100 Länderspiele für Thomas Müller? Darauf ein Weißbier! | Sport | DW | 19.11.2018
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Fußball

100 Länderspiele für Thomas Müller? Darauf ein Weißbier!

Ein Stürmer, der nicht trifft, hat's schwer. Selbst wenn er den Namen Thomas Müller trägt. Der Nationalspieler könnte dennoch beim Prestige-Duell gegen die Niederlande zu seinem 100. Einsatz für die DFB-Auswahl kommen.

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Generationswechsel im DFB-Team?

Dass es auch ausgerechnet ein Niederländer war, der über den deutschen Stürmer mit der Nummer 13 diesen klassischen Satz geprägt hat: "Thomas Müller spielt immer." Louis van Gaal, von Sommer 2009 bis April 2011 Müllers Übungsleiter beim FC Bayern, war nach eigenem Urteil der beste Fußball-Trainer, den die Münchener jemals haben werden. Insofern war die Unendlichkeit, die jene Aussage für Thomas Müller in sich trug, schon berechtigt. Wer sonst hätte ein solches Fußball-Trainer-Gott-Urteil treffen sollen?

Und nun: Wieder Niederländer, an diesem Montag als Gegner des DFB-Teams in Gelsenkirchen! Und zugleich die Frage: Spielt denn Müller noch? Denn der Bayern-Star mit dem zumeist fröhlichen Gemüt gehört nach der verdorbenen WM und nach dem Abstieg der Fußball-Nationalmannschaft aus der Nations League zu den Etablierten, von denen sich der Coach nun doch möglichst schnell distanzieren sollte, nach landläufigem Urteil. Bundestrainer Joachim Löw wurde zuletzt gelobt für die Einsätze von jungen und hungrigen Spieler wie Leroy Sane, Serge Gnabry oder Kai Havertz.

Und Müller? Zuletzt gegen Russland stand er auf dem Platz und war nach der Partie bester Laune, wie sein Twitter-Account dokumentiert.

Insgesamt traf er aber wenig bis überhaupt nicht in dieser Saison. Und da wirkt das mitunter ungelenke Spiel des Stürmers auf einmal nicht mehr so originell, sondern eben nur noch - ungelenk. Dass ihn selbst sein Münchener Heimtrainer Niko Kovac zuletzt auf der Bank warten ließ und seine Frau Lisa Müller per Instagram-Post halböffentlich Kritik an der ihrer Meinung nach viel zu späten Einwechslung durch Kovac übte ("MEHR ALS 70 MIN BIS DER MAL NE N GEISTESBLITZ HAT"), dürfte allen an der Angelegenheit beteiligten Fußball-Sportlern letztlich nicht gefallen haben.

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Thomas Müller: Der Spaßvogel

Dabei hätte der Ex-Weltmeister und mit 38 Treffern verdiente Nationalspieler Thomas Müller seinen Einsatz an diesem Montag schon verdient, irgendwie. Denn der Bayer steht vor dem Sprung in die Sonderklasse der Kicker, die mindestens 100 Länderspiele für Deutschland gemacht haben. Eine Liste, die von Lothar Matthäus (150 Einsätze), Miroslav Klose (137) und Lukas Podolski (130) angeführt wird. Dass Müller alsbald in diesen 100-er-Klub vorstoßen wird, steht außer Zweifel. Ob es nun schon gegen die Niederländer sein wird, da wollte sich der Bundestrainer zunächst nicht festlegen.

"Den Arsch aufgerissen"

Aber Löw hatte bei seiner Pressekonferenz vor der Partie für den 29-Jährigen nur positive Worte übrig: "Thomas Müller, zehn Jahre dabei, fast nie verletzt. Morgen kann er sein 100 Länderspiel machen. Das ist eine sensationelle Leistung, so eine Konstanz über acht, neun Jahre zu haben", lobte der Bundestrainer und setzte hinzu: "Thomas Müller hat sich für die Nationalmannschaft den Arsch aufgerissen."

Insofern sei der Spieler mit der Nummer 13 eine Inspiration für junge Mannschaftskollegen, erklärte Löw - und stellte ihm nach einem Jubliäumseinsatz gegen die Niederlande sogar ein Weißbier in der Kabine in Aussicht.

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