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Politik

Äthiopien und Eritrea öffnen ihre Grenze

11. September 2018

Nach 20 Jahren Feindschaft ist die Grenze zwischen Äthiopien und Eritrea wieder offen. Ein wichtiger Schritt zur Normalisierung der Beziehungen zwischen den beiden Ländern am Horn von Afrika.

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Äthiopien Addis Ababa - Isaias Afwerki und Abiy Ahmed
Im Juli hatten sich Abiy Ahmed (l) und Isaias Afwerki getroffen, um die eritreische Botschaft in Addis Abeba zu eröffnenBild: Reuter/T. Negeri

Die Regierungschefs von Äthiopien und Eritrea nahmen gemeinsam an der Eröffnungszeremonie teil. Ab sofort können Menschen und Güter die Grenze passieren.

Äthiopiens Stabschef Fitsum Arega twitterte Fotos vom Übergang in Zalambessa, wo der eritreische Präsident Isaias Afwerki und der äthiopische Premier Abyi Ahmed mit Soldaten beider Armeen das orthodoxe Neujahrsfest feierten.

Nach einem langen Unabhängigkeitskrieg hatte sich Eritrea 1993 von Äthiopien getrennt. Fünf Jahre später brach ein Grenzkonflikt zwischen den beiden Staaten aus. Zehntausende Menschen kamen ums Leben kamen.

Erst Anfang Juli dieses Jahres wurde der Kriegszustand offiziell für beendet erklärt. Möglich machte das die Erklärung Abiys, das strittige Grenzgebiet um den Ort Badme an Eritrea abzutreten und seine Truppen zurückzuziehen. Der 42-jährige Abiy hatte sein Amt Ende März angetreten und treibt seitdem die Aussöhnung innerhalb des Vielvölkerstaats Äthiopien wie auch mit Eritrea voran.

Jüngst näherten sich auch Eritrea und Somalia an und es gibt Bemühungen, einen Streit mit Dschibuti beizulegen. Ob dies Auswirkungen auf die Flucht von Eritreern aus dem autoritär geführten Staat haben wird, muss sich noch zeigen. Nach Zahlen der Vereinten Nationen gab es 2017 weltweit fast eine halbe Million eritreische Flüchtlinge. Deutschland ist dabei das drittgrößte Aufnahmeland.

uh/fab (dpa, epd, rtr)

Vom Kriegszustand zur Normalität