Achtung Bakterien: Keime im Händetrockner | Wissen & Umwelt | DW | 24.10.2018
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Hygiene

Achtung Bakterien: Keime im Händetrockner

Händetrockner in öffentlichen Toiletten sind Bakterien-Schleudern. Sie sollten verboten werden, sagen Wissenschaftler. Warum? Die Menschen waschen sich nicht richtig die Hände.

Öffentliche Toiletten, in denen Händetrockner benutzt werden, haben viel mehr Bakterien in der Luft und auf Oberflächen als Toiletten mit Papierhandtüchern. Die Geräte, die per warmem Luftstrom die Hände trocknen, sind wohl regelrechte Keimschleudern. 

Der Grund: Menschen waschen sich nicht richtig die Hände! Dadurch werden die Bakterien, die noch auf den Händen vorhanden sind, mit dem heißen Luftstrom im ganzen Raum verteilt.

2014 zeigten Forscher der University of Leeds in England, dass Händetrockner 27-mal mehr Bakterien im Badezimmer verteilten als Papierhandtücher.

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Dieselben Forscher zeigten nun in einer weiteren Studie, dass öffentliche Toiletten mit Händetrocknern viel stärker mit Bakterien belastet sind als jene mit Papierhandtüchern.

Noch beunruhigender: Einige der öffentlichen Toiletten mit Händetrocknern enthielten sogar antibiotikaresistente Keime. Diese sind weltweit ein wachsendes Problem - insbesondere in Pflegeheimen und Krankenhäusern.

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Die Forscher glauben, dass Händetrockner an öffentlichen Orten wie Krankenhäusern deshalb verboten werden sollten. Papierhandtücher, so die Forscher, absorbieren den Großteil des Wassers - und somit auch die Bakterien, die nach dem Händewaschen noch auf den Händen vorhanden sind. Diese Bakterien können dann nicht mehr im Raum verteilt werden.

Wichtig ist auch, dass Menschen sich nach der Toilettennutzung immer sorgfältig mit warmem Wasser und Seife die Hände waschen. Wer die Wahl hat, trocknet sich lieber mit Papier die Hände ab.

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