Zehn Millionen Dollar für Hisbollah-Kommandeur | Aktuell Amerika | DW | 11.04.2020
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USA

Zehn Millionen Dollar für Hisbollah-Kommandeur

Mit einer Belohnung von bis zu zehn Millionen Dollar erhoffen sich die USA Hinweise zu einem Libanesen im Irak. Al-Kautharani soll Aufgaben des im Januar per US-Drohne getöteten Ghassem Soleimani übernommen haben.

Irak Bagdad | Nach US-Luftangriff auf schiitische Miliz im Irak (picture alliance/dpa/Planet Pix/Zuma/Lt. Col. A. Weale)

Irakische Sondereinheiten im Januar vor dem US-Botschaftsgelände in Bagdad - Anhänger der Schiitenmiliz Kataib Hisbollah waren dort eingedrungen

Es geht um Hisbollah-Kommandeur Scheich Mohammed al-Kautharani. Nach Erkenntnissen des amerikanischen Außenministeriums fördert der Libanese im Irak diejenigen Gruppierungen, die außerhalb der Kontrolle der Regierung in Bagdad stehen, ausländische diplomatische Vertretungen angreifen und Teil der organisierten Kriminalität sind. Für Informationen über den Mann haben die USA nun eine Belohnung von bis zu zehn Millionen Dollar ausgelobt.

US-Geheimdienstmitarbeiter gehen davon aus, dass Kautharani teilweise die politische Koordination der paramilitärischen Gruppen im Irak übernommen hat, die mit dem Iran verbündet sind. Diese Aufgabe hatte laut State Department zuvor der einflussreiche iranische General Ghassem Soleimani inne. Dieser war Anfang Januar bei einem US-Drohnenangriff am Flughafen von Bagdad getötet worden. Seither kam es immer wieder zu Vergeltungsangriffen auf US-Ziele im Irak.

Irak al-Qa'im | Nach US-Luftangriff auf schiitische Miliz im Irak: Kataib Hisbollah (picture-alliance/dpa/AP)

Im Dezember wurde das Hauptquartier der schiitischen Miliz Kataib Hisbollah im Irak durch einen US-Luftangriff zerstört

Die Belohnung soll nach Angaben aus Washington für Informationen über Kautharanis Aktivitäten, sein Netzwerk und seine Kontaktpersonen gezahlt werden. Ziel sei es, die Finanzströme der im Libanon beheimateten radikal-islamischen Hisbollah auszutrocknen. Die USA führen die schiitische Hisbollah, die vom Iran mit Waffen versorgt wird, auf einer Liste als Terror-Organisation.

Bereits 2013 stufte die US-Regierung Kautharani als weltweit agierenden Terroristen ein, der bewaffnete Gruppen im Irak finanziell unterstütze und helfe, irakische Kämpfer nach Syrien zu schleusen, um dem dortigen Präsidenten Baschar al-Assad zu dienen.

se/AR (rtr, afp)

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