ZDF-Moderator Carl Weiss ist tot | Kultur | DW | 05.04.2018
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Kultur

ZDF-Moderator Carl Weiss ist tot

Als Redakteur im Studio der ZDF-Nachrichtensendung "Heute" wurde Carl Weiss 1963 bundesweit bekannt. Er gehörte auch zu den ersten Fernsehreportern, die über den Vietnam-Krieg berichteten. Jetzt ist er mit 92 gestorben.

Alle, die ihn gut kannten, nannten ihn nur "Charlie". Der politische Journalist und langjährige ZDF-Auslandskorrespondent Carl Weiss gehört zu den TV-Legenden. Seine TV-Berichte und Analysen Ende der 60er Jahre, u.a. über den Vietnam-Krieg und Indochina, haben Fernsehgeschichte geschrieben. Jetzt wurde bekannt, dass Weiss im Alter von 92 Jahren gestorben ist, wie das ZDF am Donnerstag (5.4.2018) mitteilte.

Seine mit Humor und Schlagfertigkeit präsentierten Moderationen in den Anfangszeiten des Zweiten Deutschen Fernsehens (ZDF) waren legendär. Weiss war der erste ZDF-Redakteur, der die damals neuartig konzipierte Nachrichtensendung "Heute" im Studio präsentieren durfte. Im April 1963 war seine Art zu moderieren mehr als ungewöhnlich, denn die deutsche Fernsehnation war die offizielle und etwas steife Art der "Tagesschau"-Sprecher in der ARD gewohnt. Das ZDF präsentierte Nachrichten jetzt erstmals in lockerem Format.

Carl Weiss war nicht nur Asien-Korrespondent des ZDF, sondern auch in London und ab 1974 in Washington stationiert. 1978 wechselte er zur ARD und wurde dort Programmkoordinator im Ressort Politik. Später rundete er seine Karriere mit dem Posten des ARD-Studioleiters in Brüssel ab. Trotz seiner Pensionierung im Jahr 1988 wollte Weiss die Arbeit im Fernsehstudio nicht missen. Von 1992 bis 1997 moderierte er die Sendung "damals – vor 40 Jahren". Damit ist er selbst in die Geschichte eingegangen.

hm/suc (dpa/afp)

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