Zwei US-Geiseln in Haiti freigelassen | Aktuell Amerika | DW | 21.11.2021
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Karibik

Zwei US-Geiseln in Haiti freigelassen

Zwei der 17 im Oktober von einer berüchtigten Verbrecherbande in Haiti entführten Nordamerikaner sind wieder frei. Das bestätigte die christliche Organisation Christian Aid Ministries, der die Gekidnappten angehören.

Die Freigelassenen seien "sicher" und "frohgemut" und würden versorgt, teilte die christliche Organisation Christian Aid Ministries weiter mit. Zur Identität und zum Alter der Freigelassenen sowie zum Grund der Freilassung machte die Organisation keine Angaben. "Während wir uns über die Freilassung freuen, sind unsere Herzen bei den 15 Menschen, die immer noch festgehalten werden", hieß es in einer Erklärung der Hilfsorganisation. Es könnten nur "eingeschränkte Informationen" herausgegeben werden.

Die berüchtigte Bande "400 Mawozo" hatte die Missionare und ihre Familienangehörigen Mitte Oktober auf dem Rückweg von einem Waisenhaus nahe der haitianischen Hauptstadt Port-au-Prince verschleppt. Unter den Entführten waren nach früheren Angaben von Christian Aid Ministries fünf Minderjährige im Alter zwischen acht Monaten und 15 Jahren. 16 der Gekidnappten haben die US-Staatsbürgerschaft, einer ist Kanadier.

Mit der Ermordung gedroht

Bandenboss Wilson Joseph forderte wenig später in einem Webvideo ein Lösegeld von 17 Millionen US-Dollar (15 Millionen Euro). Er drohte mit der Ermordung der Geiseln, sollte das Lösegeld nicht gezahlt werden.

Haiti, das ärmste Land des amerikanischen Kontinents, wird seit Jahren von politischem Chaos und krimineller Gewalt geplagt. Anfang Juli wurde Staatspräsident Jovenel Moïse in seiner Residenz
erschossen, die Hintergründe sind bis heute ungeklärt. Kriminelle Banden kontrollieren vor allem rund um Port-au-Prince große Gebiete. 

se/ack (ap, afp, dpa, christianaidministries.org) 

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