18 Jahre danach: USA erinnern an Terroropfer | Aktuell Amerika | DW | 11.09.2019
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Terrorismus

18 Jahre danach: USA erinnern an Terroropfer

Kein Ereignis der jüngeren Geschichte hat die Welt und insbesondere die USA so verändert wie die Terroranschläge vom 11. September 2001. Auch in diesem Jahr gedenken viele Amerikaner der fast 3000 Todesopfer.

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"Der amerikanische Geist ist unzerstörbar"

US-Präsident Donald Trump und First Lady Melania Trump haben vor dem Weißen Haus in Washington eine Schweigeminute eingelegt. Anschließend nahmen sie im Verteidigungsministerium in Washington an einer Gedenkveranstaltung teil. Trump drohte dabei potenziellen künftigen Angreifern mit verheerender Vergeltung. "Wir streben keinen Konflikt an. Aber wenn irgendwer es wagt, unser Land anzugreifen, werden wir darauf mit dem gesamten Ausmaß amerikanischer Macht und dem eisernen Willen des amerikanischen Geistes antworten."

Militäroperationen in Afghanistan

Gleichzeitig kündigte der Präsident weitere massive Militäroperationen in Afghanistan gegen die radikal-islamischen Taliban an. Nach einem neuen Anschlag in der vergangenen Woche, bei dem in Afghanistan auch ein US-Soldat getötet worden war, hatte Trump am Montag die seit einem Jahr laufenden geheimen Verhandlungen mit den Islamisten für "tot" erklärt.

Am früheren World Trade Center in New York, wo damals die Zwillingstürme einstürzten und heute unter anderem eine Gedenkstätte steht, wurden die Namen der Opfer verlesen und Schweigeminuten eingehalten. Schon in der Nacht zuvor waren zwei blaue Lichtstrahlen in den Himmel projiziert worden - genau dort, wo die Türme standen.

18. Jahrestag der Terroranschläge vom 11. September (picture-alliance/J. Angelillo)

Die Gedenkzeremonie in Manhattan in New York nahe dem neuen "One World Trade Center"

Auch bei der NATO in Brüssel gab es eine Gedenkzeremonie. Generalsekretär Jens Stoltenberg erinnerte daran, dass nach dem Terrorangriff zum ersten und bislang einzigen Mal in der Bündnisgeschichte Artikel 5 aktiviert wurde, nach dem ein bewaffneter Angriff auf einen NATO-Partner als Angriff gegen alle Mitglieder gewertet wird.

Dies führte dazu, dass Deutschland und zahlreiche weitere Bündnis-Staaten sich am Krieg gegen die Taliban und die Terrororganisation Al-Kaida in Afghanistan beteiligten. "Einer für alle und alle für einen", sagte Stoltenberg. "Am 11. September haben Terroristen die Zwillingstürme zerstört, aber sie werden niemals unsere Lebensweise und unsere freien und offenen Gesellschaften zerstören."

18. Jahrestag der Terroranschläge vom 11. September (AFP/S. Platt)

Freunde und Verwandte halten bei der Gedenkfeier in New York Fotos verstorbener Feuerwehrmänner hoch

Islamistische Terroristen hatten am 11. September 2001 vier Flugzeuge gekapert. Um 8.46 Uhr (Ortszeit) steuerten sie die erste Maschine, den American-Airlines-Flug 11, in den Nordturm des World Trade Centers in New York, ein weiteres Flugzeug kurze Zeit später in den Südturm. American-Airlines-Flug 77 lenkten sie in den südwestlichen Teil des Pentagons in Washington. Eine vierte Maschine stürzte in Pennsylvania ab, nachdem die Menschen an Bord Widerstand gegen die Entführer geleistet hatten. Insgesamt wurden fast 3000 Menschen getötet.

Der Drahtzieher vom 11. September, Al-Kaida-Chef Osama bin Laden, wurde schließlich am 2. Mai 2011 durch US-Elitetruppen in Pakistan getötet. Sein Nachfolger, Aiman al-Sawahiri, rief jetzt zum Jahrestag sein Anhänger weltweit zu Angriffen gegen die USA, Israel und ihre Verbündeten auf. In einer Videobotschaft verlangte er Vergeltung für deren "Verbrechen gegen die Palästinenser". Amerika verstehe nur die Sprache der Gewalt, meinte der Anführer des Terrornetzwerks.

se/sti (dpa, afp, ap, rtr)

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