Zverev verpasst Endspiel bei ATP Finals | Sport | DW | 17.11.2019
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Tennis

Zverev verpasst Endspiel bei ATP Finals

2018 war sein Sieg hier ein Karriere-Highlight für den deutschen Tennisprofi Alexander Zverev. Nun, in diesem Jahr blieb ihm am Ende nur die Gratulation für seinen Halbfinal-Gegner Dominik Thiem.

Alexander Zverevs Hoffnung auf einen erneuten Titel-Gewinn in London ist geplatzt. Der Vorjahressieger hat bei den ATP Finals den Einzug ins Endspiel verpasst. Der 22-jährige Deutsche (Artikelbild, links) verlor sein Halbfinale gegen den Österreicher Dominic Thiem 5:7, 3:6. Thiems Gegner im Kampf um den prestigeträchtigen Titel ist der Grieche Stefanos Tsitsipas, der am Nachmittag Rekordsieger Roger Federer ausgeschaltet hatte.

Im Vorjahr hatte Zverev noch - als dritter Deutscher nach Boris Becker und Michael Stich - bei dem Event zum Jahresende triumphiert und den bislang größten Titel seiner Karriere gewonnen. Doch diesmal hatte er nach einer sehr durchwachsenen Saison lange um die Qualifikation zittern müssen, die Teilnahme am Halbfinale war insofern bereits als Erfolg zu werten. Für den Titel reichte es nicht.

UK ATP Finals Kein erneuter Titel-Coup: Zverev verpasst Finale in London (AFP/D. Leal-Olivas)

Schneller Court, Rückhand spät getroffen: Zverev in London

Auf dem schnellen Hardcourt in der o2-Arena erwischte Zverev im Halbfinale einen soliden Start. Auch wenn er selbst immer wieder lautstark und gestenreich mit seinem Spiel haderte, ließ er Thiem doch zumindest bei eigenem Aufschlag kaum eine Chance. Bis zum Stand von 5:6 blieb Zverev auf Kurs, dann jedoch leistete er sich zur Unzeit die ersten Unsicherheiten beim Service. Dass er den ersten Durchgang letztlich mit einem Doppelfehler beendete, passte ins Bild.

Der Schläger leidet

Beim Seitenwechsel donnerte der deutsche Spitzenspieler dann wütend seinen Schläger auf den Boden, das kennt man schon von ihm, dann verschwand er für mehrere Minuten in der Kabine. Eine Maßnahme, die jedoch nicht die gewünschte Wirkung zeigte. Stattdessen produzierte der Deutsche plötzlich noch mehr Fehler, etwa bei vermeintlich einfachen Überkopfbällen. Er kassierte daraufhin das nächste Break und musste sich nach insgesamt 1:34 Stunden letztlich geschlagen geben.

Tsitsipas schlug Federer

Vor Thiems Erfolg hatte sich am Nachmittag bereits Tsitsipas im Generationenduell mit dem Schweizer Roger Federer (38) seinen Platz im Endspiel gesichert. Der griechische Jungstar bezwang den 17 Jahre älteren Schweizer nach einer extrem reifen Vorstellung klar mit 6:3, 6:4. "Ich bin frustriert, dass ich nicht besser spielen konnte", sagte Federer anschließend. Tsitsipas freute sich derweil über "eines meiner besten Spiele in diesem Jahr".

ml/qu (SID, dpa)

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