Wird Steinway chinesisch? | Wirtschaft | DW | 07.08.2018
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Übernahmen

Wird Steinway chinesisch?

Der legendäre New Yorker Klavierbauer Steinway hat offenbar das Interesse eines chinesischen Staatskonzerns geweckt. Laut der Agentur Bloomberg prüft das Konglomerat China Poly Group eine Übernahme.

Steinway ist im Besitz des Finanzinvestors John Paulson, der die Firma 2013 für rund 512 Millionen Dollar gekauft hatte. Mittlerweile könnte der Preis für das Traditionsunternehmen bei einer Milliarde Dollar liegen, mutmaßt Bloomberg. Die Finanzagentur beruft sich auf anonyme Insider. Die Gespräche seien noch nicht weit fortgeschritten, schreibt Bloomberg. Aber Poly Group kümmere sich bereits um die Finanzierung des Deals und eine Zustimmung durch die Regierung.

Das Staatsunternehmen entstand Bloomberg zufolge als Zulieferer für die Armee. Mittlerweile es in zahlreichen Branchen aktiv, von Sprengstoff über Immobilien bis zu Kinos. Steinway, Paulson und die China Poly Group äußerten sich zunächst nicht zu dem Bericht.

Klavierbauer Henry E. Steinway (gemeinfrei)

Firmengründer Heinrich Steinweg (oder Henry E. Steinway)

Laut Bloomberg könnten auch weitere Unternehmen Interesse anmelden. Der Instrumentenbauer ist vor allem für seine Flügel und Klaviere bekannt, die von legendären Musikern wie dem chinesischen Konzertpianisten Lang Lang gespielt werden. Steinway & Sons geht auf eine Gründung des deutschen Einwanderers Heinrich Engelhard Steinweg oder Henry Engelhard Steinway zurück. Er betrieb seine Firma in einer Fabriketage in Manhattan. Im März eröffnete Steinway eine Niederlassung für den asiatischen Raum in Shanghai.

ar/nm (rtr - Bloomberg) 

 

 

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