Zehn Fakten zum St. Patrick's Day
Sind wir nicht alle ein bisschen irisch? Zumindest am 17. März, denn dann wird weltweit der St. Patrick's Day gefeiert. Hier die Antworten auf die wichtigsten Fragen zu der irischen Millionenparty.

Warum wird gefeiert?
Der 17. März ist der Gedenktag an den irischen Bischof Patrick. Er war der erste christliche Missionar in Irland und gilt als Schutzpatron des Landes. Der St. Patrick's Day ist ein gesetzlicher Feiertag in der Republik Irland, Nordirland, Montserrat, Neufundland und Labrador. Ursprünglich wurde der Tag besinnlich gefeiert, inzwischen hat er sich zu einer weltweiten Party in Grün entwickelt.
Wer ist St. Patrick?
Als Maewyn Succat geboren, lebte er vermutlich im 5. Jahrhundert und war Brite. Es heißt, dass er als Sklave nach Irland verschleppt wurde. Dort fand er zum Glauben. Per Schiff gelangte er später nach Frankreich und studierte Theologie. Zurück in England wurde er zum Priester namens Patrick geweiht. Einer Vision folgend begann er schließlich in Irland die irisch-keltischen Heiden zu bekehren.
Wie ist der Dresscode?
Am St. Patrick's Day kleiden sich die Feiernden traditionell in Grün. Manche tragen phantasievolle Kostüme und bemalen ihre Gesichter. Ursprünglich soll die Farbe von St. Patrick Blau gewesen sein. Auf vielen alten Gemälden trägt er blaue Kleidung. Während der Irischen Rebellion von 1798 wurde Grün allerdings zur Symbolfarbe der nationalen Zugehörigkeit - und ist es bis heute geblieben.
Wieso das Kleeblatt?
Der Legende nach soll St. Patrick Kleeblätter benutzt haben, um den irischen Heiden die Heilige Dreifaltigkeit mit Vater, Sohn und Heiligem Geist zu veranschaulichen. Auch wenn dieser Herr auf dem Bild fünfblättrigen Klee vor den Augen trägt und auch sonst viele Exemplare am St. Patrick's Day mit vier Blättern ausgestattet werden - das irische Nationalsymbol hat ausschließlich drei Enden.
Wie feiern die Iren?
Der St. Patrick's Day hat in Irland Volksfest-Charakter. Es gibt große Prozessionen und Umzüge, Gottesdienste und Volkstanz-Auftritte, wie hier in Dublin. Damit ist Irland aber nicht allein, denn auch die irischen Auswanderer und ihre Nachfahren nehmen die Feierlichkeiten sehr ernst.
Wo wird noch gefeiert?
Der St. Patrick's Day erfährt vor allem in den USA großen Zulauf. Das ist nicht verwunderlich, denn hier leben mehr als 30 Millionen Menschen mit irischen Wurzeln. Im Herkunftsland sind es gerade mal rund 5 Millionen. Die erste Parade fand 1843 in Chicago statt, heute noch ein Hotspot der St. Patrick's-Feierlichkeiten. Hier wird sogar der Chicago River grün gefärbt, dieses Jahr schon am 14. März.
Was passiert in anderen Ländern?
Mit jedem Jahr wird der St. Patrick's Day fern seiner Heimat beliebter. So manches Wahrzeichen erstrahlt am 17. März in Grün, darunter in den vergangenen Jahren das Sydney Opera House (Foto), der Schiefe Turm von Pisa oder das London Eye.
Was machen die Deutschen?
In München gibt es die größte St. Patrick's Day Parade auf dem europäischen Festland. Die Teilnehmenden ziehen in traditionellen oder kuriosen Kostümen von der Münchner Freiheit zum Odeonsplatz. Bis zum Abend wird dort mit keltisch-irischer Rockmusik und traditionellem Folk gefeiert.
Was gibt’s zu trinken?
Am St. Patrick's Day wird alles grün gefärbt, was geht. Haare, Kleidung und auch das Bier. Generell steigt der Bierkonsum rund um die Tage des St. Patrick's Day enorm an. Besonders der Genuss von Guinness - das sich aufgrund seiner dunklen Farbe allerdings nicht so leuchtend grün färben lässt wie Pils oder Lager.
Ist das nicht alles nur Kommerz?
Früher wurden nur die grünen Nationalflaggen geschwungen, inzwischen gibt es ganze Industriezweige, die die Teilnehmenden des St. Patrick's Day reichlich mit grünem Schnickschnack ausrüsten. Einige Stimmen rufen zur Mäßigung und Besinnung auf, Erfolg haben sie damit allerdings kaum. Zu viele Menschen lieben einfach den grünen Ausnahmezustand und nehmen dafür den ausufernden Kommerz in Kauf.