15 Tote bei Anschlag in Damaskus | Aktuell Nahost | DW | 26.11.2013
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Aktuell Nahost

15 Tote bei Anschlag in Damaskus

In der syrischen Hauptstadt sind bei einem Selbstmordanschlag mindestens 15 Menschen getötet worden. Mehr als 30 weitere wurden verletzt. Das Attentat ereignete sich im Westen von Damaskus.

Wer die Toten sind, ist noch unklar: Wie syrische Staatsmedien berichten, sind bei einem Anschlag mindestens 15 Menschen getötet und 30 weitere verletzt worden. Demnach waren alle Opfer Zivilisten. Die oppositionsnahe “Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte“ erklärte hingegen, sechs der Toten seien Soldaten gewesen. Die Bombe explodierte in Sumarija, im Westen der Hauptstadt Damaskus, an einer Bushaltestelle.

Im syrischen Bürgerkrieg sind inzwischen mehr als 100.000 Menschen gestorben, Millionen sind auf der Flucht. Ein Ende ist nicht in Sicht – auch weil die Opposition zerstritten ist. So will die Freie Syrische Armee (FSA) nicht an einer für Januar geplanten Friedenskonferenz in der Schweiz teilnehmen.

Terroristen in den eigenen Reihen

Die FSA, eine Art Dachorganisation verschiedener Rebellen, scheint selbst heftigen internen Machtkämpfen ausgesetzt zu sein. Experten zufolge ist sie von Islamisten unterwandert, die daran arbeiten, eigene Allianzen unter den mächtigsten Rebellengruppen zu bilden.

Wie die “Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte“ berichtet, hätten Kämpfer der Gruppe “Islamischer Staat im Irak und in Syrien“ (ISIS) im nordsyrischen Aleppo den Kommandeur einer Rebelleneinheit hingerichtet. Die Terroristen warfen dem Mann demnach vor, er habe gotteslästerliche Äußerungen gemacht und mit gegnerischen Kämpfern kooperiert, um ISIS zu schaden.

In dem Bürgerkrieg setzen Rebellen häufig auf Selbstmordattentate bei ihrem Kampf gegen Staatschef Baschar al-Assa, dessen Familie Syrien seit mehr als 40 Jahren beherrscht.

ch/re (dpa, rtr)