diplomatische Bemühungen. Seit Juli 2018 führen die USA direkte Gespräche mit Taliban-Vertretern. Dabei geht es vor allem um Truppenabzüge und Garantien der Taliban zur Terrorismusbekämpfung. Gleichzeitig wird versucht, innerafghanische Friedensgespräche zwischen den Taliban und Kabul in die Wege zu leiten. Die Dialogkonferenz ist dafür ein wichtiger Schritt.

Afghanistan Markus Potzel (DW/H. Sirat)

Markus Potzel, Sonderbeauftragter der Bundesregierung für Afghanistan und Pakistan

Im Vorfeld hatte sich Potzel mindestens zwei Mal mit dem Vizechef der Taliban, Mullah Abdul Ghani Baradar, sowie politischen und gesellschaftlichen Akteuren in Afghanistan getroffen. Die politische Elite ist zerstritten und uneins, wie der Weg zum Frieden aussehen soll. Die Taliban weigern sich zudem weiterhin, direkt mit der Regierung in Kabul zu sprechen, die sie als Marionette des Westens betrachten. Deswegen nehmen nun die rund 60 an den Gesprächen in Doha beteiligten Afghanen, auch wenn sie teils Posten in der Regierung haben, nur als Privatpersonen teil.

cgn/hf (afpe, dpa)

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