Abgeschrieben? Millionenklage gegen Ed Sheeran | Musik | DW | 30.06.2018
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Klage

Abgeschrieben? Millionenklage gegen Ed Sheeran

Hat der britische Popstar sich bei einem Song des Soulsängers Marvin Gaye bedient? Das behauptet der Rechtsträger des Gaye-Songs in den USA. Es ist nicht das erste Mal, dass Sheeran Plagiat vorgeworfen wird.

Laut Gerichtsdokumenten aus New York ist der britische Sänger auf Zahlung von 100 Millionen US-Dollar (rund 86 Millionen Euro) verklagt worden. Bei seinem Hit "Thinking out Loud" aus dem Jahr 2014 soll Ed Sheeran Rhythmus und Melodie des Songs "Let's Get It On" von Marvin Gaye aus dem Jahr 1973 verwendet haben. Auch Harmonien und Refrain der beiden Lieder sollen verdächtig ähnlich klingen. "Thinking Out Loud" gehört zu Sheerans größten Hits und wurde mehr als zwei Milliarden Mal auf YouTube abgerufen.  

Gaye verstarb 1984. Einen Anteil an den Urheberrechten des Lieds besitzt die amerikanische Firma Structured Asset Sales (SAS), die jetzt die Klage eingereicht hat. Den Song hatte Marvin Gaye zusammen mit dem 2003 gestorbenen Musiker Edward Townsend geschrieben. Bereits vor zwei Jahren brachten Townsends Erben eine Klage ein, die Sheeran des Plagiats beschuldigte. Damals wurde die Klage abgewiesen, Sheeran selbst wies die Vorwürfe stets zurück. 

Der 27-Jährige hat schon fünf weitere Klagen wegen Song-Diebstahls hinter sich. Seine Fans stört das nicht. Der britische Superstar wird am am 22. und 23. Juli ein Doppelkonzert in der Veltins Arena in Gelsenkirchen geben, nachdem die Düsseldorfer Lokalpolitiker einen Auftritt auf dem städtischen Messeparkplatz unterbunden hatten.

rf/suc (dpa, rolling stone)

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