Wintershall wird in Brasilien aktiv | Wirtschaft | DW | 03.04.2018
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Ölförderung

Wintershall wird in Brasilien aktiv

Die BASF-Tochter Wintershall baut ihr Geschäft in Südamerika aus: Vor der Küste Brasiliens darf Wintershall nach Öl und Gas suchen. Das Unternehmen steht vor dem Zusammenschluss mit dem Konkurrenten DEA.

Brasilien | Petrobras Ölplattform (picture-alliance/AP Photo/F. Dana)

Ölförderung vor Brasilien

Winterhall habe sieben Explorationslizenzen vor der Küste des südamerikanischen Landes erhalten, teilte die Firma am Dienstag in Kassel mit. Bei vier dieser Lizenzen werde man alleiniger Betriebsführer sein. Bei den übrigen arbeitet Wintershall mit dem spanischen Ölkonzern Repsol sowie mit dem US-Energieriesen Chevron zusammen. 

Wintershall, Deutschlands größter Öl- und Gasproduzent, ist bisher in Südamerika nur in Argentinien vertreten. "Zu unserem Wachstumskurs gehört es, dass wir auch in neuen Regionen aktiv sind, und Brasilien bietet großes Potenzial", sagte Wintershall-Vorstandsmitglied Thilo Wieland, der unter anderem für das Südamerika-Geschäft zuständig ist. Die brasilianische Küste sei eine der vielversprechendsten Ölregionen der Welt.

Start im nächsten Jahr

Brasilien hat bisher in 15 Runden durch die eigen Erdöl- und Gas-Agentur ANP Explorationslizenzen vergeben. Wintershall kam nun in der Runde zum Zuge, in der insgesamt 47 Lizenzen vergeben wurden. Erste Explorationstätigkeiten sollen im kommenden Jahr beginnen.

Brasilien Versteigerung Öl | Shell, Lucio Prevatti (Reuters/P. Olivares)

Versteigerung von Erdöl-Lizenzen in Rio de Janeiro

Wintershall ist eine 100-prozentige Tochter der BASF in Ludwigshafen. Die Firma ist eigenen Angaben zufolge seit mehr als 85 Jahre bei der Suche und Förderung von Erdöl und Erdgas aktiv. In Argentinien ist das Unternehmen seit fast 40 Jahren tätig und dort inzwischen viertgrößter Gasproduzent.

Noch in diesem Jahr soll Wintershall mit dem bisherigen Rivalen Dea zusammengehen. Die Wintershall-Muttergesellschaft BASF und die Investmentfirma LetterOne des russischen Milliardärs Mikhail Fridman als Dea-Eigener hatten im Dezember ihre Fusionsabsicht bekundet. Durch die Fusion entstünde ein Öl- und Gasförderkonzern mit einem Umsatz von rund 4,3 Milliarden Euro, mehr als 3000 Mitarbeitern und Reserven, die 2,1 Milliarden Fass Mineralöl entsprechen. Es wäre der größte unabhängige Konzern dieser Art in Europa. Mittelfristig wollen die neuen Partner den Zusammenschluss an die Börse bringen.

ar/nm (rtr, dpa, Wintershall)

 

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